Mittwoch, 11. Januar 2017

Amaral - Nocturnal


Band: Amaral
Album: Nocturnal
Spielzeit: 54:23 min. (Main Album); 45:33 min (Bonus CD)
Plattenfirma: Superball Music
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.amaral.es

Wertung: 8,5 von 10


Tracklist:

1. Llévame Muy Lejos
2. Obertura (Unas Veces Se Gana...)
3. Unas Veces Se Gana Y Otras Se Pierde
4. Nocturnal
5. La Ciudad Maldita
6. Lo Que Nos Mantiene Unidos
7. 500 Vidas
8. Cazador
9. Nadie Nos Recordará
10. La Niebla
11. Laberintos
12. Chatarra
13. En El Tiempo Equivocado
14. Noche De Cuchillos

CD2: Nocturnal Solar Session (Bonus CD – Acoustic version of album tracks)
1. Llévame Muy Lejos
2. Unas Veces Se Gana Y Otras Se Pierde
3. Nocturnal
4. La Cuidad Maldita
5. Lo Que Nos Mantiene Unidos
6. 500 Vidas
7. Cazador
8. Nadie Nos Recordará
9. La Niebla
10. Laberintos
11. Chatarra
12. En El Tiempo Equivocado
13. Noche De Cuchillos

AMARAL sind in deutschen Landen bisher noch kein all zu großer Begriff. Das ist in Ihrer Heimat Spanien zum Glück völlig anders. Dort erschien das nun bei uns auch endlich erscheinende Album "Nocturnal" bereits Ende 2015 und stieg in der ersten Woche auf Platz der 3 spanischen Charts ein. Um sich dann bis heute geschlagene 54 Wochen in den dortigen Top 100 zu halten. Mit den Singles hatten Sängerin Eva Amaral und Gitarrist Juan Aguirre zwar nicht ganz so viel Erfolg, das mag aber auch an der musikalischen Ausrichtung liegen. Denn die Mischung aus Alternative Rock und sehr poppigen Klängen für die das Duo steht entfaltet erst in Albumlänge seine Faszination. Und das schafft "Nocturnal" nach mehr als einem Dutzend Hördurchgängen bei mir immer mehr. Gut, allzu progressive Strukturen warten nicht auf den Hörer und manche Melodie mag auch zuckersüß sein, von verdammt guten Songwriting verstehen AMARAL etwas. 

Doch beginnen wir mit dem Opener "Llévame Muy Lejos", welches neben einem ohrwurm-artigen Refrain mit der tollen Stimme von Sängerin Eva besticht. Schade, dass ich die spanischen Texte nicht verstehe, denn die positive Grundstimmung des Songs hat mich zumindest neugierig gemacht, wovon er handeln könnte. Doch egal. Vielleicht ist AMARAL dadurch der Durchbruch außerhalb Spaniens bisher verwehrt geblieben, doch ich hoffe auf Besserung. Die 90 sekündige Überleitung zu "Unas Veces Se Gana Y Otras Se Pierde" spare ich mir lieber, doch der nun folgende Song mit dem unausprechlich langen Titel ist eine schöne ruhige Popballade geworden, die mir aber etwas zu sehr nach Standard-Songwriting klingt. Ganz anders der Titelsong, der zumindest auf mich Sogwirkung hat. Gut, im Grunde stehen AMARAL tatsächlich für "Mainstream"-Musik, wenn die aber so gut und voller Herzblut wie beim dramatischen "La Ciudad Maldita" aus den Boxen kommt, kann ich nicht widerstehen. Weitere absolute Highlights in meinen Ohren sind das mit hervorragenden Melodien ausgestattete "500 Vidas" und mein definitiver Favorit "Cazador", welches mich mit seiner Einfachheit fesselt und zwangsweise mitsingen lässt. Ebenfalls zu erwähnen ist auch das folkig-rockige "Laberintos", welches bis auf den schwächelnden Drum-Sound, von der ersten bis zur letzten Sekunde überzeugen kann. 

Dies gilt jedoch nicht für alle 14 Stücke, was vielleicht auch zuviel verlangt wäre. Doch manche der 54 Minuten laufen doch ein wenig höhepunktlos an mir vorbei. Als besonderen Bonus für die weltweite Veröffentlichung gibt es außerdem sämtliche Stücke noch in einer akustischen Version auf einer Extra CD dazu. Damit hat man bei uns in Deutschland auf alle Fälle verdammt viel gute Musik fürs Geld bekommen und ich kann dicke fette 8,5 Punkte zücken. Ich hoffe sehr darauf, dass AMARAL nun der weltweite Durchbruch oder zumindest der verdiente Erfolg zusteht. Verdammt gut.

Markus

 

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