Sonntag, 23. Oktober 2016

Symphonity - King Of Persia


Band: Symphonity
Album: King Of Persia
Spielzeit: 53:23 min.
Plattenfirma: Limb Music
Veröffentlichung: 30.09.2016
Homepage: www.symphonity.com

Wertung: 7 von 10

Tracklist:

01. King Of Persia
02. The Choice
03. In The Name Of God
04. Flying
05. A Farewell That Wasn't Meant To Be
06. Children Of The Light
07. Siren Call
08. Live To Tell The Tale
09. Unwelcome
10. Out Of This World


Etwas spät bin ich über diese deutsch-tschechische Kooperation gestolpert. Schließlich ist unser Nachbarland nicht wirklich für eine riesige Metalbanddichte bekannt (mir sind im Grunde nur die verrückten KABAT in Erinnerung geblieben, und die singen in Ihrer Landessprache). SYMPHONITY sind bereits mit Ihrem dritten Album am Start und dürfte allen Fans von RHAPSODY, THUNDERSTONE, aber auch SONATA ARCTICA ein Lächeln entlocken. Warum aber für den Einstieg den Titeltrack "King Of Persia" gewählt hat, wird für mich etwas unverständlich bleiben. Denn mit seinem 9 Minuten Länge und den progressiv-angehauchten Strukturen inklusive langer Gitarrensoli stellt er einen etwas sperrigen Einstieg dar. Positiv hervorzuheben ist aber hier bereits das musikalische Können der Protagonisten, die mit Ihren beiden Sängern Olaf Hayer (Ex-TREASURE SEEKER) und Gast Herbie Langhans (SINBREED, AVANTASIA) zwei Könner Ihres Fachs an Bord haben, wobei mir letzterer bei seinen Stücken noch einen Tacken besser gefällt. Liegt aber vielleicht auch daran, dass er mich live bei AVANTASIA kürzlich völlig umgeblasen hat. 


"The Choice" wildert dann gewaltig in alten STRATOVARIUS-Sphären, kann mich aber überzeugen. So muss epischer Symphonic Metal einfach klingen, straight nach vorne mit einem geilen Refrain. "In The Name Of God" erinnert mich dann wieder stärker an RHAPSODY, was durch die Gastspiele von Luca Turilli auf dem Vorgängeralbum nicht von ungefähr kommen sollte. Das anschließende "Flying" würde auch auf jedem AVANTASIA Album eine gute Figur machen und stellt für mich den Höhepunkt des Albums dar. Hier passt einfach die Mischung aus ruhigeren Parts und einem epischen Refrain, der dich gegen die Wand drückt und zum Mitgrölen animiert. Mit dem abwechsungsreichen "A Farewell That Wasn't Meant To Be", das trotz seiner Länge niemals Langeweile aufkommen lässt und dem treibenden "Live To Tell The Tale" haben SYMPHONITY zwei weitere heiße Eisen im Feuer bzw. auf das Album gepackt. Und doch bleibt bei mir manches nicht wirklich hängen. Das speedige "Children Of The Light" habe ich in ähnlicher Weise wahrscheinlich einfach zu oft bereits gehört. Das balladeske "Siren Call" lässt mich dann leider ebenfalls gähnen und die beiden abschließenden Stücke "Unwelcome" und das ziemlich einschläfernde Instrumental "Out Of This World" ziehen die Bewertung dann noch einmal nach unten. 

Denn so gut die Ansätze auch sind, SYMPHONITY schaffen es leider nicht ganz in den Olymp der ganz großen Bands aufzusteigen. Dazu fehlt dann etwas die Kontinuität im Songwriting, die genialen Momente sind zu rar gesät. Und doch bin ich froh die deutsch-tschechische Kombo für mich entdeckt zu haben, den gerade für den Hunger zwischendurch sind die guten Stücke auf "King Of Persia" prädestiniert und eine willkommene Abwechslung zu den etablierten alteingesessenen Acts, die auf manchen Alben auch nicht zu 100% Höchstform auflaufen. Gebt SYMPHONITY ebenfalls eine Chance, dann könnten irgendwann auch bei den Jungs einige Klassiker des Genres zu Buche stehen. Das Talent ist mehr als genug vorhanden.

Markus


 

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