Sonntag, 16. März 2014

Mos Generator - Electric Mountain Majesty


Band : Mos Generator
Album : Electric Mountain Majesty
Spielzeit : 42:20 Minuten
Veröffentlichung : 24.03.2014
Plattenfirma : Listenable Records
Homepage : www.facebook.com/MosGenerator

Wertung : 6 von 10

Trackliste :
  1. Beyond The Whip
  2. Nothing Left But Night
  3. Enter The Fire
  4. Spectres
  5. Neon Nightmare
  6. Breaker
  7. Early Mourning
  8. Electric Mountain Majesty
  9. Black Magic Mirror
  10. Heavy Ritual

Schon geil was man zum Rezensieren so alles in die Tüte gepackt bekommt. Keine Ahnung ob Mos Generator sowieso gern maximal-zerkratzte CD-R versenden oder ob in meinem Fall einfach grad auf dem Proberaumfussboden eine gefunden wurde...jedenfalls haben die das Teil fix in die Tüte gepackt, 'ne Tracklist dazu ausgedruckt und fettich. Was soll's, abspielbar ist das und so ist mir das allemal lieber als ein noch liebloserer Download oder Stream. Deshalb rotiert Electric Mountain Majesty seit ein paar Tagen fleissig in meinem nagelneuen Cambridge Audio. Und was soll ich sagen...die Amis rocken genauso dreckig wie ihr Proberaumfussboden vermutlich ist.

Mit der knapp 42-minütigen Langrille legt die Band seit ihrem Erstling aus dem Jahre 2002 erstaunlicherweise bereits das sechste Studioalbum vor. Mos Generator stammen aus der Nähe von Seattle und nageln uns ein dickes, schweres Stoner-Rock Brett an die Wand. Der Sound des Trios um Sänger, Gitarrist  und Keyboarder Tony Reed erinnert verdammt an die jungen Monster Magnet, zumindest hört sich Reed's Gesang zeitweise doch sehr nach Dave Wyndorf an. Richtig fette Gitarrenriffs und ein mehr als solides Bass- / Schlagzeugfundament machen dem einen oder anderen Anhänger dieser Richtung vielleicht Laune, ich für meinen Teil meine allerdings, daß das Songwriting durchaus etwas kreativer hätte ausfallen können. Zumindest kommt mir auch nach wiederholtem Anhören der Scheibe immer wieder nur bei ein paar Songs das vielzitierte Aha-Erlebnis. 

video



Enter The Fire heisst einer davon und hebt sich von den restlichen Nummern doch sehr ab. Es ist diese geile, pumpende Bassline, die mich sehr an die Temptations und deren Papa Was A Rolling Stone erinnert. Darüber hinaus haben die Mos Generators die langsame aber treibende Nummer mit einem pfiffigen Geigenriff untermalt, was das Stück nochmal merklich hervorhebt. Beyond The Whip, der Opener, sticht ebenfalls hervor. Nach dem schnellen Einstieg in die Platte legt die Band im Mittelteil des Songs ein kurzes aber intensives Break ein und groovt was das Zeug hält. Sehr geil, wie ich finde.

Unterm Strich bleibt allerdings ein dickes Fragezeichen übrig. Ich frage mich, warum der tolle Ansatz von Enter The Fire nicht auch in andere Songs eingeflossen ist, warum die Band so wenig Abwechslung anbietet. Meiner Meinung nach hätten diese Akzente, dezent eingesetzt, eine Menge Spannung in die Platte bringen können. So rauschen 42 Minuten relativ eintönig an mir vorbei und ich befürchte daß Electric Mountain Majesty nicht die letzte Platte sein wird bei der sich Hörer fragen, warum die Band keiner kennt...


Bernd Fischer

 

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