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Band: Toxic Rose Album: Toxic Rose Spielzeit: 23:26 min. Plattenfirma: Rock It Up Records (New Music Distribution)
Veröffentlichung: 07.12.2012 Homepage: http://www.toxicrose.org/
Wertung: 7 von 10
Tracklist:
1 A Song For The Weak 2 Set Me Free 3 Follow Me 4 Black Bile 5 Fear Lingers On
Man muss sich schon langsam wundern, wie viele Glam und Sleaze Bands es anno 2013 immer noch bzw wieder gibt. Auch wenn ich doch oftmals bei den Outfits der entsprechenden Truppen schmunzeln muss und ich ihnen gerne mal beim Schminken, Auftoupieren der Haare etc. zusehen würde, letztlich zählt unterm Strich die Musik und nicht das (manchmal doch etwas lächerliche) Image. Bei Toxic Rose aus Schweden ist da grundsätzliches alles im mittleren bis oberen Bereich. Die Ep der Jungs ist ein Vorgeschmack auf den in 2013 erscheinenen Longplayer und lässt auf ein gutes Langeisen hoffen. "A Song For The Weak" ist alles andere als "weak", ein schneller treibender Rocker, gut produziert und mit einem unwiderstehlichen Chorus ausgestattet. Was der Truppe gut steht sind die manchmal dezenten manchmal aber auch im Vordergrund stehenden Keyboards. Nicht immer üblich im Sleaze-Bereich. "Set Me Free" (kein Sweet-Cover) kann das gute Niveau einigermaßen halten. Etwas an Mötley Crüe zu rotzigeren Zeiten erinnernd rockt das Stück ebenfalls leicht metallisch angehaucht vor sich hin. "Follow Me" ist etwas langsamer aufgebaut, hat aber auch einige Tempowechsel. Insbesondere die Chorgesänge haben die Jungs sehr gut hinbekommen. "Black Bile" fällt etwas ab, weil hier auch insbesondere der Schwachpunkt der Band deutlich wird und das ist der an manchen Stellen an "Winz" Neal erinnernde Leadgesang, der bereits im Studio etwas arg dünn klingt (besonders wenn es in höhereRegionen geht): Dieser klingt auf "Black Bile" etwas krumm und haarscharf am Ton vorbei. Der Chorgesang rettet den Song aber vor dem Schiffbruch. "Fear Lingers On" beendet die EP so, wie sie angefangen hat, nämlich mit einem melodisch-flotten Rocker. Neben dem Leadgesang sollten die Herren noch etwas an der Abwechslung arbeiten. Die Songs sind doch weitgehend nach dem gleichen Strickmuster aufgebaut. Was schon bei einer 5-Track-EP auffällt kann bei einer regulären Longplay-CD durchaus nach hinten losgehen, sprich langweilig werden. Das wünsche ich den Schweden aber weissgott nicht und hoffe auf eine Killer-Scheibe. 7 Punkte hat die selbstbetitelte EP auf jeden Fall verdient. Man darf gespannt sein.
Nachfolgend das gelungene Video zu "A Song For The Weak" - Mötley-meets-Kiss-meets-WASP.
Band: Ashes You Leave Album: The Cure For Happiness Spielzeit: 49:20 min. Plattenfirma: Rock N Growl Records Veröffentlichung: 29.11.2012 Homepage: www.ashesyouleave.org
WERTUNG: 7 von 10
Tracklist: 1. Devil In Disguise 2. Only Ashes You Leave 3. For The Heart Soul And Mind 4. The Ever-Changing 5. Meant To Stray 6. Summers End 7. Reality Sad 8. The Cure 9. ...For Happiness
Bereits seit 1995 macht die kroatische Gothic Doom Metal Band ASHES YOU LEAVE den Balkan unsicher. Beeinflusst von Doom Metal Bands wie MY DYING BRIDE enstand 1998 deren Debüt "The Passage Back To Life" auf dem kleinen Morbid Records Label. Nach drei weiteren Alben dort wechselte man nach einer längeren Pause zu Sleaszy Rider Records, wo 2009 "Songs Of The Lost", der Vorgänger zum hier besprochenen Werk erschien. Doch genug in der Vergangenheit gewühlt, auf das aktuelle Album kommt es an.
Mit der italienischen Sängerin Giada “Jade” Etro hat man nun einen wichtigen Neuzugang an Bord, die nicht nur mit ihrer gesanglichen Präsenz für einige Akzente sorgen kann. Denn ihre Feuertaufe als Sängerin besteht sie auf "The Cure For Happiness" mit Bravour. Bereits beim Opener "Devil In Disguise" schafft sie es zerbrechlich und trotzdem stark zu klingen. Ein über 6 Minuten langes Stück, das stark an alte CREMATORY erinnert, wie es überhaupt den Anschein hat, dass die aktuellen Entwicklungen im Gothic Metal Bereich Kroatien links liegen haben lassen, denn "The Cure For Happiness" ist richtiggehend altmodisch und erinnert stark an die Hochphase in den 90er Jahren. Auch das folgende "Only Ashes You Leave" kann gefallen, auch wenn zwischendurch leichte Längen im Songwriting auszumachen sind, die sich durch das gesamte Album ziehen. Manches Mal kommen ASHES YOU LEAVE nicht rechtzeitig auf den Punkt.
Die ersten Doom Einflüsse höre ich dann endlich bei "For The Heart Soul And Mind", aber auch hier nur ganz dezent. Als letzten Anspieltipp könnte ich euch noch "Meant To Stray" nennen, welches sämtliche Stärken der Kroaten vereint. Denn auch wenn keine Ausfälle zu finden sind, die ganz großen Hits fehlen leider auch hier. Besonders wenn man die 7 Minuten Grenze sprengt wie bei "Summers End" plätschert die Scheibe nur noch vor sich hin ohne groß zu stören, aber auch ohne aufhorchen zu lassen.
Als Fazit kann ich trotzdem sagen, dass ASHES YOU LEAVE ein ordentliches Album gelungen ist, dass vielleicht manchem den Split von CREMATORY vergessen lässt und zumindest für ein schönes Gefühl in Richtung "Ach ja, die 90er Jahre - schön wars" erzeugt.
Band: Sapphire Eyes Album: Sapphire Eyes Spielzeit: 48:10 min. Plattenfirma: Avenue Of Allies
Veröffentlichung: 30.11.2012
Homepage:www.facebook.com/Sapphire-Eyes
Wertung: 9 von 10 Tracklist:
1. You're My Wings 2. I Want You To See Me 3. Only Feel Love 4. This Love This Time 5. Change Of Heart 6. Can't Find The Words 7. When Love Comes Alive 8. A Man The World Can Do Without 9. Someone Like You 10. Lay Down In My Arms
Die Skandinavier wieder! Es gibt wohl kein weiteres Fleckchen auf der Erde, welches so viele hochkarätige, melodische Rockformationen hervor gebracht hat, wie dieses, nordeuropäische Gebiet. Und fast jeden Monat kommt eine weitere, talentierte Band dazu, so dass es fast den Anschein hat, als ob die Quelle, welche die erstklassigen Musiker/Songwriter ans Tageslicht befördert, wohl nie versiechen wird. Zu diesen gehört auch das schwedische Duo Niclas Olsson und Thomas Bursell. Nagut, ganz so unbekannt sind der Keyboarder (ALYSON AVENUE, SECOND HEAT) und der Sänger (SECOND HEAT) jetzt nicht, da sie sich schon, seit ettlichen Jahren, in der AOR/Melodic Rock Szene tummeln. SAPPHIRE EYES ist ihr gemeinsames, lupenreines, AOR Projekt, welches Anhänger, der sanfteren Rock Variante, schlichtweg begeistern wird. Olsson und Bursell decken das komplette AOR Repertoire ab und überzeugen durch starkes, mitreißendes und abwechslungsreiches Material.
Die beiden Herren verfügen über kein Geheimrezept, welches dafür sorgt, dass das Debüt so facettenreich geworden ist, sondern vertrauen auf ihr Können als Sänger, Musiker und Songwriter. Dies ist aber nicht alles. Sie verpflichteten gleich 3 Sänger und 2 Sängerinnen, die durch ihre Gesangseinlagen für genügend Abwechslung garantieren. Mikael Erlandsson (LAST AUTUMN'S DREAM, Gesang bei "You're My Wings" "Can't Find The Words"), Mike Andersson (CLOUDSCAPE, Gesang bei "A Man The World Can Do This"), Anette Olzon (Ex-ALYSON AVENUE + Ex-NIGHTWISH, kurzen Gesangspart bei "This Love This Time" und sorgt für Backings) und Bandkollegin Arabella Vitanic (ALYSON AVENUE, sorgt für Backings) drückten sich das Aufnahmemikro in die Hand. An den Instrumenten halfen unter anderem: der überall präsente SVEN LARSSON (u. a. LIONVILLE, STREET TALK), Mikey K. Nilsson (NASTY IDOLS) und Rik Priem (FROZEN RAIN).
"Sapphire Eyes" ist mit einer genretypischen Produktion ausgestattet worden und klingt spritzig frisch und unbekümmert. Das sowohl Sänger, Gastsänger/innen und Musiker einen phantastischen Job erledigt haben, ist wohl keine so große Überraschung ;-).
Songwriter Niclas's Qualitäten sind unbestreitbar, aber teilweise musste ich schon schmunzeln, denn er vollzieht einen kompositorischen Drahtseilakt. Das sehr eingängige, an manchen Stellen schon hymnenhafte Material, steckt voller guter Ideen und Melodieführungen ... dann strauchelt er aber, d.h. er kratzt ganz kurz, aber dafür kräftig an der Schwelle zum Kitsch und überladenen Pomp, fängt sich bei den nächsten Nummern aber wieder und liefert, wie man es von ihm gewohnt ist, weitere erstklassige Ohrwürmer ab.
Gleich der Opener "You're My Wings" entpuppt sich als eine tolle, keyboardlastige Nummer mit viel Melodie und Gefühl für ein granatenstarkes Songwriting. Genauso muss AOR klingen! Das folgende "I Want You To See Me" schließt nahtlos an die Klasse des Vorgängers an. Auch hier steht das Tasteninstrument ganz klar an erster Stelle und dennoch kann man die gute Gitarrenarbeit schön heraushören. Das SAPPHIRE EYES durchaus - ihren Verhältnissen entsprechend - abrocken können, beweisen sie auf dem sehr souveränen Rocker "This Love This Time". Frau Olzon's feine Gesangseinlage steht im Gegensatz zum Organ von Thomas und dies macht die Nummer noch schmackhafter. Einen wunderschönen Song ist den Herren mit "When Love Comes Alive" gelungen. Ich finde Bursell's Tonlage einfach nur geil und passt perfekt zum sehr eingängigen Track, der über ein absolutes Hitpotential verfügt. Alleine Refrain und die superben Backings lassen einen wohligen Schauer über meinen Rücken laufen! Souveränes Stück! Das von Mike Andersson eingesungene "A Man the World Can Do Without" ist wieder ein packender, flotter AOR Rocker und mein persönliches Hookline-Monster. Der Gesang und Chor sind so verdammt stark ausgefallen und dürfte, fast die gesamte Konkurrenz, vor Neid, verstummen lassen. Man bekommt von der Instrumentierung nicht viel mit - außer dem tollen Gitarrensolo - da man, von diesen sensationellen Vocals, in den Bann gezogen wird.
AOR Fans kann ich den Kauf nur wärmstens empfehlen. "Sapphire Eyes" ist ein außerordentlich feines Scheibchen geworden, welches durch frische, tolle, eigenständige Kompositionen und der Leistung, von den erstklassigen Sängern/innen und Musikern, brilliert!
Wer gerne Scheiben von Foreigner, Survivor und Journey auflegt, sollte unbedingt das Album haben!
Hier gilt: Kaufempfehlung!
Von meiner Seite gibt es, für diese AOR Sahneschnitte, edle 9 Punkte.
1. Back To The Future 2. Our Dreams 3. Cry For Love 4. Don't Give Up 5. Stay 6. My Rose 7. Danger Games 8. Doesn't Feel Like Love 9. In My Arms (Tonight) 10. The One 11. Fallen Angel
Die ultimativen "Kings of AOR/Melodic Rock" sind und bleiben HOUSTON und es gibt keine andere Band, welche den beiden Jungs, seit deren Debüt Veröffentlichung 2010, gefährlich werden konnte. Letztes Jahr sind zwar ein paar gute Scheiben veröffentlicht worden, aber leider auch viel durchschnittliches. Zu viele musikalische, halbwarme Fürze wurden abgefeiert, als hätten wir es mit den Rettern des AOR/Melodic Rock zutun. Es wird Zeit, dass die beiden Schweden mal wieder die Keule kreisen lassen! Es gibt einfach keine Band, die annähernd deren Klasse erreicht ... außer ...
ZweiBrüder, die so jung sind, dass sie für jedes neu gewachsene Schamhaar eine Willkommens-Party geben. Christoffer und Felix Borg haben bereits, im August/September 2012, das selbst betitelte Debüt veröffentlicht und aufgrund der dargebotenen Klasse ganz schnell einen Deal mit AOR Heaven ergattert. Das musikalische Geschwisterpaar firmiert unter den geschmackvollen Namen TASTE und diesen haben sie auch. Ihre Vorliebe für britischen und skandinavischen AOR/Melodic Rock können sie nicht abstreiten, aber was die Band vom Rest der Genrebegleiter unterscheidet ist die Tatsache, dass sie wirklich sehr starke, eigenständige Ideen phantastisch/songdienlich verpacken und alle positiven Eigenschaften ihrer Idole, vorbildlich, zielsicher und erschreckend souverän umsetzen.
Eigentlich wurde die Band als ein Side-Project gegründet, da die Jungs eigene Bands am Start hatten, in denen sie musizierten. Gott sei Dank haben sie sich entschlossen TASTE ernsthafter zu betreiben und haben gleich eine Menge erstklassige Tracks komponiert, welche sich jetzt auf dem Debüt befinden. "Taste" ist ein DIY Album und wurde von ihnen komplett, im Alleingang, eingespielt. Christoffer war für den Gesang und Gitarre zuständig und Brüderchen Felix sorgte für die Schlagzeug- und Percussion-Parts. Die Instrumente Bass und Keyboard teilten sie sich auf. Erst vor ein paar Tagen - kein Scherz!!! - stießen die Musiker Mats Lindgren - Bass (Announcement via Facebook erfolgte am 18. Dezember 2012) und der 19 jährige Simon Woss - Keyboard (Announcement via Facebook erfolgte am 31. Dezember 2012) zur Formation.
Die wirklich ordentliche Produktion erfolgte durch Christoffer und lässt mich, mit weit geöffneter Kauleiste, nur noch staunen. Wie kann es möglich sein, dass ein junger Bursche eine so ordentliche, glasklare und dazu noch druckvolle Produktion hinbekommen kann und manch renommierter Producer/erfahrener Musiker, eher mit einem durchwachsenen Endresultat, den Zuhörer, langweilt und nervt? Hut ab - well done!!!
Es ist schon fast albern zu erwähnen, dass die Herren Borg erstklassige Musiker sind, die ein sensationelles Händchen für das Komponieren von 1A AOR/Melodic Rock Nummern besitzen. Das ultramelodiöse Material, welches durch ein abwechslungsreiches Gitarren- und Keyboardspiel, originellen Songmotiven und Chrisoffer's warmer, glasklarer Stimme lebt, ist auf einem atemberaubend hohen Level! Die Herren haben ein perfektes Verständnis für melodische Songstrukturen und hauen uns ganz selbstsicher, elf intelligente, eigenständige, ohrwurmverdächtige und abwechslungsreiche Perlen um die Ohren. Den einzigen Mini-Vorwurf, den sich das Duo gefallen lassen muss, ist dass sie beim Schreiben zukünftig vermeiden sollten, die Refrains zu häufig zu wiederholen ("Our Dreams" und "Cry for Love" sind dafür gute Paradebeispiele). Das ist aber nur mein ganz persönlicher Geschmack und schwächt das Können, der beiden Musiker, zu keinen Moment ab. Es ist wahrlich nich oft der Fall, dass mich ein Album/Material, aus diesem Genre, so schwer begeistert hat. Es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf und ich kann mich einfach nicht satthören.
Das wummernde und Gitarren-lastige Intro "Back To The Future" eröffnet den Reigen und läßt schon einmal gut durchschimmern, was die beiden Kollegen, an der instrumentalen Front, zu bieten haben. Anschließend startet die absolute AOR-Geilerei! "Our Dreams" zeigt das Duo von ihrer melodiös rockenden Seite, mit einer herrlich dominierenden Gitarrenarbeit und einem tollen Solo. Wie weiter oben schon erwähnt, wird mir der Refrain ein bisschen zu oft wiederholt. Ansonsten ist der Track ein starker Einstieg. "Cry For Love" ist ein Tasten-Plüscher, mit starken Hooklines und einen ins Ohr einbrennenden Refrain. Die Keyboardeinsätze strotzen nur so vor Vielseitigkeit und Bruder C. bekommt noch einen Moment für sich, um zu zeigen, was er an der Sechssaitigen alles kann. Die lockeren "Don't Give Up" und "Stay" gehen sofort ins Ohr. Das Verhältnis zwischen Tasten-und Saiteninstrument ist ausgeglichen, das Schlagzeugspiel sehr facettenreich und dazu kommt Christoffer's warmes Organ. Passt zu 100% alles zusammen! Tolle AOR Rocker! Es folgt ein zweiter Tasten-Plüscher in Form des formidablen "My Rose". Die intelligente und abwechslungsreiche Melodieführung ist einfach wunderschön, der Refrain brutalst einprägsam und das charismatische Organ passt ideal. Aber das macht den Song nicht so verdammt hochwertig, sondern es ist das sensationelle Schlagzeugspiel. Ich habe noch nie so ein druckvolles, vielseitiges und dominantes Drumming, bei einer verhältnismäßig ruhigen Nummer, gehört. Meine Begeisterung kennt keine Grenzen ...
Mehr Informationen gibt es jetzt nicht ;-) und falls ich Euch neugierig gemacht habe, rennt, am 18. Januar, in den Plattenladen und hört in das abwechslungsreiche, enorm viele Feinheiten bietende und musikalisch fast perfekt umgesetzte Debütalbum, des Duo's (jetzt Quartett's), rein. "Taste" wird Euch begeistern!
Wer auf FM, den göttlichen GIANT und den Übergöttern HOUSTON abfährt, der muß hier einfach zugreifen!
Ich bin zutiefst, vom Endresultat, beeindruckt und rechne damit, dass am Ende des Jahres - falls HOUSTON nicht doch noch, endlich, in die Pötte kommen - es keine ernsthafte Konkurrenz für TASTE geben wird und sie sich den Titel "AOR Album Of The Year" einheimsen werden.
Ich vergebe brillante 9,5 Punkte - ein bisschen Luft für zukünftige Meisterwerke ;-) - und für die restlichen, melodischen Wegbegleiter - schönen Gruß an die französische und italienische AOR/Melodic Rock Fraktion - gilt: Hört gut zu und lernt wie es richtig geht! Götz
CD: "Shadow Of The Moon" 1. Shadow Of The Moon 2. The Clock Ticks On 3. Be Mine Tonight 4. Play Minstrel Play 5. Ocean Gypsy 6. Minstrel Hall 7. Magical World 8. Writing On The Wall 9. Renaissance Faire 10. Memmingen 11. No Second Chance 12. Mond Tanz 13. Spirit Of The Sea 14. Greensleeves 15. Wish You Were Here 16. Possum's Last Dance
CD: "Under a Violet Moon" 1. Under A Violet Moon 2. Castles And Dreams 3. Past Time With Good Company 4. Morning Star 5. Avalon 6. Possum Goes To Prague 7. Wind In The Willows 8. Gone With The Wind 9. Beyond The Sunset 10. March The Heroes Home 11. Spanish Nights (I Remember It Well) 12. Catherine Howard's Fate 13. Fool's Gold 14. Durch den Wald zum Bach Haus 15. Now And Then 16. Self Portrait
DVD Disc 1: "Blackmore's Night - Shadow Of The Moon - Live in Germany 1997-1998" 1. Shadow Of The Moon 2. The Clock Ticks On 3. Play Minstrel Play 4. St. Theresa 5. Under A Violet Moon 6. Magical World 7. No Second Chance 8. 16th Century Greensleeves 9. Renaissance Faire 10. Writing On The Wall 11. Mond Tanz 12. Be Mine Tonight 13. Memmingen 14. Black Night 15. Man On The Silver Mountain 16. Still I'm Sad 17. Maybe Next Time
DVD Disc 2: "Blackmore's Night - Under A Violet Moon Castle Tour 2000" 1. Written In The Stars 2. Morning Star 3. Renaissance Faire 4. Fires At Midnight (Midnight Acoustic Performance) 5. Possum Goes To Prague 6. Under A Violet Moon 7. Spanish Nights 8. Past Time With Good Company 9. Wind In The Willows 10. March The Heroes Home 11. Gone With The Wind 12. Fires At Midnight (Midnight Acoustic Performance) 13. Now and Then 14. Durch den Wald zum Bachhaus
Wer von euch Gefallen findet an mittelalterlichen Klängen, sich bisher aber zur Anschaffung entsprechender Tonträger nicht durchringen konnte, dem sei The Beginning, eine fein aufgemachte, in plüschigem Violett gehaltene 2CD/2DVD-Box von Ritchie Blackmore und seiner vierten Ehefrau Candice Night alias Blackmore's Night, ernsthaft ans Herz gelegt. Darin enthalten sind nebst zweier DVDs die ersten beiden Alben der 1997 ins Leben gerufenen Mittelalter-Folkrock-Band. "Shadow Of The Moon" (1997) und "Under A Violet Moon" (1999) werden eingefleischte Fans wohl schon ihr Eigen nennen, dem Einsteiger in die Welt der mittelalterlichen Musik bieten beide Platten allerdings ganz besondere Hörgenüsse. Ritchie Blackmore drückt der wunderbar-magischen Musik mit seinem Gitarrenspiel, mal klassisch-rockig, mal vom Flamenco angehaucht, seinen Stempel auf. Gattin (oder sagen wir besser Burgfäulein?) Candice Night, die Blackmore als Rainbow-Fan einst nach einem Autogramm fragte und fortan mit ihm befreundet war, passt dazu wie der Deckel auf den Topf, sie dominiert jeden Song mit ihrer glänzenden Stimme. Natürlich hat die Musik der beiden auf den ersten Blick nicht viel gemein mit der harten Rockmusik, die Blackmore einst geprägt hat, doch bei genauerem Hinhören, und das sagt Blackmore auch im Interview, beinhaltet diese viele Elemtente seiner in der Vergangenheit gespielten Musik, eben ohne harte Gitarren und ohne bollerndes Schlagzeug. Blackmore's Night stellen sicher keinen Anspruch, geschichtlich absolut korrekt zu sein, erinnern aber sehr intensiv an die Musik vergangener Jahrhunderte. In jedem Fall sind sie locker genug um nebenbei gehört zu werden, dabei aber ernsthaft und authentisch genug um nicht kitschig zu wirken. Blackmore und Night verarbeiten traditionelle Songs verschiedener Herkunft ebenso wie sie bekannte Titel covern, achten aber stets darauf, harmonisch und glaubhaft zu klingen, was ihnen übrigens überaus gut gelingt. Titel wie Magical World, Wish You Were Here, besonders aber die Geschichte der Lady "Greensleves" dürften dem einen oder anderen bekannt vorkommen. Mein besonderes Highlight ist das 1975 von Ronnie James Dio (Rainbow) vorgetragene Self Portait. Play Minstrel Play, ebenfalls abgeleitet von einem Traditional, besticht durch den Kurzauftritt von Ian Anderson (Jethro Tull), dessen Querflöte den Song sehr schön aufwertet. Darüber hinaus sticht aber immer wieder Blackmores Gitarrenkunst hervor, mal elektrisch, mal akustisch. Für Gitarristen dürften sicher die instrumentalen Titel Possum Goes To Prague, Memmingen oder Durch den Wald zum Bach Haus von Interesse sein, diese können manch einem ob Blackmores filigranem Spiel als Lehrmaterial herhalten. Zusammenfassend sind beide Alben absolut hörenswert, auf Bonustitel verzichten Mr. und Mrs.Blackmore allerdings, diese hätten die Box für den sammelnden Fan bestimmt noch interessanter gemacht. Besonderes Augenmerk werden langjährige Anhänger der Gruppe deshalb auf die beiden DVDs legen. Diese enthalten, neben bekannten Bildern aus einer TV-Reportage von Michael Stürzenberger, bisher unveröffentlichtes Material. Zum einen Live In Germany 1997-1998 mit interessanten Aufnahmen während einer Probe, die mehr einem gemütlichen Abend am Kaminfeuer ähnelt. Ebenfalls enthalten sind Liveaufnahmen von nicht genauer datierten Konzerten aus den Jahren '97 und '98. Zwischendurch immer wieder Einblendungen in Form eines Interviews mit den Hauptakteuren Ritchie und Candice, die die Entstehung der Formation erklären. Durchaus interessant, Herrn Blackmore und seine bezaubernde Ehefrau etwas näher kennenzulernen. Von Arroganz, die dem ehemaligen Deep Purple- und Rainbow-Gitarristen hartnäckig anhaftet, keine Spur...gesundes Selbstvertrauen scheint der inzwischen 67-jährige aber sehr wohl zu haben. So hat er es stets vermieden, eigene Texte zu schreiben und stattdessen seinen Bandmitgliedern die Kontrolle darüber überlassen. Dafür verlangt Blackmore aber die absolute Alleinherrschaft den musikalischen Teil eines Songs betreffend. Erst Candice Night überredete ihn, zum zweiten Album "Under A Violet Moon" kurze Textideen bis zum fertigen Titelsong auszuarbeiten. Die zweite, "Castle Tour 2000"betitelte DVD bietet im Vergleich zu "Live In Germany 1997-1998" keine revolutionären Neuigkeiten. Wir sehen die Band während eines Auftrittes, nachts am offenen Lagerfeuer zum Song Fires At Midnight in bester Spiellaune, und wieder in einem Interview. Letztlich arbeiten die DVDs die frühen Jahre der Band sehr gut auf, bieten dem nach neuen Informationen lechzenden Fan dann aber doch zu wenig. Ob die ansprechende Aufmachung der Box daran etwas ändern wird, darf bezweifelt werden.
Eins muss man Ritchie Blackmore allerdings lassen. Was er anpackt, bringt er zuende. Nebst gleichbleibend inflationärem Personalverschleiss zieht er musikalisch durch was jahrzehntelang in ihm geschlummert hat. Die Vorliebe für klassische und mittelalterliche Melodien lebt er durch Blackmore's Night aus und wohnt stilgerecht in einem alten Haus im Tudor-Baustil in Long Island, New York. Ich darf an dieser Stelle davor warnen dass die Musik Suchpotential hat. Ich für meinen Teil bin angefixt, somit kann und muss ich der The Beginning-Box bescheinigen, ihren Auftrag erfüllt zu haben...nebst klingender Kasse im 4-Personen Haushalt Blackmore/Night selbstredend.
Die beiden sind mittlerweile Eltern von Autumn Esmeralda, der sie 2010 das Album Autumn Sky widmeten und von Rory Dartanyan, doch das ist eine andere Geschichte...
Abschliessendfällt meine Bewertung der Box absolut positiv aus. Ich möchte betonen dass insbesondere Blackmore's Night-Anfänger hier bedenkenlos zugreifen dürfen. Mehr als vier Stunden bester Unterhaltung für ca. 25,-€ dürften ein guter Einstieg für viele weitere wundervolle Alben der Band sein.
Band: Danger Zone Album: Undying Spielzeit: 50:56 min. Plattenfirma: Avenue Of Allies
Veröffentlichung: 02.11.2012
Homepage:www.dangerzoneweb.com
Wertung: 7,5 von 10
Tracklist:
Undying
I To I
Half A Chance
Paralyzed
Hottest Fire
Falling Up
Desire
Goin´ On
More Heaven Than Hell
Stand Up
The Dreaming
Love Still Finds A Way
Es geschehen doch noch Wunder! Zu dieser Erkenntnis bin ich beim Hören der aktuellen DANGERZONEScheiblette
gekommen. Es gibt kaum italienische Bands die mir gefallen, da sie sich
meistens auf das bloße Kopieren beschränken und/oder das Songmaterial so krampfhaft und künstlich konstruiert wirkt, dass mir jedes Hörvergnügen
abhanden geht. Die Gruppe existiert seit Mitte der '80er, konnte sich
aber nie durchsetzen. 2011 erschien die, eher durchschnittliche,
"Line OfFire" Scheibe, welche zwar ein paar gute Tracks enthielt, aber mich nicht
komplett überzeugen konnte. Nach einem guten Jahr erscheint nun "Undying" und die, aus Bologna stammende, Band hat einen anständigen Schritt in Richtung guten, handmadeAORmeets '80er Heavy Rock gemacht. Die Formation erinnert mich an eine Mischung aus TREAT, SINNER, BONFIRE, DOKKEN und einigen teutonischen Heavy Rock Combo's, die viele Leser nicht mehr kennen dürften. Mir fallen sofort die Namen STEELER (die mit dem Axel, dem Rudi und dem Pell) und DARXON ein. Vielleicht stehe ich mit diesem Vergleich alleine auf weitem Flur, aber umso öfter ich mir die Disc anhöre, umso mehr verstärkt sich dieser Eindruck. Ist ja eigentlich egal, denn hauptsache das Ding geht ab und und kann ordentlich Punkten! Und dies geschieht auf "Undying" teilweise richtig gut! Das Material ist stets melodiös, verfügt aber über genügend Ecken und Kanten, um nicht im Weichspülsumpf zu versinken.
Im Bandgefüge gab es eine Auswechslung am Bass. Der neue Mann, am 4-saitigen Instrument, hört auf den Namen Roberto Galli.
Die restlichen Member waren auch schon auf dem Vorgänger zu hören und sind im Einzelnen:
Die Platte verfügt über einen wahnsinnig fetten und druckvollen Sound.
Dadurch macht das Anhören doppelt soviel Spaß. Eine wirklich sehr geile Tonveredelung
, welche der Gitarrist hier vollbracht hat - Congrats!
Die Musiker haben ein gutes Händchen für ein melodisches und kraftvolles
Spiel. Besonders hervorheben kann man das sehr versierte Gitarrenspiel
von Roberto, der den Songs noch etwas mehr Hardrock-Spirit einhaucht.
Giacomo ist ein wirklich charismatischer Sänger, der den Vergleich mit
einem ClausLessmann und MatSinner nicht zu scheuen braucht, an die sein leicht rauchiges, kraftvolles Organ des öfteren erinnert.
Im Bereich des Songwritings
sind kleine, aber feine Unterschiede, zum Erstling, auszumachen. Das
Material ist zwar generell etwas softer ausgefallen, aber die Songs
wirken einfach runder, nicht mehr so aufgesetzt und verbinden
Melodien mit griffigen Rhythmen. Auch die Refrains sind nicht mehr
platt. Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Großteil der Songs ist
einfach rundum gut geworden und macht die erste Hälfte, des Silberlings, zu einem tollen Album. Leider lässt das hohe Niveau, im Verlaufe der Scheibe, etwas nach.
Mit dem etwas düsteren und getragenen Titeltrack beginnt das Album ordentlich. Ein schöner, melodischer Rocker mit einer sehr guten Gitarrenarbeit.
So richtig möchte sich der Refrain, bei mir, nicht festsetzen, was sich
aber nach dem dritten Durchgang erledigt hatte. Paßt also und macht bock auf die weiteren Songs. Eine etwas kritische Anmerkung habe ich aber noch! Als Starter finde ich die Nummer definitiv deplaziert. Ein rockiger Track hätte sich, eventuell, als bessere Wahl herausgestellt. "I To I" habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Die Musikanten lassen ein sehr kompetentes und kräftiges Heavy Rock Brett los. Gigantelli's Organ passt einfach zum rauen US Hardrock - Song. Erste Sahne,
was die Jungs hier hinbekommen haben! Weiterhin rockig, aber deutlich
zahmer geht es mit dem starken "Half A Chance" weiter. Der Song verfügt über eine grandiose Gitarrenarbeit
und Giacomo pendelt zwischen normalen Gesangs- und
Sprechgesangs-ähnlichen Passagen. Geht absolut flüssig ins Ohr. Mit
"Hottest Fire"
folgt ein leicht stampfender, absoluter Heavy Rock Ohrwurm. Der Gesang
wirkt an manchen Stellen leicht, elektronisch verzehrt, was aber nicht
negativ auffällt, sondern eine kleine Spielerei darstellt und nicht
weiter ins Gewicht fällt. Der Song ist gut ausgefallen und rockt
mächtig ab. Die Ballade "FallingUp" wird durch eine ausserordentliche Gesangsperformance aufgewertet, aber vom kompositorischen Aspekt wird nicht viel aufregendes geboten. Der Song schwächelt ein bisschen und kann mit den vorherigen Nummern nicht mithalten. Der Rocker "Desire" ist mir ein bisschen zu gefällig und bietet zwar solide Kost, aber nichts aufregendes ... wäre da nicht das bockstarke Gitarrenspiel von Priori, der dem Song einen richtigen Tritt, in Richtung Gutklassigkeit, verabreicht. Es folgt die Midtempo-Granate "Goin' On", welche auch den absoluten Highlight auf "Undying" darstellt. Arschtighte Instrumentalisierung, griffige Melodien, ein Sänger der als Storyteller
fungiert und ein völlig aufregender, untypischer Refrain! Hamma la
Mama, da haben sich die Italiener aber wirklich mächtig ins Zeug
gelegt. Leider können die verbleibenden Tracks das hohe Niveau nicht
halten, sondern es stürzt ab. Es wird softer und Keyboard-lastiger, was
grundsätzlich nicht schlimm ist, aber auch die Songideen
scheinen den Herren ausgegangen zu sein und man agiert eher auf einer
belanglosen Ebene.
Das Album hat richtig gut getan und hat sich, in meiner
momentanen Heavy-Rotation List, einen Platz erobert. Neben der T&N
und PLEASUREADDICTION, ist der Silberling, eines meiner aktuellen Faves.
Wer auf grundsoliden, teilweise sehr starken AOR / melodischen Heavy Rock abfährt, sollte dem Album eine Chance geben.
Mir gefällt "Undying" gut und ist mir starke 7,5 Punkte wert.
Band: Gene The Werewolf Album: Rock N' Roll Animal Spielzeit: 42:11 min. Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 23.11. 2012
Homepage:www.genethewerewolf.com
Wertung: 6,5 von 10
Tracklist:
1. Wicked Love 2. I Only Wanna Rock´n Roll 3. Superhero 4. Heart Of Steel 5. Rock´n Roll Animal 6. I´ve Got The Love 7. Ruffneck Woman 8. Light Me Up 9. Firecracker 10. Give It Up 11. The Ballad Of Gene 12. Make Love (Exclusive Itunes Bonus Track)
Ich finde Werwölfe cool. Die possierlichen Tierchen, mit der chronischen Silberallergie, haben mich schon immer fasziniert. GENETHEWEREWOLF müssen sich erst noch beweisen, um bei mir eine längerfristige Faszination zu hinterlassen!
Die fünf "Kurzhaar-Werwölfe" haben sich den harten Rock 'n' Roll, mit
leichten Modern (Hard) Rock Ansätzen, auf die Fahnen geschrieben und
hinterlassen, streckenweise, einen durchaus angenehmen Eindruck bei mir.
Die Formation ist zwar ca. 10.000 Lichtjahre von Innovation und
Eigenständigkeit entfernt, kann aber, durch die frische und druckvolle
Darbietung des Potpourris aus KISS, TWISTEDSISTER, AC/DC, HINDER und AEROSMITH, einige Pluspunkte sammeln. Vermutlich wird die Band, um Fronter Jon "Gene TheWerewolf" Belan, in Amerika durch die Decke gehen, aber ob dies für Europa (insbesondere Deutschland) gilt, bezweifle ich stark. Aufgefallen ist mir die ehemalige Pop Punk Combo (!) vor ca. 2 Jahren, als sie eine gnadenlos beschissene und unwitzige Polka-Version des "PittsburghSteelersFightsong",
zum kostenlosen Download, ins I-Net pflanzte. Des weiteren versuchten
die Jungs, auf nationaler Ebene, mit zwei Veröffentlichungen ("Light MeUp" Debüt EP - 2009 und "Wicked Love" - 2011), die Amerikaner zu schockieren.
Und nun kommen wir in den Genuß des neuen Outputs, wenn man überhaupt von neu sprecken kann, dann nur aufgrund der optischen Aufmachung und dem Titel. Eigentlich ist "RockN' Roll Animal" kein reguläres Studioalbum, sondern eher ein Überblick der bisherige Schaffensphase
der Band. Der Silberling enthält keinen einzigen neuen Song!!! Die
Werwölfe verwursten gleich 8 Titel der 2011 erschienen Scheibe und 4
Titel der EP. Also erwartet den Rocker nichts neues,
sondern lecker Aufgewärmtes. Eventuelle, nicht in der USA beheimateten,
"Fans", welche schon die Vorgänger besitzen und sich nicht mit der Songauswahl beschäftigt haben, dürften sich, nach dem Erwerb, mal kräftig in den Popo beißen!
Das Rudel besteht aus: - Gene - Gesang, Gitarre und Klavier - Drew - Gitarre und Gesang - Tim - Bass und Gesang - Aaron - Keyboards - Nick - Schlagzeug
"RockN' Roll Animal" ist das erste Album, welches auch ausserhalb von US of A erscheint und könnte Presse und Rockanhänger
vor eine harte Probe stellen. Denn der Rundling hat ein enormes
Potential um zu polarisieren und dürfte Reaktionen wie: "Geiles Teil"
aber auch "Einfach nur frech und dreist geklaut" hervorrufen. Für mich
liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte, denn ich muss zugeben, dass
ich mich von einigen Nummern wirklich sehr gut unterhalten fühle und
überzeugt bin, dass sie jeder Party einen Extrakick
verpassen. Man kann aber auch nicht abstreiten, dass eine Vielzahl der
Nummern verdammt frech geklaut sind und "0" % eigene Identität
aufweisen. Weniger Anbiederung an so manchen Act, beim Songwriting, hätte der CD gut getan.
Produktion und handwerkliche Darbietung geben keinen Grund zur Negativkritik, sondern sind durchaus auf einem sehr soliden Stand. Der Gesang des Fronters Jon dürfte hingegen für Diskussionsstoff sorgen. Ich find seine Stimme cool und sie erinnert mich an eine Mischung aus Gene Simmons und David Lee Roth, wobei er manchmal auch hörbar über die Strenge schlägt und nach dem unsäglichen THEDARKNESSKnilch klingt. Haben die sich gemeinsam die Eier, beim Schliessen der Haustür, eingeklemmt? Hört einfach mal das glamige "HeartOfSteel". Die Parallelen zum Sound und Gesang der Briten sind wirklich "verblüffend".
Für eine kurzweilige Partystimmung sorgen: - der freche Rocker "Wicked Love" - das an AC/DC und KISS erinnernde "I Only Wanna Rock N' Roll" - der Rock 'n' Roller "Rock N' Roll Animal"
Hörbar, aber keine Sensation sind: - die AEROSMITHSoundalikes "Firecracker" und "GiveItUp"
Als total unnötig erweisen sich die Nummern: - "Superhero" und "HeartOfSteel" - einfach nur nervige, Keyboard-überladeneTHEDARKNESS Kopien - "BalladOf Gene" - viele Streicher-/Piano-Einsätze, bombastische Chöre, Melodieharmonien, welche an die größte und beste britische Band erinnern - QUEEN - und die Stimmähnlichkeit zu Steven Tyler machen aus Scheisse noch lange keinen Strauß Rosen.
Das Tier unterhält und rockt. Ich bin der Meinung, dass es hunderte von Bands geben sollte, die auf dem gleichen Niveaulevel wie GENETHEWEREWOLF agieren. Tatsächlich gibt es davon aber gefühlte 8 Millionen!!
Nett, aber identitätslos und ich vermute, dass die Scheibe, im Wust der Neuveröffentlichungen, untergehen wird.
Wer euch erzählen will, dass die Gruppe richtig geil rockt und die Scheibe ein Rockhammer
ist ... lügt euch frech ins Gesicht... Wer schreibt, dass die Scheibe
einfach nur mies ist ... lügt euch frech ins Gesicht ... der Silberling ist halt teilweise
brauchbar, aber die Tendenz geht ganz stark in Richtung Mittelmäßigkeit.
Von mir gibt es wacklige 6,5 Punkte für die Welpen, die noch nicht gelernt haben auf ihren eigenen vier Pfoten zu stehen.
Band: Pleasure Addiction Album: InDependence Spielzeit: 43:11 min. Plattenfirma: Shotgun Generation Records (Import/Download)
Veröffentlichung: Juli (?)2012
Homepage:www.myspace.com/pleasureaddiction
Wertung: 7,5 von 10
Tracklist:
01 - Dance (With The Devil) 02 - My Superstar 03 - Shout It Out 04 - No More Me (No More You) 05 - Couldn't Live Without You 06 - Saturday Nite 07 - Melody 08 - Shot Of Poison 09 - Couldn't Live Without You [Samba Version] (Bonus) Pariser machen nicht nur keine Babys, schützen vor Infektionen/todbringende Krankheiten, dienen als dekorativer Kopfschmucketc. etc. etc., sondern können auch ein anständiges Hair Metal Scheibchen hinlegen. Den besten Beweis liefern die vier Haudegen von PLEASURE ADDICTION, welche die französische Rockszene schon seit einigen Jahren beglücken und sich, mit ihren Hauptbands, schon einen nationalen Ruf errockt haben. Sänger Butcho (u. a. hauptberuflich Goldkehlchen der HELLECTROKUTERS etc.) und seine Kollegen überraschen mit einem, sehr "back to the '80ties", Album, welches ganz in der Tradition von so renommierten Bands wie POISON, DOKKEN, EUROPE, PRETTY BOY FLOYD und den CRÜE's steht. Das verspricht und garantiert ca. 40 Minuten Spaß satt!
Vor einigen Jahren hatte ich meine ersten Berührungspunkte mit der Band in Form der selbstbetitelten (Demo-???) EP von 2007. Seit dem hat sich eine Menge im Hause der Franzosen getan. Vom ursprünglichem Line-Up überlebte nur Bassist Stuffy (u. a. HIGH-SCHOOL MOTHERFUCKERS, SUCKERSTARZ, HIGHLIGHT ENEMIES, VOODOO SMILE, LOVE SIKK JUNKIEZ). Darunter hat der Sound aber keineswegs gelitten - ganz im Gegenteil - denn 2012 klingt die Formation um einiges homogener und professioneller.
"IndepenDence" verfügt über einen angenehm rockigen und satten Sound, der immer an die '80iger erinnert, aber zu keinen Moment altbacken/verstaubt klingt. Ein kleiner Wermutstropfen ist die Tatsache, dass die Jungs gleich alle Tracks der EP wiederverwerten und eine Sambaversion von "Couldn't Live Without You", meiner Meinung nach die beste Nummer des Albums, servieren und so "nur" vier neue Nummern auf der Disc stehen.
Die Musiker erweisen sich als versierte Instrumentalisten, welche einen sehr coolen Eindruck bei mir hinterlassen. Gitarrist Carvin spielt ordentlich satt und entlockt seiner Sechssaitigen so manches Solo, welches auch vom guten George Lynch stammen könnte. Pamy agiert wie ein Oktopus und sein Drumming kommt präzise und allseits präsent aus den Speakern. Stuffy's Bass wummert zuverlässig und ergänzt sich, in der Rhythmusfraktion, sehr gut mit dem Schlagzeuger. Man hört halt sofort, dass hier erfahrene Rocker am Werke sind. Sänger Butcho überrascht mich, denn er klingt - wer die HELLECTROKUTERS kennt wird mir beipflichten - komplett anders als gewohnt. Er singt in einer mittelhohen, Tonlage und seinen Stimme kommt glasklar und melodisch rüber, keine krächzigen, energischen, teilweise überschlagenden Vocals! Steht ihm gut und passt wie die Faust auf's Auge.
Auch kompositorisch geht bei der Band etwas. Die Herren achten sehr darauf, dass ihre Songs einen kleinen Pop/Rock Spirit versprühen und melodisch ausgerichtet sind. In diesen Momenten erinnern sie mich stark an POISON. Das sie auch richtig Abgehrocker komponieren können, welche besonders an DOKKEN und die CRÜE's erinnern, beweisen die Bretter "Shout It Out" und "Couldn't Live Without You". Diese Songs beinhalten das größte Hitpotential und offenbart einen kleinen Kritikpunkt an der kompletten Scheibe, denn die Earcatcher sind mir noch ein bisschen zu rar gesät.
Auf dem Opener "Dance (With the Devil)" (hieß auf der 2007er EP noch "Dance With the Devil With Me?") tummeln sich melodische Akkorde, ein sehr poppig singender Butcho und die Nummer versprüht ein POISON Feeling. Macht unwahrscheinlich Laune! "My Superstar" war ursprünglich auch auf besagter EP vertreten und schlägt musikalisch in die selbe Kerbe, obwohl noch etwas melodischer zu Werke gegangen wird und die Chöre zu viele "OHOHOH's", in die Richtung des Zuhörers, schmettern. Dürfte aber auf jeder HAIR METAL Party die Kuh zum Fliegen bringen. Es folgt # 3 der "ollen" EP in Form von "Shout It Out". Melodieharmonien und Gitarre erinnern mich stark an den egozentrischen Donald und seinen Mittätern! Carvin agiert souverän und das Hookline ist einfach grandios. Der Fronter überzeugt auf ganzer Linie und vermittelt den Eindruck, als ob er schon ewig in einer Hair Metal Formation für den Gesang sorgt. Großer Song und wird nur um Haareslänge vom bockstarken "Couldn't Live Without You" geschlagen. Aber bevor ich zu der Nummer komme, ertönt das gutklassige, rockige "No More Me (No More You)", welches härtegradtechnisch und von der Melodie auch auf "Under Lock and Key" hätte stehen können. Der Refrain geht sehr gut rein und George ... ähh ... Carvin verzaubert den Hörer mit einem geilen, rasanten Solo. Eine druckvolle Gitarre, ein harter Drumbeat und ein mittelhoher Shout lassen, den von mir schon vorher genannten Track, "Couldn't..." beginnen und ich kriege eine Erektion! Das ist geiler, perfekter, purer US Hardrock, bei dem einfach alles stimmt! Mehrstimmige Vocals, ein verzaubernder Rhythmus, ein genialer Sänger, ein sensationeller Refrain, ein Sechssaiten-Hexer, der seinem Gerät zauberhafte Riffs und Soli's entlockt und der kurze Einsatz einer Backgroundsängerin sorgen dafür, dass der Song einfach nur die Macht, auf dem Silberling, ist. Auf dem nächsten Song erhält Butcho weibliche Unterstützung durch eine/mehrere (?) Backgroundsängerin(nen). Musikalisch wird es ein bisschen luftiger(poppiger) und die alte Nummer wurde auch für "IndepenDence" recycled. Der Track ist ok, aber reisst mich nicht vom Hocker. "Melody" ist ein Party-Rocker mit einem starken Refrain/Chor Einsatz. Gesang und Instrumentalisierung sind mir aber ein bisschen zu "Schlager Metal" ausgerichtet. Geht in Ordnung, aber ist ein entbehrlicher Song. Der eigentliche Rausschmeisser "Shot of Poison" zeigt den Gitarristen wieder von seiner Schokoladenseite, ansonsten kann man die Nummer, sowohl gesanglich und musikalisch, mit "Melody" vergleichen. Der wirklich letzte Track ist, wie oben schon erwähnt, eine Sambaversion von ""Couldn't Live Without You" und stellt für mich den absoluten Vollrotz dar. Brauche ich so dringend wie eine Krampfader am linken Hoden! Wer SANTANA mag kann eventuell etwas damit anfangen. Ich find es unbrauchbar.
Trotz meines abschließenden Gemeckers fühlte ich mich sehr gut unterhalten und der Silberling rockt streckenweise wirklich ordentlich ab. Wem Donald & Co., heutzutage, zu zahnlos aus den Boxen kommt, sollte unbedingt zugreifen.
Ich kann allen HAIR METAL Lunatics das Reinhören/den Kauf, mit einem reinen Gewissen, empfehlen.
Trotz der Empfehlung vergebe ich "nur" 7,5 Punkte, da es mir ein bisschen sauer aufstößt, dass zu viel Altmaterial wiederverwendet wurde und alte Fans nicht allzuviel Neues geboten bekommen.
Hallo Freunde und Rocker, das komplette Team wünscht euch frohe und rockige Weihnachten. Lasst es euch gut gehen und freut euch auf 2013, dann geben auch wir wieder ein wenig mehr Gas. Doch nun erstmal was besinnliches von einem meiner Lieblingsdichter:
Christnacht
Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben,
Senkst du herab dich, o heilige Nacht:
Was durch Jahrhunderte alles zerstoben -
Du noch bewahrst deine leuchtende Pracht!
Leerend das Füllhorn beglückender Liebe,
Schwebst von Geschlecht zu Geschlecht du vertraut;
Band: Shakra Album: Powerplay Spielzeit: 47:54 min. Plattenfirma: AFM Records Veröffentlichung: 11.01.2013 Homepage: http://www.shakra.ch/
Wertung: 9 von 10 Tracklist:
01. Life Is Now
02. The Mask
03. Higher
04. Wonderful Life
05. Dear Enemy
06. Save You From Yourself
07. Don’t Keep Me Hanging
08. Dream Of Mankind
09. Stevie
10. Because Of You
11. Secret Hideaway
12. Too Good To Be True
Dass aus der Schweiz hochqualitative Bands gerade auch aus dem "traditionellen" Hard 'N Heavy- Bereich stammen wissen wir ja bereits seit Krokus und Gotthard. Shakra haben sich einen festen Platz als Nr. 3 in der Schwarzgeld-Republik erkämpft und greifen nunmehr auf der Überholspur an. In den letzten Jahren gab es zwar ein paar Probleme mit den Vocalisten, diese scheinen nunmehr mit John Prakresh an den Stimmbändern ein für allemal behoben. Die letzte Shakra-Langrille "Back On Track" stieg bis auf Platz zwei der Schweizer Charts, was es mit dem neuen Langeisen namens "Powerplay" zu toppen gilt. Die Chancen hierzu stehen nicht schlecht. "Life Is Now" gibt eindeutig zu verstehen, dass der Titelname Programm ist. Der Song ist eine ideale Wahl für einen Opener: Schnell eingängig und vor allem famos produziert. Im direkten Vergleich mit Gotthards letzter Langrille haben die Shakra-Jungs produktionstechnisch eindeutig die Oberhand. "The Mask" setzt das hohe Niveau fort und überzeugt durch seine im Midtempo gehaltenen Verse, dem schnellen Chorus und den wirklich brillianten Backing-Vocals. Da merkt man, dass einiges an Detailverliebtheit in der Produktion steckt. Nach dem stampfenden Kracher "Higher" (auch hier überzeugen wieder die detaillierten Backing Vocals und John Pakreshs geniale und powervolle Stimme)ist Balladenzeit angesagt: "Wonderful Life" ist eine absolut gelungene, ruhige Nummer, die völlig kitschfrei ist und mit ein bisschen Glück sich auch zu einem Hit entwickeln könnte. Nicht unverständlich, warum dieses Stück die erste Auskopplung von "Powerplay" darstellt. "Dear Enemy" zieht den Härtegrad wieder nach oben, ehe "SalveMe from Yourself" ein reinrassiger Melodicrock-Knaller mit einem leicht AOR-angehauchten Refrain darstellt. "Don't Keep Me Hanging" ist ein PS-starker Speedknaller, bei dem besonders die an allen Ecken knallende Produktion, die wirklich allen Ansprüchen gerecht wird, zur Geltung kommt. Klasse! Das schleppende "Dream Of Mankind" stellt dahingehend eine Überraschung dar, als das im Refrain etwas growl-angehauchte Chöre gibt. Gewöhnungsbedürftig zwar aber irgendwie mit Charme."Stevie" zieht die Geschwindigkeitsschraube wieder etwas an während sich mit "Because Of You" ein kleiner Durchhänger eingeschlichen hat , sicherlich nicht schlecht, aber doch etwas hinter dem Rest der anderen Songs zurückbleibend. "Secret Hideaaway" hat einen etwas moderneren Anstrich mit leicht tiefergelegten Gitarren aber auch einem sehr schönen melodischem Refrain. "Too Good To Be True" ist die zweite Ballade und der zweite Volltreffer. Ebenfalls Kandidat für einen Hit. Fazit: Mit "Powerplay" ziehen Shakra alle Register ihres Könnens und liefern ein tolles und abwechslungsreiches Album mit fast keinen Schwachpunkten ab. An der Produktion könnten sich manche Acts eine gehörige Scheibe abschneiden. Umso besser, dass nicht nur die Produktion top ist sondern auch die Songs. Well Done Shakra - ein toller Start ins neue Jahr ist mit "Powerplay" garantiert. Die Luft für Gotthard und Co. wird langsam aber sicher immer dünner! Der Scheibe wünsche ich den gerechten Erfolg!