Donnerstag, 12. November 2015

Flying Colors - Second Flight: Live At The Z7

Band: Flying Colors
Album: Second Flight: Live At The Z7 (2 CD/DVD)
Spielzeit: ca. 150 min.
Plattenfirma: Mascot Label Group (rough trade)

Veröffentlichung: 13.11.2015
Homepage: http://flyingcolorsmusic.com/



Wertung: 
Sowohl für Einsteiger als auch für Hardcore-Fans gleichermaßen geeignet!


Tracklist:

01. Overture
02. Open Up Your Eyes
03. Bombs Away
04. Kayla
05. Shoulda Coulda Woulda
06. The Fury Of My Love
07. A Place In Your World
08. Forever In A Daze
09. One Love Forever
10. Colder Months
11. Peaceful Harbor
12. The Storm
13. Cosmic Symphony
14. Mask Machine
15. Infinite Fire




Die "Supergroup" um Neil und Steve Morse sowie Mike Portnoy kommt nach ihrem zweiten Studioalbum im Letzten Jahr bereits mit ihrer zweiten Livescheibe um die Ecke gebogen. Ich sehe solche Veröffentlichungen grundsätzlich  ja durchaus kritisch, denn inwieweit es Sinn macht nach jeder Studioscheibe ein Livewerk hinterherzuschieben, wage ich doch durchaus einmal zu bezweifeln. Aber das kennt man sowohl von Transatlantic (da gabs ja teilweise mehr als 1 Livewerk hintereinander) oder auch von den Göttern Rush.  Auf der einen Seite wird beklagt, dass niemand mehr physische Tonträger kauft, andererseits überschwemmt man den Markt mit zu vielen Veröffentlichungen. Zwiespältige Geschichte......

Wie auch immer - wenn die Qualität stimmt und das ganze auch noch visuell (sprich auf DVD/BluRay) begleitet wird, was für mich die weitaus interessantere Alternative als "nur" die Audio-CD darstellt, kann man trotzdem zufrieden sein. Und das Prädikat  kann man "Second Flight" durchaus geben.

Als Rezensionsexemplar liegt mir eine Promoausgabe der Doppel-CD mit DVD vor. Der Tonträger und die DVD sind von der Tracklist her identisch und besteht aus einer ausgewogenen Mischung aus den beiden Studioscheiben. Leider gibt es kein anderes Material aus dem sonstigen Schaffen der Protagonisten, was durchaus zu bedauern ist bei deren umfangreichen Backkatalog, welcher bei der Tour zum ersten Album zwangsläufig Einzug in die Setlist fand mangels ausreichenden eigenen Materials.

Leider wird auf den Silberlingen noch mehr deutlich, dass der zweite Studiodreher dem ersten bei Weitem nicht das Wasser reichen kann. Insbesondere der Longtrack "Cosmic Symphony" kommt für mich überhaupt nicht wirklich in die Puschen und Perlen wie "Kayla" oder "Shoulda Coulda Woulda" findet man auf "Second Nature" auch nicht wirklich. Irgendwo war für mich auf dem Zweitling eindeutig herauszuhören , dass die Scheibe ausschließlich per Internet entstand und die Band kein einziges Mal zusammen gespielt hat. Zwar kam immer noch ein überdurchschnittliches Album dabei heraus aber sowohl song- als auch produktionstechnisch war die letztjährige Veröffentlichung  für mich im Nachhinein eher ein Rückschritt.

Was den Sound angeht so kommen die neueren Songs jedenfalls weitaus frischer aus den Boxen, insbesondere der extrem trockene Drumsound ist hier nicht negativ zu verzeichnen. Warum hat das Studiowerk nicht so geklungen? Abweichungen zu den Studioversionen kann ich nicht gerade viele feststellen, großartige Improvisationen sind eher Fehlanzeige, eher werden die Stücke 1:1 nachgespielt, was man sowohl positiv als auch negativ sehen kann. Ich gehöre da eher zur zweiten Kategorie und mag es lieber, wenn sich die Liveversion erheblich von der Studioversion unterscheidet, wie es zum Beispiel bei Queen früher der Fall war. Aber es ist wie es ist, tolle Musiker sind das ja auf jeden Fall und jeder für sich ein Virtuose vor dem Herrn.

Kommen wir zur DVD, die durchaus einige Schmankerl zu bieten hat. Das Konzert wurde mit jeder Menge Kameras gefilmt ohne jedoch zu arg hektische Schnitte abzuliefern, was in letzter Zeit leider etwas zur Unsitte geworden ist und nicht nur mir den Sp an so mancher Veröffentlichung verdorben hat. Hier wird die gesunde Mischung aus verschiedenen Einstellungen optimal ausgereizt. Im Soundmenu gibt es zwei Dolby-Surround 5.1-Mixe und zwar den "Frontrow" -Mix und den Mix vom Soundboard aus. Ich muss jedoch sagen, dass sich die zwei Tonversionen nur dadurch unterscheiden, dass die Soundboardfassung vom Gesang her etwas klarer rüberkommt ansonsten sind die Unterschiede eher marginal. Ich muss jedoch sagen dass mir der stinknormale "PCM"-Zweikanalmix am besten gefällt, da dieser erheblich lauter und auch  druckvoller als die beiden doch eher zahmen Surround-Mixes sind. Letztlich aber Geschmacks- und Gehörssache.

Eine Wonne ist es, Steve Morse bei seiner Gitarrenakrobatik zu begutachen, der Mann ist meines Erachtens gewaltig unterbewertet und spielt dermaßen filigran, dass man als Hobbyklampfer am liebsten seine Gitarre vor lauter Frust ins Eck stellen und nie mehr anrühren würde. Die Leichtigkeit von Meister Portnoys Drumming, und das bei den vertracktesten Passagen, ist auch immer wieder eine Augenweide, einfach ein absoluter Weltklassemann. Und Caesy McPherson macht sowohl an der Gitarre als auch den Stimmbändern einiges her, seine Stimme hat das gewisse Etwas und er macht einen sympathischen, wenngleich auch manchmal etwas zurückhaltenden Eindruck, was aber bei den Schwergewichten, die ihn da begleiten, durchaus verständlich ist. Die Ansagen übernimmt fast den ganzen Abend lang Mr. Portnoy, was doch leicht gewöhnungsbedürfitg ist auf Dauer, wenn das der Drummer übernimmt. Aber Boss ist nunmal Boss! 
Dave LaRue am Viersaiter sollte man auch  nicht vergessen, ein Mann weitab vom tumben Bass-Gezupfe.


Zum Glück wird auf größere Soloeinlagen weitgehend zugunsten der Songs verzichtet, was sicherlich kein Verlust ist. Das Schweizer Publikum, doch etwas für seine Lethargie bekannt (was auch Herr Portnoy bei seiner ersten Ansage augenzwinkernd bemerkt) geht recht gut mit und hatte ohne Zweifel sichtlich Spass an der Performance der Jungs. Am Ende gibts sogar eine La-Ola Einlage - chapeaux!

Die 150 Minuten vergehen jedenfalls wie im Flug und wer dann immer noch nicht genug hat kann sich an den bereits zum Teil von youtube bekannten Video-Clips zu zu "Kayla", "Mask Machine" (Muse lassen hier wie immer besonders grüssen!), "The Fury of My Love" sowie "A Place In Your World"  vergnügen, welche als einziges Bonusmaterial untergebracht wurden.
  
Wer sich die Vollbedienung geben will kann sich neben der 2CD/DVD (oder Bluray) Combo-Version auch noch eine 3fach Vinyl-Ausgabe zulegen.

Der geneigte Fan greift da beherzt zu!


Martin 


 

Mittwoch, 11. November 2015

Walter Trout - Battle Scars


Band : Walter Trout
Album : Battle Scars
Spielzeit : 37:24 Min.
Plattenfirma : Provogue / Mascot Label Group / Rough Trade
Veröffentlichung : 23.10.2015
Homepage : www.waltertrout.com

Wertung : 9 von 10

Trackliste : 
  1. Almost Gone
  2. Omaha Prelude
  3. Omaha
  4. Tomorrow Seems So Far Away
  5. Please Take Me Home
  6. Playin' Hideaway
  7. Haunted By The Night
  8. Fly Away
  9. Move On
  10. My Ship Came In
  11. Cold, Cold Ground
  12. Gonna Liva Again
  13. Sammy, Sammy

Der Titel hätte passender nicht getroffen werden können, betrachtet man das Cover seiner aktuellen Platte. Die tiefen Furchen im Gesicht von Walter Trout lassen auf ein bewegtes Leben schliessen, stammen aber eben auch vom Kampf ums nackte Überleben (wir hatten darüber berichtet klick).

Wie gut es ihm inzwischen wieder geht, welche Aufbruchstimmung in ihm lodert, wie ehrfurchtsvoll er jedoch auf die schwere Zeit zurückblickt, all das wird beim Anhören von Battle Scars mehr als deutlich. Erfreulicherweise schlachtet ein Walter Trout die ganze Sache aber auch nicht bis zum Erbrechen aus, nur ausblenden kann er das Erlebte eben auch nicht. Und so drehen sich seine Songs immer wieder um dieses Thema. Gleich im Opener Almost Gone singt er "Now I got the feeling, something's going wrong. Can't help but feelin', I won't last too long..." von der verzweifelten Situation noch vor wenigen Monaten. Er widmet die Kraft seiner Gitarre und der harten Mundharmonika in diesem Song aber der Stärke seiner Gattin, die ihm wie kein zweiter zur Seite stand. Gonna Live Again ist ein weiteres Highlight, er stellt sich hier die Frage "Warum ich ? Warum wurde ausgerechnet mir eine zweite Chance gegeben, ein besserer Ehemann, Vater und Mensch zu werden ?"  


Nun ist es aber wohl müßig, Battle Scars auf sein durchaus vorhandenes Konzept zu reduzieren. Walter Trout packt eine ungeahnt klare Struktur und Energie in die 13 Songs rein, verquickt intensive Riffs, sehr starke Hooklines und ein kaum gekanntes Gefühl für Melodien in die Songs, daß es unumgänglich wird, die Platte mehrfach hintereinander aufzulegen. Auch beim wiederholten Durchlauf punktet Gonna Live Again, in dem Trout seine akustische Gitarre herausolt und den Hörer emotional bei den Hörnern packt, wie er es vorher selten tat. Mit Please Take Me Home hat Mr.Trout ausserdem eine waschechte Ballade im Handgepäck, die zeigt, wie emotional er derzeit bei der Sache ist, wie die Krankheit ihm noch im Kopf herumgeistert.

Ich darf unseren Lesern ein ergreifendes und sehr stark produziertes und arrangiertes Album ans Herz legen. Walter Trout wird von mit den letzten Alben immer stärker, die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Provogue-Label tut ihm ebenfalls gut. Eine gute Promotion und die anstehende Tour mit Terminen in Hamburg, Berlin, Bochum und München dürften dafür sorgen daß die nächsten Jahre ein voller Erfolg werden, da bin ich mir ziemlich sicher.

http://www.unblocker.yt/de/ 

Bernd

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Wild Frontier - Alive 25

Band: Wild Frontier
Album: Alive 25
Spielzeit: 75:13 min.
Plattenfirma: Prime Entertainment/Music Buy Mail
Veröffentlichung: 17.10.2015
Homepage: www.wildfrontier.de

WERTUNG: 7,5 von 10

Tracklist:

1. Anything You Want
2. Bad Town´s Side
3. Alive
4. To The End of The World
5. Don´t Walkaway
6. Thousand Miles Away
7. One Heart One Soul
8. Shake Your Body
9. Wild Wind Blows
10. Too Late
11. Why Don´t You Save Me
12. I Can´t Believe
13. The End of The Road
14. It´s All Over Now
15. Surrounded
16. We Will Be One


Es ist echt erstaunlich wie schnell oft die Zeit vergeht. Gut zu sehen an WILD FRONTIER, die sich bereits 1990 gründeten und 2014 ihr Jubiläumskonzert zum fast 25-jährigen Bestehen gaben (welches nun pünktlich in den Läden steht). Der große Durchbruch wurden Ihnen zwar verwehrt, doch die bisherigen sechs Alben boten durchwegs guten klassischen Hard-/Melodicrock deutscher Prägung und dürften Anhängern von AXXIS, FREEDOM CALL oder LAST AUTMUNS DREAM ebenfalls munden. Allerdings muss ich gestehen, dass WILD FRONTIER auf der Frontposition nicht ganz so stark besetzt wie die Vergleichbands sind. Aber die Songs sind durch die Bank richtig gut. Stücke wie "Alive","Don't Walkaway" oder "Shake Your Body" machen gerade in der Liveversion richtig Laune. 


Sänger/Gitarrist Jens Walkenhorst gibt auf "Alive 25" wahrlich sein Bestes und versteht es von Anfang an das Publikum für sich einzunehmen. Gut, wie gesagt nicht jeder Ton sitzt perfekt, aber die Spielfreude ist durch die Boxen greifbar. Zusammen mit Mario Erdmann am Bass, Thomas Ellenberger am Keyboard und den Brüdern Nico und Sascha Fahrenbach (Schlagzeug bzw. Gitarre) zeigen die Jungs wie schnell man mit Begeisterung und guten Stücken dem anwesenden Publikum eine gute Show bietet. Auch wenn mit der optische Teil fehlt. Weitere Anspieltipps von mir wären "Why Don't You Save Me" und das hervorragende "Surrounded". Und doch muss ich ein klein wenig mehr Kritik üben. Nicht am tollen Sound, der dieses Livealbum begleitet, aber heutzutage ist es schwierig mit einem reinen Livealbum die Fans zum Kauf zu bewegen. Manchmal würde der ein oder andere Bonustrack, wie unveröffentlichten Stücken richtig gut tun. Und genau das fehlt mir an "Alive 25". Das besondere Bonbon für die treuen Fans. Klar ist das Konzert auch auf dem Bildschirm mittels DVD zu genießen (liegt mir wie gesagt nicht vor), aber über ein wenig mehr hätte sich sicher niemand beschwert. Naja, vielleicht als Anregung für das 30-jährige Jubiläum, das ja auch in nunmehr nur noch 5 Jahren ansteht.

Damit ihr auch eine optischen Eindruck habt, habe ich euch ein Video aus der DVD unten angefügt. Damit wisst ihr dann noch besser was euch erwartet. Ich würde es mir wünschen, dass WILD FRONTIER vielleicht auch endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Und daher gebe ich richtig starke 7,5 Punkte.

Markus


 

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Konzertreview: Raven - Live in Rheine / Hypothalamus 17.10.2015


Band : Raven
Vorgruppen : Marauder + Jamheads
Location : Hypothalamus, 48431 Rheine
Datum : 17.10.2015

Spätestens nachdem Drummer Joe Hasselvander den Gürtel seiner Hose öffnen musste, um hinter seinem Schlagzeug halbwegs entspannt Platz nehmen zu können, wurde mir klar, daß die geschätzten 80 Zuschauer an diesem kühlen Samstagabend etwas ganz Besonderes erwarten würde. Das beschauliche Hypothalamus im westfälischen Rheine pflegt einen liebevollen Umgang mit seinen treuen Gästen. So wird einem das Bier bis in den Moshpit oder an die zahlreichen Tische gebracht und sämtliche Interpreten und Bands von Inhaber John wie einst von Alan Bangs persönlich vorgestellt.
 
Die gut besuchte Rockkneipe hatte vor dem Hauptact bereits zwei Bands im Angebot und die Anheizer schlugen sich echt gut. Die an eine Mischung aus Krokus meets Danko Jones erinnernden Jamheads aus Velbert legten die Messlatte innerhalb von knapp 20 Minuten schon recht hoch. Der knallharte Dampfrock des Trios überzeugte die noch zurückhaltende und übersichtliche Menge. 

Marauder aus Greven bzw. Emsdetten holten die Thrash-Keule aus dem Koffer und zimmerten einen an Platten wie Pleasure To Kill, Reign In Blood oder Kill 'em All erinnernden 80er Jahre-Sound in die Gehörgänge. Die blutjungen Metaller machten ihre Sache trotz anfänglicher Timingproblemchen verdammt ordentlich und arbeiten momentan zurecht an ihrem ersten Longplayer...wir sind gespannt.

Dann enterten drei, im wahrsten Sinne des Wortes, Metal-Schwergewichte die Bühne. Ein mehr als 2-stündiger Sturm britischer NWOBHM-Urgewalt verwandelte das plötzlich prall gefüllte Hypothalamus in einen brodelnden Kochtopf. Gitarrist Mark Gallagher tropfte der Schweiß nach kurzer Zeit vom massigen Körper, so daß ich echte Befürchtungen hatte, ob er das lange durchhält. Knapp 140 Minuten später war mir allerdings klar, dass das Trio fit ist wie ein Turnschuh.


Ein Querschnitt sämtlicher Alben inklusive eines nervenzerreissenden Bass-Solos und diverser Gitarrensoli lag hinter uns, als die Lichter angingen und man in erschöpfte aber glückliche Gesichter blicken durfte. Mein persönliches Highlight war das in die Länge gezogene Rock Until You Drop, weil John Gallagher es schaffte, die Leute vor der Bühne zum entspannten Mitsingen zu animieren und die Laune ihren Höhepunkt erreichte. Mit All For One, Hard Ride und On And On, hatten die Jungs natürlich einen Sack voller Klassiker im Gepäck, die von einigen Fans älteren Baujahres textsicher mitgesungen wurden. Vor allem aber haben die drei es geschafft, mich trotz anfänglicher Skepsis voll zu überzeugen. Wer mit der Erwartung, eine Altherrenriege auf Sauerstoffzelt-Tournee zu erleben und sein Geld lieber in eine andere investiert, sollte dies wenigstens in dem Bewusstsein, eindeutig etwas zu verpassen, tun. Mein erstes Raven Konzert wird definitiv in die Riege "Positive Überraschung" ganz oben einsortiert werden.




Sämtlichen Musikfans des Münster- und Emslandes (selbstverständlich auch allen anderen) darf ich das Hypothalamus noch wärmstens ans Herz legen, die nette Truppe steuert ein ausgewogenes Programm, herzlichen Umgang mit dem Gast und eine gute Beschallung zum Wohlfühlen des Gastes bei und punktet bei mir und meinen Kumpels seit Jahren der Abstinenz jetzt wieder auf ganzer Linie.

Mich persönlich sieht der Laden somit schon zum kommenden Jimmy Cornett & The Deadmen Gig wieder.


Bernd

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Saxon - Battering Ram

Band: Saxon
Album: Battering Ram
Spielzeit: 50:16 min.
Plattenfirma: UDR Music
Veröffentlichung: 16.10.2015
Homepage: www.saxon747.de

WERTUNG: 8 von 10


Tracklist:
1. Battering Ram
2. The Devil's Footprint
3. Queen Of Hearts
4. Destroyer
5. Hard And Fast
6. Eye Of The Storm
7. Stand Your Ground
8. Top Of The World
9. To The End
10. Kingdom Of The Cross
11. Three Sheets To The Wind (The Drinking Song)

Seit mittlerweile 37 Jahren aktiv und kein bisschen müde. Nein, die alten NWOBHM Recken von SAXON spielen sowohl live als auch auf Platte so manche Jungspunde noch immer an die Wand. Und genau durch diese Wand brettern Sie 2015 mit der neuen Scheibe "Battering Ram". Der Titeltrack und Opener ballert gleich mit einer fetten Doublebass-Attacke aus den Boxen und hinterlässt zusammen mit einem Hammerriff und einem absolut genialen Refrain schon mal eine fette Kerbe. Sänger Biff Byford ist weiterhin einer der Vorzeige-Fronter der Szene, die Riffs von Paul Quinn sind scharf wie eh und jeh und der Song könnte es wirklich schaffen ein weiterer Klassiker der Briten zu werden.


Die Power, die dann "The Devil's Footprint" verströmt ist kaum in Worte zu fassen. Passend dazu hat Produzent Andy Sneap wieder hervorragende Arbeit hinter den Reglern geleistet und auch das ganze "Drum-Herum", bestehend aus einem coolen Cover, einem hochwertigen Booklet und einem tollen Design der Scheibe (soll in den Zeiten des Downloads unbedingt mal erwähnt werden) passt wie die Faust aufs Auge. Mit "Queen Of Hearts" wurde ich anfangs nicht so wirklich warm, ein wenig zu abgehackt stampft dieser Midtemposong, doch mit der Zeit und mehreren Durchläufen entfaltet auch er seinen Zauber. Da ist das folgende "Destroyer" fast schon zu sehr 08/15 SAXON, wenn ich das mal so salopp sagen darf, macht aber trotzdem Spaß. Leider kann ich das von "Hard And Fast" noch immer nicht behaupten, läuft irgendwie total an mir vorbei, obwohl alle Erfolgszutaten vorhanden sind. 

Grandios dagegen wieder "Eye Of The Storm", bei dem Biff wie zu besten Zeiten brilliert."Kingdom Of The Cross" und "Three Sheets To The Wind" zählen ebenfalls zu den Highlights des Albums. Da verzeihe ich gerne den einen oder anderen schwächeren Song ("Top Of The World") und rocke lieber gewaltig ab. Die "Battering Ram" durchbricht die Metalmauer also tatsächlich mit voller Schallgeschwindigkeit. So können die nächsten 37 Jahre weiter gehen, falls die Gesundheit mitmacht :-). Macht euch mit den beiden Videos weiter unten einfach ein Bild von den neuen Stücken.

Markus





Dienstag, 13. Oktober 2015

Ivanhoe - 7 Days



Band: Ivanhoe
Album: 7 Days
Spielzeit: 57:20 min.
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 16.10.2015
Homepage: www.ivanhoe.de

WERTUNG: 8 von 10


Tracklist:
1. Alert (Instrumental)
2. Light Up The Darkness
3. No Sorrow
4. See The Truth
5. Overrun
6. Innocent
7. 7 Days
8. Dancing With A Ghost
9. The Great Admit
10. Last Warning
11. Left Behind
12. Whipping The Flies (Bonus)

Ich muss gestehen, dass ich die schwäbischen Progressive Metaller seit dem 2005er Album "Walk In Mindfields" etwas aus den Augen verloren habe. Und damit sind die beiden Werke "Lifeline" und "Systematrix" nicht bei mir im Player gelandet. Daher wurde es dringend Zeit sich mal wieder mit den Jungs zu beschäftigen. Nun liegt Album Nummer 7 vor mir und die augenscheinlichste Neuerung ist der neue Mann am Mikrofon Alexander Koch, aber um es vorweg zu nehmen mindestens einen eben so guten Job wie sein Vorgänger Mischa Mang macht. Auch am Schlagzeug gab es einen Besetzungswechsel. Kommen wir daher nun zur Mucke. 


Nach einem langen instrumentalen Stück, welches schon typische Merkmale des IVANHOE Sounds beinhaltet, starten die Schwaben mit "Light Up The Darkness" gut durch. Wer die Jungs nicht kennt, darf sich auf eine komplexe Mischung aus DREAM THEATER, FATES WARNING und BALANCE OF POWER freuen. Besonders bei den Refrains können IVANHOE von Beginn an punkten, denn während mir das zu Grunde liegende Gitarrenriff beim Opener etwas zu oft wiederholt wird, bin ich spätestens beim Refrain begeistert. Das nun folgende "No Sorrow" kann mich glatt noch stärker überzeugen, die Bridge ist einfach nur gelungen. Der melodiöse Refrain dürfte auch nicht nur Progressive Metal Anhänger überzeugen.  

Die etwas ruhigeren Momente bei "See The Truth" dienen nicht nur der Abwechslung, sondern geben "7 Days" eine besondere, zwar düstere, Atmosphäre. Ansonsten stellt dieser Song einer der Höhepunkte auf dem Album dar und könnte glatt von den von mir vergötterten VENI DOMINE stammen. Dass technisch alles auf hohem Niveau statt findet, versteht sich dabei fast von selbst. Und doch schaffen es IVANHOE diesmal die Balance zwischen Komplexität und Eingängigkeit fast durchweg zu halten. Klar ist auch "7 Days" kein Album zum "neben-bei-hören", ich fühle mich als Teilzeit-Proggie aber zu keiner Zeit überfordert. Ihr könnt das sehr gut bei "Overrun" nachvollziehen, das Video dazu habe ich euch angefügt. Weiterhin möchte ich euch die Ballade "Innocent" und "Dancing With A Ghost" ans Herz legen, denn bei beiden Stücken halten sich IVANHOE mit der Progressivität dezent zurück und damit bieten diese beiden Stücke einen guten Einstieg in die Welt von "7 Days". 

Die tolle textliche Thematik über die letzten sieben Tage der Menschheit (daher auch die düstere Grundstimmung) hat bei mir, wie auch die komplexeren Stücke wie "Last Warning" etwas mehr Zeit gebraucht. Seitdem ist "7 Days" aber ein Album, welches mit jedem Hördurchlauf wächst. Den Bonustrack "Whipping The Flies" in einer Live Version hätte ich aber ehrlich nicht gebraucht. Klar zeigt hier die komplette Band, dass Sie es verstehen, ihre Stücke auch auf der Bühne nahezu perfekt rüber zu bringen, mich stört die Losgerissenheit vom Rest des Albums. "Whipping The Flies" ist hörbar keines der neuen in das Konzept des Albums passenden Lieder. Ansonsten bin ich aber sichtlich zufrieden und kann fette 8 Punkte für ein richtig gutes Album zücken.

Markus


 

Dienstag, 6. Oktober 2015

Bad Company - Rock 'N' Roll Fantasy (The very best of Bad Company)


Band: Bad Company
Album: Rock 'N' Roll Fantasy
Spielzeit: 79:16 min.
Plattenfirma: Rhino Records
Veröffentlichung: 02.10.2015
Homepage: www.badcompany.com



WERTUNG: Essentiell!


Tracklist:
01. “Can’t Get Enough" (Single Edit)
02. “Bad Company”
03. “Movin’ On”
04. “Ready For Love”
05. “Easy On My Soul” (Alternate Version)*
06. “Good Lovin’ Gone Bad”
07. “Feel Like Makin’ Love”
08. “Shooting Star”
09. “Weep No More”
10. “See The Sunlight” (Alternate Version)*
11. “Live For The Music”
12. “Simple Man”
13. “Honey Child”
14. “Run With The Pack” (Single Edit)
15. “Burnin’ Sky”
16. “Rock ’N’ Roll Fantasy”
17. “Rhythm Machine”
18. “Gone, Gone, Gone”
19. “Electricland” (Single Edit)

*bisher unveröffentlicht

Heute herrscht Klassikeralarm im CD Player. Denn wer auf hervorragenden Classic Rock steht kommt an BAD COMPANY nicht vorbei. 1973 gegründet und sozusagen aus der Asche von MOTT THE HOOPLE und FREE enstanden, sind die Musiker um Sänger PAUL RODGERS aus keiner guten Plattensammlung wegzudenken. Der Erfolg stellte sich dann auch gleich mit dem Debüt "Bad Company" ein, welches Platz 1 der US Billboard Charts errang. Songs wie "Can't get Enough" oder "Bad Company" werden auch heute noch auf allen Rockradiostationen weltweit gespielt. Auch Album Nummer 2 "Straight Shooter" setzte die Erfolgsgeschichte fort und schaffte neben Platz 3 in den US Billboard Charts dieselbe Platzierung in Großbritannien. "Feel Like Makin' Love" begeistert mich beispielsweise auch heute noch (40 Jahre nach Erscheinen wohlgemerkt). 


Neben den beiden hervorragenden Wiederveröffentlichungen dieser beiden Alben ist nun seit kurzem mit "Rock 'N' Roll Fantasy" auch eine Best of-Scheibe auf dem Markt, welche eine Art Retrospektive der Band bis zur ersten offiziellen Auflösung im Jahr 1983 darstellt und die besten Stücke aus den ersten sechs Alben enthält. Und diese Songs haben es in sich, klar fehlt sicher für den einen oder anderen doch ein Song, der eine ganz besondere Bedeutung hat, für den Einstieg in die wundervolle Welt der schlechten Gesellschaft ist diese CD (oder der Download) hervorragend geeignet. Für die DIE-HARD Fans unter euch bietet die Zusammenstellung aber recht wenig neues. Lediglich die bisher unveröffentlichten Versionen von "Easy On My Soul" und "See The Sunlight" dürften euch in der Sammlung fehlen. 

Warum beide Stücke bisher nicht erschienen sind, entzieht sich glücklicherweise meiner Kenntnis, denn ich bin von beiden begeistert. "Easy On My Soul" hat viel Blues, etwas Soul und ganz viel Gefühl und fast schon eine Swinging-Sixties-Atmosphäre zu bieten. Perfekt natürlich wieder das Zusammenspiel zwischen Mick Ralphs und Boz Burnell und ich bin froh, dass dieser von Paul Rodgers geschriebene Song nun auch das Licht der Welt erblickt hat. Und "See The Sunlight" steht dem in nichts nach. Was man hier also für sein Geld geboten bekommt, sind schlichtweg fast 80 Minuten allerfeinsten Classic Rock, der nicht nur mich in den alten Zeiten schwelgen lässt (obwohl ich zum Zeitpunkt des Debüts noch gar nicht auf der Welt war), sogar meine Freundin, die nicht soviel mit Hardrock und Rock am Hut hat, ist hin und weg. Wer also noch gar nichts von BAD COMPANY im Regal stehen hat, muss diese CD definitiv reinstellen. Ein sehr gelungener Überblick. 

Daher in zwei Worten: Einfach essensationell!! 

Markus

Sonntag, 4. Oktober 2015

Chris Cornell - Higher Truth



Band : Chris Cornell 
Album : Higher Truth 
Spielzeit : 66:57 Min. 
Plattenfirma : Universal Music Enterprises 
Veröffentlichung : 18.09.2015 
Homepage :  www.chriscornell.com

Wertung : 7 von 10

Trackliste :
  1. Nearly Forgot My Broken Heart 
  2. Dead Wishes 
  3. Worried Moon 
  4. Before We Disappear 
  5. Trough The Window 
  6. Josephine 
  7. Murderer Of Blue Skies 
  8. Higher Truth 
  9. Let Your Eyes Wander 
  10. Only These Words 
  11. Circling 
  12. Our Time In The Universe 
  13. Bend In The Road (Bonus Track) 
  14. Wrong Side (Bonus Track) 
  15. Misery Chain (Bonus Track)
  16. Our Time In The Universe (Bonus Track, Remix)

Im Vergleich zu vergangenen Zeiten scheint es Chris Cornell im Moment recht leicht zu fallen, seine Gedanken musikalisch umzusetzen. Nicht dass er uns inflationär mit Material versorgen würde, aber eine neue Soundgarden-Platte scheint in Vorbereitung und die aktuelle Soloscheibe Higher Truth liegt seit ein paar Tagen gar fertig auf dem Tisch. 12 bzw. 16 Titel umfasst das neue Album (die DeLuxe-Ausgabe enthält vier Bonus Tracks) und ich bin gespannt, was mich erwartet.

Nearly Forgot My Broken Heart eröffnet das Album mit einer dezenten Mandoline und schnell wird klar, dass das Scream-Desaster (welches ich übrigens nicht sooo schlimm finde) nun endgültig ad acta gelegt werden soll, elektronische Spielereien sind nur noch dezent vorhanden. Chris Cornell hat sich hingesetzt und eine Auswahl gefühlvoll-intensiver Songs ausgearbeitet. Durch die Instrumentalisierung mit warmen Klangfarben sind Produzent Brendan O'Brian und Chris Cornell abgewichen vom täglichen Einerlei aus Gitarre, Bass und Drums. Akustische Gitarren, Percussionsinstrumente, Hurdy Gurdy, Piano und das Bemühen um einen in sich ruhenden Songflow dominieren Anno 2015 das Geschehen. Dummerweise ist es aber nun so, dass ein echtes Akustikalbum eben von der Reduziertheit lebt. Aber Cornell kann offenbar nicht anders und obwohl er selber nicht ausdrücklich davon redet, hat das Motto "weniger ist mehr" auf Higher Truth nicht wirklich gegriffen. Mir persönlich ist es einen Tacken zu dick aufgetragen, wenn Josephine, eine an sich wunderbar spröde, auf Cornells Gesang und seine akustische Gitarre konzentrierten Nummer, von nervigen Streichern unterwandert wird. Cornell's einzigartige Stimme wirkt dazu häufig übersteuert, was ebenfalls nicht gerade zur Entspannung beiträgt. 


Ich bin zwar angenehm überrascht ob der Rückbesinnung auf Zeiten, die an das tolle Euphoria Morning (1999) erinnern, aber sind es doch Songs, die es wohl nicht ganz auf dieses Album geschafft hätten. Jede einzelne Nummer fürs sich ist hörenswert, doch in der Summe flacht Higher Truth ab der zweiten Hälfte ab. Der Titeltrack ist schlichtweg langweilig, wen will Cornell mit diesem ausgelutschten Refrain eigentlich hinterm Ofen hervorlocken ? Und in der Endabrechnung fehlt einfach die Abwechslung, Cornell hat eine Riesenstimme, aber Mann, wo hast Du nur die ganze Energie hingeschoben ? Ich bin phasenweise schlichtweg gelangweilt. Keine Frage, Cornell ist der Mann, dem man ohne mit der Wimper zu zucken abnimmt, wenn er über höhere Mächte, das Universum oder den Weltuntergang singt, aber mit etwas mehr Power bitteschön. Cornell und die melancholische Stille, daran will ich mich noch nicht auf Albumlänge gewöhnen.

Trotzdem, die schönen Momente bleiben hängen. Die feinen Melodien und Momente kann Cornell schliesslich wie kaum ein anderer, und so werden das wunderbare Dead Wishes oder Trough The Window in meiner Jahresliste 2015 sicher hängenbleiben. 

Bernd

Dienstag, 22. September 2015

John Taglieri - True Believer EP



Band: John Taglieri
Album: True Believer EP
Spielzeit: 24:04 min.
Plattenfirma: Leap Dog Records
Veröffentlichung: 14.08.2015
Homepage: www.johntaglieri.com


WERTUNG: 6,5 von 10


Tracklist:
1. Don´t Ask Why
2. True Believer
3. Way Out
4. Take This Ride
5. Above The Sunrise
6. Mad Mad World

Der nimmermüde JOHN TAGLIERI legt mal wieder eine neue EP vor. Die mittlerweile 14. Veröffentlichung in den 15 Jahren, in denen der gute Multiinstrumentalist bereits sein Unwesen treibt. Das nenne ich mal einen Output, glücklicherweise waren darunter allerdings hauptsächlich EPs zu finden, bei denen meist das Prädikat "gut" zu vergeben war. Denn bei der Geschwindigkeit hätten sich bei vollständigen Alben sicher so mancher Füllsong gefunden. Seine 2013er EP "Southern Paradise", voll gepackt mit guten Laune Sommerhits, ganz viel Westcoast AOR und ein wenig BON JOVI läuft noch immer regelmäßig in meinem Player. Den AOR Anteil hat Taglieri schon bei der folgenden EP "Days Like These" zurückgefahren und beim aktuellen Release kracht dann schon beim Opener eine viel düstere heftigere Atmosphäre aus den Boxen. Schade, wie ich finde, da ich persönlich seine Stärken eher im AOR Bereich sehe. 


Nichts desto trotz ist das folgende "True Believer" ein insgesamt guter Song geworden mit einem gefälligen Refrain und Mr. Taglieris Stimme, die für mich eine Mischung aus Mr. BON JOVI und BONFIRE Sänger Claus Lessmann ist. Allerdings kann ich mich dieses Mal mit der Produktion der EP rein gar nicht anfreunden. Besonders die HiHat nervt ständig, da zu weit in den Vordergrund gemischt. Da merkt man halt wirklich das fehlende Budget im Gegensatz zu manch anderen AOR Veröffentlichungen. Vielleicht fällt es mir nur besonders auf, da ich parallel eine Prog-Metal CD höre, die soundtechnisch naturgemäß vom allerfeinsten ist. Doch zurück zur eigentlichen Besprechung. "Way Out" bietet klassischen Melodic Rock, der Refrain duftet stark nach aktuelleren BON JOVI Songs, und punktet in meinen Ohren spürbar. Wenn mir auch der letzte Aha-Effekt fehlt. Bei "Take This Ride" habe ich das bereits erwähnte "Hi-Hat"-Problem, ansonsten läuft das Stück gerade vom Songaufbau und der Melodieführung richtig gut rein. 

Das Einstiegsriff inklusive der Hammond Orgel könnte glatt vom "Still Crazy" Soundtrack stammen oder einem Album URIAH HEEPS, mit dem feinen Unterschied, dass gerade die Orgel mehr nur schmuckes Beiwerk darstellt als geschickt eingesetzt wird. Das abschließende "Mad, Mad World" geht wieder mehr in die Richtung des Openers und legt somit härtetechnisch wieder eine Schippe drauf. Trotz meines vorhandenen Sympathiebonus und der harten Arbeit, die JOHN auch in diese EP gesteckt hat, muss ich mich mit den Punkten zurück halten. Zu viele Kritikpunkte sind mir in den 24 Minuten diesmal aufgefallen. Ich empfehle daher erstmal zur "Southern Paradise " zu greifen und sich damit ein Bild eines ansonsten vielversprechenden Musikers zu machen.

Markus

Sonntag, 20. September 2015

Joe Bonamassa - Live At Radio City Music Hall

Band : Joe Bonamassa
Album : Live At Radio City Music Hall
Spielzeit : CD 76:13 Min. + DVD 105:46 Min.
Plattenfirma : Provogue / Mascot
Veröffentlichung : 25.09.2015
Homepage : www.jbonamassa.com

Wertung : 10 von 10

Trackliste CD:
  1. I Can't Be Satisfied
  2. One Less Cross To Bear
  3. Living On The Moon
  4. I Gave Up Everything For You, 'Cept The Blues
  5. Dust Bowl
  6. Trouble Town
  7. Still Water
  8. Different Shades Of Blue
  9. Happier Times
  10. Never Give All Your Heart
  11. Hidden Charmes
  12. Love Ain't A Love Song
  13. So, What Would I Do ?
Trackliste DVD:
  1. Bite The Big Apple
  2. Dust Bowl
  3. Trouble Town
  4. Still Water
  5. Different Shades Of Blue
  6. The Huckleberries - Introducing The Acoustic Band
  7. Black Lung Heartache
  8. Happier Times
  9. Never Give All Your Heart
  10. Hidden Charmes
  11. Living On The Moon
  12. I Can't Be Satisfied
  13. Double Trouble
  14. One Less Cross To Bear
  15. Love Ain't A Love Song
  16. Introducing The Electric Band
  17. "Happy Birthday Mom"
  18. I Gave Up Everything For You, 'Cept The Blues
  19. So, What Would You Do ?

Ja, er ist es. Er ist der neue Musik-Messias. Der die Massen begeistert, die Hallen füllt und die fette Kohle macht. Den die wahren Bluesfans disliken, weil er den Blues verrät mit seinem Veröffentlichungswahn, mit seiner überlegenen Arroganz, seinem schicken Anzug und seinem ganzen Erfolg. Wie ätzend muss das sein für diese Leute, denn deutlich mehr Musikhörer lieben Joe Bonamassa aus gutem Grund. Sie lieben einen der Besten, wenn nicht gar den Besten im großen Rund der Musik-Giganten. 

Bonamassa selbst wird das immer noch völlig egal sein, er will ja sowieso nur Musik machen. Und bringt dieser Tage sein (zählt man Tour De Force nicht als Vierfach-, sondern Einzelalbum) sage und schreibe ACHTES Live-Album heraus. Mit 28 Jahren wohlgemerkt. Davon abgesehen stellt er eine massive Bereicherung für unsere Musikszene dar. Mahalia Barnes, Beth Hart, Rock Candy Funk Party, Black Country Communion lauten die Namen seiner Projekte, von "kleineren" Auftritten auf Platten von Sandy Thom, Pushking, Leslie West, Tommi Bolin, James Cotton, Johnny Winter, Jimmy Barnes und vielen anderen ganz zu schweigen. 

Bonamassa hier, Bonamassa da...Hype oder verdienter Ruhm ?

Ich hatte im September letzten Jahres das Vergnügen, Joe Bonamassa zu sehen. Die ausverkaufte Halle Münsterland strömte schon weit vor Showstart eine selten erlebte Atmosphäre aus. Die Leute drängelten sich um das auf der Bühne präsentierte Arsenal verschiedenster Instrumente in der Erwartung, den Hauptact und seinen Support in einer Person zu sehen. Das war schon weit vor der Show etwas ganz Besonderes. Hinzu kam, daß ein akustischer-, und ein elektrischer Showteil angekündigt war. Es wurde ein unvergesslicher Abend...

Halle Münsterland, 29.09.2014, kurz vor der Show

Und als wäre es Gestern gewesen, bringt Live At Radio City Music Hall das erlebte Konzert exakt auf den Punkt. Nicht Münster aber fast ;-). 23./24. Januar 2015, im Herzen von Manhattan, New York. Joe Bonamassa, gebürtiger New Yorker, erfüllt sich einen langgehegten Traum und spielt zwei aufeinanderfolgende Shows in der altehrwürdigen Konzertarena, die viele Stars gesehen hat. Und nun reiht sich Joe Bonamassa in die Riege der Größten ein. Frank Sinatra, Ella Fitzgerald, B.B.King, Ray Charles, Liza Minelli...um nur die bekanntesten zu nennen. 

Ihm selber lag einiges daran: "I am extremely honored by a lot of things in my career, but honestly, as a born New Yorker, getting the opportunity to play the world s premier concert theater will always be something I look back on and cherish. Thank you to the ten thousand people that came out over those two nights. It was a great honor"

Wir sehen einen hochmotivierten Ausnahmemusiker, der weiss was er seinen zahlenden Gästen zu bieten hat, der mit Herz und unfassbar viel Talent gesegnet, einen Mix aus Klassikern und vorher nie dargebotenen Songs präsentiert. Mit One Less Cross To Bear und Still Water (grandios) sind gar zwei ganz neue Songs zu hören. Doch was wäre ein Joe Bonamassa ohne die Spitzenmusiker, Techniker und weiteren Hilfskräfte bis hin zur Bekleidungsassistentin (die ihm auch die Hemden bügelt), die ihm stets zur Seite stehen ? Dann der riesige Fundus erlesener Songperlen, auf die der Mann zurückgreifen darf, welche Vielfalt verschiedener Stimmungen er so umsetzen kann. Hört Euch nur Still Water an, mir kommen die Tränen, wenn ich daran denke, wie mich der Song wohl ergriffen hätte, wenn er ihn in Münster gespielt hätte. 

Die ständigen Rufe von wegen Ausverkauf oder sonnenbebrillter Arroganz interessieren mich da ehrlich gesagt herzlich wenig. Bonamassa macht, daß Funken springen, daß die großen Jungs ihre Mädels in den Arm nehmen und die Menge eine schöne Zeit hat. Vor allem aber tut er dies auf allerhöchstem Niveau. In der Hoffnung dass er dies noch sehr sehr lange durchzieht, schaue ich mir noch schnell die 45-Minütige "Joe Bites The Big Apple - Behind The Scenes" - Zugabe an, sehe einen ergriffenen Joe, dessen Eltern ihrem Sprössling Backstage die antike Trompete und ein altes Bandfoto des Urgroßvaters überreichen. Ich erfahre, dass die Bonamassas seit mehreren Generationen im Musikbusiness aktiv waren und stelle fest, wieviel Gegenwert Live At Radio City Music Hall den Fans und solchen, die es werden wollen, bietet.

Genug erzählt, ich habe fertig. 10 Points.


Bernd

Samstag, 12. September 2015

Lynch Mob - Rebel

l



Band: Lynch Mob
Album: Rebel
Spielzeit: 51:45 min.
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 21.08.2015
Homepage: https://www.facebook.com/LynchMobBand?fref=ts

  
WERTUNG: 6 von 10



 
 
Tracklist:

01. Automatic Fix
02. Between the Truth and a Lie
03. Testify
04. Sanctuary
05. Pine Tree Avenue
06. Jelly Roll
07. Dirty Money
08. The Hollow Queen
09. The Ledge
10. Kingdom of Slaves
11. War



George "Schorsch" Lynch war ja in den letzten Jahren ein äußerst vielbeschäftigtes Kerlchen. Sei es jetzt Projekte als "KXM" mit Doug Pinnick oder "Sweet/Lynch", aber auch mit Guitar Clinics war er viel unterwegs. Die Rechnungen wollen ja auch bezahlt werden.

Trotz der Vielzahl der Projekte und seines nach wie vor famosen Gitarrenspiels war jedoch ein richtiger Knaller für mich leider nicht dabei. Daran ändert auch "Rebel", die neue Scheibe seiner Hauptband Lynch Mob, leider nichts.

War "Sweet/Lynch" noch auf traditionellen Melodicrock ausgerichtet so ist die neue Lynch-Mob-Scheibe eine Mischung aus bluesigem Heavy Rock mit modernen Untertönen.

Mein Hauptkritikpunkt an der CD ist die doch über weite Strecken vorherrschende immer gleiche Tempoführung der Songs, die sich meist im Midtempobereich bewegen und über weite Strecken auch nicht wirklich aufregende Refrains bieten.

Wird ab und an doch einmal aus dem sehr engen rythmischen Konzept ausgebrochen, sind gleich entsprechende Höhepunkt vorhanden, welche leider doch zu selten geboten werden.


Doch im Einzelnen:
Zum Opener "Automatic Fix" gibt es ein gelungenes Video (siehe unten). Der Song gibt die Marschrichtung vor, die die nächsten 50 min aus den Lautsprechern dröhnen wird: Midtempo, der gutklassige Gesang von Oni Logan und doch ein eher trister Refrain. Nicht gerade der Stoff aus dem Legenden gemacht werden. "Between the Truth and The Lie" schlägt in die selbe Kerbe, groovt jedoch bei Weitem besser.
Spätestens jetzt wäre Zeit gewesen für einen Tempowechsel, doch mit "Testify" folgt der nächste zähe Track, der zudem noch fast ohne jeglichen Refrain auskommt. Reichlich unausgegoren das Ganze und eher wie eine Jamsession wirkend. Leider langweilig.

Mit "Sanctuary" wird endlich das Tempo angezogen. Das Stück wäre als Opener viel besser aufgehoben gewesen als erst an vierter Stelle.

Ein Coverdale-artiger Schrei eröffnet die nächste Midtempo-Heavy-Blues-Nummer namens "Pine Tree Avenue", die tatsächlich etwas an Whitesnake erinnert, der Refrain kommt sehr cool aus der Hüfte. Letztlich einer der besseren Stücke auf "Rebel".

"Jelly Roll" kann man leider wieder nur als Füller werten, klar stimmt das Riffing und der Gesang ist klasse, aber der Song ist ziemlich einfallslos und austauschbar. Bei "Dirty Money", der (welch Überraschung) sich auch im üblichen Tempobereich bewegt, ist wenigstens der Refrain als gelungen zu bezeichnen. Warum man einen Sänger wie Mr. Logan jedoch mit verfremdeten Vocal-Effekten unterlegt, erklärt sich mir nicht wirklich. Reichlich überflüssig und eher gezwungen auf modern getrimmt.

"The Hollow Queen" ist auch nicht wirklich ein Burner, der Song führt irgendwie ins Nirvana ohne positiv oder negativ aufzufallen. Tempo? Ich schreibe es lieber nicht, denn ihr wisst es bereits.

Mit "The Ledge" ist dann die einzige Ballade am Start, die jedoch recht gut ausgefallen ist und endlich auch über einen Refrain verfügt, den man sich einprägen kann. Auf der Habenseite zu verbuchen!

Kaum ist diese Highlight verklungen so ist wieder Tristesse angesagt, "Kingdom of Slaves" ist zäh wie Lava und erneut nur ein Füllsong, der mir wirklich nichts gibt und die Skiptaste herausfordert. 

Leider typisch für die Scheibe ist , dass man den besten Track mit "War" am Schluss versteckt hat. Ein treibender Song mit abwechslungsreicher Gitarrenarbeit und einen gelungenen Refrain. Mehr von der Sorte und "Rebel" wäre ein wirklich gutklassiges Album geworden.

So herrscht auf "Rebel" leider oftmals große Langweile, was auch die äußerst gute Produktion und die instrumentalen Fähigkeiten der Protagonisten nicht mehr herausreissen können. Übrigens ist auch Jeff Pilson am Bass vertreten, so dass wir es damit mit 50% Dokken zu tun haben. Deren Reunion -Scheibe (die sicher irgendwann einmal kommen wird) sollte aber besser als "Rebel" sein.

Mehr wie 6 Punkte ist aufgrund der oben angesprochenen Mängel leider nicht wirklich drin. Schade.....


Martin


Sonntag, 6. September 2015

Thundermother - Road Fever


Band: Thundermother
Album: Road Fever
Spielzeit: 30:28 min.
Plattenfirma: Despotz Records
Veröffentlichung: 04.09.2015
Homepage: www.thundermother.com

 

WERTUNG: 8 von 10


Tracklist:

1. It's Just A Tease
2. FFWF
3. Alright Alright
4. Deal With The Devil
5. Give Me Some Light
6. Roadkill
7. Enemy
8. Vagabond
9. Thunder Machine
10. Rock'N'Roll Sisterhood



Die Schweden sind doch immer für eine Überraschung gut, zumindest im Rock-Bereich. Und so flatterte mir unlängst die zweite Scheibe der All-Girl-Band THUNDERMOTHER auf den Tisch. Und im Nachhinein muss ich sagen, dass es schade ist, dass ich das Debüt der Schwedinnen "Rock N Roll Disaster" 2014 übersehen habe. Denn die Mädels um Fronterin Clare Cunningham und Gitarristin Filippa Nässil ziehen ordentlich vom Leder. Auf den Spuren von Bands wie alten AC/DC (zu Bon Scott Zeiten), BULLETT oder auch AIRBOURNE rocken sich die Fünf durch knapp über 30 Minuten. Dreckig, laut und kompromisslos. 


Bereits der Opener "It's Just A Tease", der auch als Video und Single veröffentlicht wurde, zeigt vielen Möchtegernrockern wo der Hammer hängt. Wer reinhören möchte, das Video ist unter dieser Rezi zu finden. Meist bleiben THUNDERMOTHER unter der magischen 3-Minuten Grenze und machen nach den Regeln des australischen Riff-Rock alles richtig. Allerdings verpassen Sie es auch dem Ganzen etwas stärker eine eigene Note zu geben. Das sei aber auf Grund der immensen Energie und Spielfreude verziehen. Denn für jede laute Party ist "Road Fever" bestens geeignet. Die Refrains zünden, die Füße zucken mit und spätestens beim dritten Durchlauf ertappt man sich dabei bereits mitzugröhlen (je nachdem, wie hoch der Alkoholpegel mittlerweile ist). 

Neben dem Opener stechen in meinen Ohren besonders das treibende "Roadkill" hervor und der längste Song des Albums "Thunder Machine", bei dem die Schwedinnen (inkl. der nach Schweden ausgewanderten britischen Frontfrau) das Tempo etwas drosseln. Allerdings tut diese Geschwindigkeitsreduzierung zu diesem Zeitpunkt auch richtig gut und lässt mich etwas Luft holen. Schlechte Songs finde ich auf "Road Fever" zum Glück keinen einzigen. Allerdings erreichen die meisten Stücke auch noch nicht ganz das Hitpotenzial der großen Vorbilder wie AC/DC oder AIRBOURNE. Doch besonders live dürften THUNDERMOTHER ordentlich Ass kicken, wenn ich das mal so Denglisch ausdrücken darf. 

Ich kann euch die Scheibe daher wirklich ans Herz legen. Lediglich die etwas sehr kurze Spielzeit etwas etwas üppiger ausfallen können. Auf der anderen Seite ist no filler but killer immer noch besser als so manches künstlich in die Länge gezogene Album. Ganz starke 8 Punkte. Auch wenn ich das Cover der Scheibe eher unter schwach einordnen möchte, um noch einen allerletzten Kritkpunkt los zu werden. Doch jetzt wird abgerockt! 

Markus


 

Freitag, 4. September 2015

Mad Max - Thunder, Storm And Passion


Band : Mad Max
Album : Thunder, Storm And Passion
Spielzeit : 52:55 + 41:59 Min.
Plattenfirma : Steamhammer / SPV
Veröffentlichung : 28.08.2015
Homepage : www.madmaxofficial.de

Wertung : 7 von 10

Trackliste :
  1. Fly Fly Away
  2. Losing You
  3. Rolling Thunder
  4. Thoughts Of A Dying Man
  5. Never Say Never
  6. Lonely Is The Hunter
  7. Stormchild
  8. Heroes Die Lonely
  9. Burning The Stage
  10. Wait For The Night
  11. Night Of Passion
  12. Heart's On Fire
  1. Burning The Stage
  2. Night Of Passion
  3. Rolling Thunder
  4. Wait For The Night
  5. Lonely Is The Hunter
  6. Never Say Never
  7. Thoughts Of A Dying Man
  8. Fox On The Run

Münster liegt ja gerade mal eine halbe Stunde entfernt von mir, und da denkt manch einer vielleicht es wäre naheliegend, sämtliche Werke der Münsteraner Mad Max in- und auswendig zu kennen. Rollin' Thunder und Stormchild, die beiden Platten aus der Frühphase ('84,'85) der Band, die ich nach dem Willen meines damaligen Berufsschul-Kollegen "unbedingt und sofort kaufen" musste, gehörten auch jahrelang zu meiner Sammlung, danach verlor ich die Jungs aber aus den Augen.

Der melodiöse Metal, für den Mad Max standen (und stehen), hatte es mir dann doch nicht so sehr angetan, "Poserkacke" war das damals für Thrash Metal Fans. Dennoch sind viele gute Songs hängengeblieben, Rollin' Thunder habe ich mir neulich denn auch nachgekauft. Als ich dieser Tage las, dass die Jungs die besten Stücke ihrer Alben Rollin' Thunder, Stormchild und Night Of Passion neu eingespielt haben, war im Grunde klar dass ich da mal reinhören sollte.

Thunder, Storm And Passion kommt im Doppelpack, auf der ersten CD gibt es erwähnte Klassiker, CD2 bietet ein klasse Konzert des Bang Your Head Gigs aus dem Jahre 2014.


Die Frage bei Neueinspielungen ist ja, was sich Band und Käufer davon versprechen. Ich habe durchaus ein wenig schlucken müssen als ich Sänger Michael Voss nach so langer Zeit wiedergehört habe und er mit seinen ersten, deutlich rauheren Tönen in Fly Fly Away oder Rolling Thunder einstieg. Es liegen immerhin satte 31 Jahre zwischen Original- und Neuaufnahme, was man seiner Stimme deutlich anhört. Ich meine das aber überhaupt nicht negativ, denn Voss kann es immer noch, ich finde ihn heute nicht schlechter als früher. Eben anders. Ich schwelge denn auch schnell in alten Zeiten, als ich Mad Max in meinem alten Audi80 aufgedreht habe. Fans werden sowieso zugreifen und wer die Jungs um Gitarrist und Bandgründer Jürgen Breforth bisher noch nicht kennt, kann hier einen schönen Einstieg finden. Ausserdem sollte man die Augen offen halten, vielleicht finden sich die alten Originalplatten ja noch irgendwo, da lohnt der Zugriff nämlich auf jeden Fall.
Mein ewiges Highlight, Thoughts Of A Dying Man habe ich auch in dieser Version als echte Perle ausgemacht und mit den letzten vier Tracks die Höhepunkte des mir unbekannten vierten Albums Stormchild kennengelernt. 

Selbst wenn es Mad Max nicht ganz an die Spitze der deutschen Metalbands geschafft haben, woran auch immer das gelegen hat, möchte ich sagen: An der Qualität ihrer Musik hat es nicht gelegen.

Ich darf Mad Max gratulieren, die Aktion hat sich gelohnt. Dazu gibt es eine zweite CD, die einen knackigen Live-Mix der Mad Max Classics enthält, plus dem The Sweet Cover und damaligen Hit Fox On The Run (wurde übrigens seinerzeit auf einer tollen Picture Disc angeboten, die ich leider ebenfalls verscheuert habe...).

Leute, nehmt Euch einfach mal einen Moment Zeit und hört in Thunder, Storm And Passion rein. Wer auf Bands wie Dokken, Bonfire oder von mir aus auch Bon Jovi steht, liegt hier garantiert richtig.


Bernd Fischer