Sonntag, 24. Mai 2015

Pig Irön - Sermons From The Church Of Blues Restitution


Band: Pig Irön
Album: Sermons From The Church Of Blues Restitution
Spielzeit: 50:18 min.
Plattenfirma: Off Yer Rocka
Veröffentlichung: 27.03.2015
Homepage: www.facebook.com/PIGIRONMC

Wertung: 6 von 10



Tracklist:

1. Wildcat Birdhead
2. One Million Mega Hurts
3. One Final Kiss
4. The Spell
5. The Devil In The Woodpile
6. Come To Me

7. High As A Pine
8. Tapestry
9. Take Your Burden To The Lord
10. Restitution Blues


Sehr lange Zeit habt ihr hier auf unserer Seite nicht mehr wirklich viel neuen Lesestoff bekommen. Dafür möchte ich mich entschuldigen, doch nun bin ich seit 3 Wochen in meinem neuen Job tätig und der Umzug ist auch endlich hinter mir. Damit habe ich wieder Zeit mich für euch mit guter Rockmusik zu beschäftigen. Und möchte euch gleich mal einiges zu einem bodenständigen erdigem Rockalbum erzählen.

Die Rede ist von PIG IRÖN und derem neuen Album mit dem endlos langen Titel "Sermons From The Church Of Blues Restitution". Was auf dem Cover stark nach 80er Jahre Heavy Metal aussieht, entpuppt sich als Classic Rock mit leichten Southern Rock Einschüben. Beim ersten Hördurchgang sind bei mir dann auch die Mundwinkel stark gen Himmel gewandert. Toller Sound, die Band versteht ihr Handwerk und der Opener "Wildcat Birdhead" weiß mit einem schönen lässigen Riff zu gefallen. Leider fehlt mir dann der griffige im Ohr bleibende Refrain. Egal, dachte ich mir. Einfach weiter, klingt ja vielversprechend. "One Million Mega Hurts" legt vom Härtegrad eine Schippe drauf und reißt mich dann mit seiner Energie auch wirklich mit. Als dann mit "One Final Kiss", um es gleich vorweg zu nehmen, das absolute Highlight des Albums meinen Ohren schmeichelt und nach über 6 Minuten dies noch immer tut, fühle ich mich fast dazu verführt von einem Rockjuwel zu sprechen. 

Wie ihr euch aber sicher denken könnt, kommt nun das große Aber. Denn die restlichen sieben Songs haben allesamt das gleiche Problem wie der Opener "Wildcat Birdhead" - es bleibt auch nach zigmaligem Hören einfach nichts hängen. Natürlich haben PIG IRÖN nicht alles auf einmal verlernt aber das Songwriting ist ein großes Problem bei den Briten. Live könnten einige der Stücke sogar krachen, auf Schillerscheibe tun sie es leider nicht. Durch das leichte Classic Rock Revival momentan sehen sich PIG IRÖN auch einer relativ großen und qualitativ guten Konkurrenz gegenüber und genau diese Duelle verlieren die Briten spätestens im Elfmeterschießen. Stücke wie die folkige Ballade "The Spell", das siebenminütige "Come To Me" haben zwar alle gute Momente zu bieten, können diese aber alle nicht über die gesamte Spielzeit halten. Und wenn man die sich doch ziemlich ähnelnden Gitarrenläufe zum siebten Mal hört, schalte ich zumindest manchmal glatt ab und lasse das Album völlig an mir vorbei laufen.

Als Hintergrundmusik bei einem Biker Treffen ist die Scheibe aber durchaus geeignet und zwei klasse Songs haben sich auch darauf verirrt. Viel mehr ist "Sermons From The Church Of Blues Restitution" dann für den geneigten Rocker nicht. Fans von BLACK LABEL SOCIETY, die dringend was für Ihre Anlage benötigen, dürfen aber gerne reinhören.


Markus

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