Dienstag, 14. Januar 2014

Red Dragon Cartel - Red Dragon Cartel


Band : Red Dragon Cartel
Album : Red Dragon Cartel
Spielzeit : 44:57 Min.
Veröffentlichung : 24.01.2014
Plattenfirma : Frontiers Records
Homepage : http://reddragoncartel.com


Wertung:  6,5 von 10

Tracklist:  

  1. Deceived
  2. Shout it out
  3. Feeder (feat. Robin Zander)
  4. Fall from the sky
  5. Wasted (feat. Paul di'Anno)
  6. Slave
  7. Big mouth (fast. Maria Brink)
  8. War machine
  9. Redeem me (feat. Sass Jordan)
  10. Exquisite Tenderness

Lang lang ists her, dass uns Jake E. Lee mit neuer Musik beglückt hat. Nach seinem fulminanten Start bei Ozzy Osbourne mit "Bark At The Moon"  und "Ultimate Sin", die er alleine durch sein facettenreichen Gitarrenspiel auf einen anderes Level schob, den leider recht kurzlebigen Badlands und ein paar doch eher halbgaren wenigen Solosachen war beinahe 20 Jahre Funkstille um den Gitarrenhelden. Was er die ganze Zeit gemacht hat, damit will er nicht so wirklich mit rausrücken, aber er hatte sicher auch einige Zeit seine persönlichen Dämonen zu bekämpfen.

Umso schöner ist es , ihn wieder am Start zu haben mit seiner neuen Truppe mit dem Namen "Red Dragon Cartel". Der Opener "Deceived" legt gut vor: Ein Riff ganz stark(wohl bewußt!) angelegt an "Bark At The Moon" , im pre-Chorus könnte man wirklich meinen es wäre Ozzy persönlich an den Vocals. Sehr geile Nummer. Leider wird der Opener im Verlauf der Scheibe nicht mehr getoppt und die ganze CD geht dann doch in eine etwas andere, modernere Richtung, als man nach den ersten Minuten erwarten durfte.
"Shout It Out"  ist ein cooler Stampfer, der ebenso wie das mit Cheap Tricks Robin Zander an den Stimmbändern eingetütete "Feeder" auf der Habenseite zu verbuchen ist.
"Fall From The Sky" ist dann der erste Totalausfall, der etwas ruhigere Song geht völlig an einem vorbei und hat nicht wirklich viel zu bieten.
Ex-Iron-Maiden-Shouter Paul Di Anno darf bei "Wasted" ans Mikro, rettet den Track mit seinem doch eher prolligen Grölgesang aber auch nicht wirklich. "Slave" erinnert dann wieder mehr an die letzten, sehr modernen Ozzy-Werke und die Formkurve zeigt wieder langsam nach oben. Hier blitzt auch wieder Jake's nach wie vor formidables Gitarrenspiel auf, auf welches man beim Hören einmal besonders achten sollte. Er spielt im Hintergrund nicht einfach sein Riff rauf und runter sondern baut liebevoll viele Details ein, die man erst bei mehrfachem Hören mitbekommt. 
"Big Mouth" hat Maria Brink (Sängerin der Lärmtruppe "In This Moment") an den Vocals, die hier aber löblicherweise auf Growls verzichtet. Ein auch eher schleppender Track, der mich nicht völlig umhaut aber dennoch zum besseren der CD gehört.
"War Machine" enthält ein Black Sabbath- Gedächtnis-Riff, kann aber bei Weitem nicht deren Klasse erreichen. Beim abschließenden "Redeem Me"  gibt sich Sass Jordan mit die Ehre und das Stück erinnert mit seiner etwas bluesigen Grundausrichtung an goldene Badlands-Glanzzeiten.
Was das abschließende Piano-Solo "Exquisite Tenderness" auf der Platte soll erschließt sich mir nicht ganz, irgendwie hat man da den Eindruck, den Jungs sind die Songs ausgegangen, was nach derartig langer Jake E. Lee-losen Zeit doch etwas befremdlich wirkt.

Die Platte ist superb produziert, hat einen tollen und druckvollen Sound aber ich kann mir nicht helfen, irgendwie fehlt mir bei der Scheibe dann doch das gewisse Etwas. Kann natürlich auch daran liegen, dass man mit dem namen Jake E. Lee hohe Erwartungen erfüllt, die es schwer machen, diesen gerecht zu werden. Immerhin gibt es mit ""Deceived" einen absoluten Hammer-Titel, ein paar sehr gute Stücke aber leider auch etliche Füller, was bei einem letztlich nur neun "richtige" Songs umfassenden Debut doch nicht über eine durchschnittliche Wertung hinausgeht. 
Statt dem erhofften Knaller nur ein "ganz nett". Trotzdem schön, dass Meister Jake wieder unter den aktiven Musikern weilt.

Martin





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