Band: Hollywood Burnouts
Album: Kick It Up A Notch!
Spielzeit: 42:49 min.
Plattenfirma: Rock Road Entertainment
Veröffentlichung:13.09.2013
Homepage: www.hollywood-burnouts.de
WERTUNG: 6,5 von 10
Tracklist:
1. Ghost
2. Out of Hell
3. Satan City Shuffle
4. Access All Areas
5. Coming Home
6. We Own the Night
7. Ain't That a Bitch
8. The Mirror
9. L.I.A.R.
10. Sweet Soul Sister
Erste CD rein in den Player, anhören, rausnehmen ... den neuen Silberteller reinlegen, anhören, rausnehmen ... erste CD rein in den Player, anhören, rausnehmen ... den neuen Silberteller ...
Das geht schon seit einer geraumen Weile so und ich habe mich an dieses Ritual irgendwie schon total gewöhnt. Ich glaube ich werde es, grundsätzlich bei Besprechungen von Bands mit mehr als einer Veröffentlichung, beibehalten! Warum ausgerechnet die Süddeutschen HOLLYWOOD BURNOUTS Opfer meines merkwürdigen Verhaltens geworden sind, ist auch ganz einfach und schnell auf den Punkt gebracht! Ihr neues Album klingt teilweise dermaßen anders als der / das, vor genau 18 Monate erschienene, Vorgänger / full length Debüt. Auf "Excess All Areas" frönte das bajuwarische Quartett noch dem very old fashioned Glam / Sleaze Rock, welcher mich stark an POISON und Konsorten erinnerte. Dazu gesellten sich ein paar klassische Arena Rock Einsprengsel und fertig war das Party Rock Süppchen, das mir streckenweise gut gefiel, aber auch einige Lücken im Songwriting offenbarte.
Letztes Jahr drehte sich das Besetzungskarussell und nachdem Mike (Gesang und Gitarre) und Chrizzy (Gitarre und Gesang), in Schlagzeuger Toby und Bassisten Chris, eine neue Rhythmussection gefunden hatten, wurden Gigs abgerissen und am Material zum zweiten Album gearbeitet. Und dies liegt nun in Form von "Kick It Up A Notch!" vor.
Sollte Euch irgendjemand erzählen wollen, dass die Ausgebrannten die musikalische Marschrichtung des Debüts auch auf dem aktuellen Output fortführen, ist dies nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen zeigt sich die Combo deutlich moderner und härter ausgerichtet als in der Vergangenheit. Beim Hören werde ich das Gefühl nicht los, dass sich die vier Musiker von zeitgemäßen Formationen wie HARDCORE SUPERSTAR und BACKYARD BABIES inspiriert fühlten und diese Einflüsse mit, den gewohnten melodischen und eingängigen, Band - Soundtrademarkes verbinden wollten. Für meinen persönlichen Geschmack geht diese Rezeptur nur bedingt auf, auch wenn das Album sehr vielseitig ausgefallen ist. Mir gefiel der rockigere Sound des Erstlings irgendwie besser, denn die etwas zu überambitionierte Härte, bei manchen Tracks, mindert die Eingängigkeit des Songmaterials und dadurch gelingt nicht jede Nummer direkt ins Ohr bzw. kann sich dort nicht festsetzen.
Mit dem Opener "Ghost" zeigen sich die BURNOUTS auch gleich mit ihrem neuen Gesicht / Selbstbewusstsein und agieren druckvoll und musikalisch abwechslungsreich. Der Rhythmusteppich ist sehr kräftig, die Gitarrenarbeit ist deutlich härter und zeitgemäßer ausgefallen. Mike und Chrizzy pendeln zwischen melodischem und deutlich modernem Gitarrenspiel. Sänger Mike klingt zwar weiterhin melodisch, hat aber an stimmlicher Aggressivität ein deutliches Pfund zugelegt. Der poppige Refrain brennt sich fest und irgendwie erinnert mich die Nummer an HB meets thrashige HARDCORE SUPERSTAR. Für mich stellt es einen gelungenen Start dar. Zum zweiten Song "Out Of Hell" hat die Band, im dazugehörigen Promo - Flyer geschrieben, dass dies ihr "OZZY" Song ist. Kann man auch so stehen lassen. Klasse Melodie, starker Gesang und eine sehr gute Gitarrenarbeit machen die Nummer zu einem kleinen Ohrwurm. Dann folgt mein absoluter Favorit und sorgt dafür, dass ich richtig Spaß in den Backen habe. "Satan City Shuffle" ist ein sehr lässiger Sleazer geworden, der mich an eine Mischung aus GUNS 'N' ROSES und AEROSMITH erinnert. Es ist für mich die einzige Nummer auf dem Album, welche absolute Partyqualitäten aufweist. Ist ganz klar mein Favorit!! "Access All Areas" ist mit einer poppigen Grundmelodie und einem einprägsamen Refrain ausgestattet und trotzdem überzeugt mich der weitere Sleazer mit keinem Ton! Der Komposition fehlt es an Inspiration und klingt wahnsinnig flach. Total verzichtbarer Neo - Sleaze der langweiligen Sorte. Richtig schön eingängig ist der Melodic Rocker "Coming Home" ausgefallen, der mich an die Hochzeit des Hair Metals erinnert. Starke Instrumentierung und Mike überzeugt stimmlich. Der Midtempo Track verfügt über einem sehr coolen Groove, einer tight aufspielenden Rhythmustruppe und einer einfallsreichen Gitarrenarbeit. Coole Nummer! Auf "We Own The Night" und "Ain't That A Bitch" regiert hingegen belangloser ALLERWELTSROCK der an drölfzig ähnlich aufspielende Bands erinnert. Das düstere "The Mirror" und "L.I.A.R" tragen eine deutlich modernere Handschrift. Musikalisch wird hart gerockt, aber die Musiker lassen jegliche Identität über Bord gehen. Beide Songs erinnern an eine Kreuzung aus HARDCORE SUPERSTAR und BACKYARD BABIES. Wer es braucht, wird hier bedient. Das THE CULT Cover und gleichzeitig CD Rausschmeißer "Sweet Soul Sister" wird solide herunter gezockt.
So sympathisch mir HOLLYWOOD BURNOUTS, in ihrem generellen Auftreten, auch sind, können sie mich auch diesmal, aus musikalischer Sicht, nicht komplett überzeugen. Neben 4 saustarken Nummern gibt es, für meinen Geschmack, zu viele durchschnittliche bis identitätslose Songs und auch der Härtegrad hätte ein bisschen zurückgefahren werden können. Besonders "HEAVY" zu klingen ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal!!
Es wird bestimmt so einige Stimmen geben, welche "Kick It Up A Notch!" als Rock'n'Roll Offenbarung abfeiern ... ich kann es nicht und werde mich auch nicht verbiegen. Ich habe es mir nicht leicht gemacht, die CD mindestens 20-mal gehört, aber komme immer zum selben Endresultat. Und das ist gehobenes Mittelmaß!
Hört einfach mal in die gesamte Scheibe rein und bildet Euch Euer eigenes Urteil.
Mit sehr vielen und reiflichen Überlegungen vergebe ich 6,5 Pünktchen.
Götz
Freitag, 13. September 2013
Donnerstag, 12. September 2013
Coney Hatch - "Blown Away" Videoclip
Kanadas ehemals lauteste Rockband meldet sich nach nur 28 Jahren Albumabstinenz zurück und veröffentlicht, am 27. September, ihre vierte Studioscheibe, die auf den Namen "Four" hört.
Das Quartett hat wohl irgendwo ein Rezept für die ewige Jugend gefunden, denn anders kann man sich diesen frischen, kraftvollen und durchaus zeitgemäßen und riffbetonten Rock, den die Band vom Leder zieht, nicht erklären. Natürlich kommen Fans, der melodisch ausgerichteten CONEY HATCH nicht zu kurz und werden mit tollen Ohrwürmern verwöhnt.
Die Formation tritt auch 2013 mächtig Popo und besteht aus den Originalmitgliedern:
Carl Dixon (Gesang und Gitarre)
Andy Curran (Gesang und Bass)
Steve Shelski (Gitarre)
Dave Ketchum (Schlagzeug)
Das es die Jungs noch drauf haben, beweisen sie im Clip zum CD Opener "Blown Away.
Hier könnt Ihr Euch das Video anschauen:
Viel Spaß mit dem coolen Track!
Rock On!!
Montag, 9. September 2013
Fergie Frederiksen - Any Given Moment
Interpret: Fergie Frederiksen
Album: Any Given Moment
Spielzeit: 56:48 min
Plattenfirma: Frontiers
Veröffentlichung: 23.08.2013
WERTUNG: 7,5 von 10
Tracklist:
01. Last Battle Of My War
02. Let Go
03. Price For Loving You
04. I’ll Be The One
05. Time Will Change
06. How Many Roads
07. Candles In The Dark
08. Any Given Moment
09. Not Alone
10. When The Battle Is Over
11. Angel Don’t Cry
Von Fergie Frederiksen hört man in letzter Zeit weniger gute Neuigkeiten. Zum einen kämpft er seit Jahren einen harten Kampf gegen den Teufel Krebs zum anderen scheint es dadurch bedingt auch finanziell nicht wirklich gut zu laufen (nicht überall ist die Versorgung so gut wie bei uns - sollte man mal drüber nachdenken bevor man jammert!). Dies gipfelte sogar in einem Spendenaufruf seiner Kinder (siehe hier ).
Nichtsdetotrotz kommt der Ausnahmesänger zwei Jahre nach der superben "Happiness Is The Road" Scheibe mit "Any Given Moment" um die Ecke, die die letzte Soloscheibe stilistisch fortführt.
Alleine die Songtitel klingen schon so, als ob sie sehr autobiographisch sind und hoffentlich nicht den Schwanengesang einläuten.
Aber konzentrieren wir uns auf die Mucke:
"Last Battle Of My War" rockt flott und verhältnismäßig hart aus den Boxen und stellt einen perfekten Opener dar. Die Produktion ist etwas dünn wie ich finde aber ich will mal nicht zu kritisch sein.
Das vom Rythmus her etwas verschachtelte "Let Go" nimmt etwas das Tempo raus, der Chorus ist nicht 100% gelungen, dennoch ein Song der netten Machart. Etwas schwächere Momente beim Songwriting macht Fergie durch seine einmalige Stimme locker wieder wett. Er singt wirklich kraftvoll. So reisst er auch eine durchschnittlichen Song wie "Price For Loving You" alleine mit den Vocals aus dem Feuer. Erinnert mich etwas an Europe zu "Out Of This World"-Zeiten der Song.
Bei "I'll Be The One" ist Balladenzeit angesagt. AOR-Kuschelstoff für den Abend zu zweit vor dem Kamin. Schöner Song. "Time Will Change" ist dann wieder eine hymnische Uptemponummer, die optimistische Stimmung verbreitet.
"How Many Roads" wird anfangs nur mit Piano und Akustikgitarre eingeleitet, ehe sich der Track noch zu einer richtig bombastischen Ballade entwickelt. Gänsehaut pur.
"Candles In The Dark" kann da nicht ganz mithalten, ein netter unspektakulärer AOR-Song, der nicht wehtut aber auch nicht besonders herausragt.
Der Titelsong nimmt dann erneut das Tempo raus, erinnert mich etwas an die Styx der 80er mit Dennis DeYoung und wird von Fergie gefühlvoll intoniert. Klassischer AOR at its best.
In "Not Alone " trällert im Duett die Norwegerin Issa mit, die mit Fergie stimmlich nicht wirklich mithalten kann, dazu singt sie mit etwas zu piepsig. Alleine vorgetragen wäre der Song meines Erachtens besser geworden.
Auch wenn "When The Battle Is Over" mit Piano beginnt, entwickelt sich der Track zu einem formidablen Rocker, ehe das gelungene Remake des Toto-Tracks "Angel Don't Cry" eine durchaus gelungene Scheibe ausklingen lässt.
Ganz an den Vorgänger reicht die Scheibe meiner Meinung zwar nicht heran aber dennoch eine der besseren Veröffentlichungen aus dem Hause Frontiers.
Bleibt zu hoffen, dass Fergie uns weiterhin mit seinen Scheiben beglücken kann.
Alles Gute Mr. Frederiksen.
Martin
Sonntag, 8. September 2013
Sinner - Touch Of Sin 2
Band: Sinner
Album: Touch Of Sin 2
Spielzeit: 50:29 min.
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.matsinner.com
WERTUNG: Absolute Kaufempfehlung für alle Hard Rock - und SINNER Fans!!!
Tracklist:
1. Born To Rock
2. Comin' Out Fighting
3. Bad Girl
4. Knife In My Heart
5. Concrete Jungle
6. Don't Believe A Word (Neuer Song)
7. Shout
8. Germany Rocks
9. Danger Zone
10. Emerald
11. Blood On The Sand (Neuer Song)
12. Lost In A Minute
13. Masquerade
14. Heat Of The City (Neuer Song)
Sie waren jung, sie waren schön und eine sehr talentierte und hoffnungsvolle Newcomerband! Leider waren sie aber auch komplett ahnungslos, was das Musikbusiness anging, und dies machte sich ein findiger Geschäftsmann und Plattenfirmenbesitzer zunutze. Mit einem Deal, über dessen zukünftige Auswirkungen sie sich nicht bewusst war, machte sich die junge deutsche Band auf, um etliche Hard Rock Fans eine tolle Scheibe nach der anderen zu kredenzen. Dies machen die Herren von SINNER jetzt schon, die Pause von ca. 5 Jahren eingerechnet, seit 29 Jahreskalendern und gehören zu den besten, deutschen Hard Rock Bands.
Inzwischen sind die '80er Alben "Danger Zone" (1984), "Touch of Sin" (1985), "Comin' Out Fighting" (1986) und "Danger Zone" (1984), nur noch schwer beziehbar bzw. muss der geneigte Fan tief in die Tasche greifen. Da es aber so einige Konfusionen bezüglich der Originalbänder / Aufnahmen gibt, dies ist dem alten Plattenvertrag zu verdanken, und es allerhöchste Zeit wurde, Jung- und alt Fans, eine vernünftige Frühphasen - Compilation anzubieten, hat der Blondschopf, samt aktueller Crew, die Möglichkeit am Schopf gepackt und Material aus dieser Bandphase neu eingespielt. Hard Rock Fans werden es dem Bassisten und seiner Band danken, denn das Endresultat kann sich wirklich hören lassen!!
Mat hat sich die 11 feinsten Perlen, aus der Frühphase der Band, herausgepickt und mit seinen Kollegen neu eingespielt. Dabei wurde an den Arrangements nicht viel geändert, sondern man hält sich stark an den Ursprungsfassungen und hat sie lediglich, mit der zeitgemäßen Power und Frische - dadurch ist der Härtegrad ein wenig gestiegen -, in ein aktuelles Soundgewand gepackt. Als weiteres Leckerchen haben SINNER noch 3 neue Songs auf die "fast early days" Compilation hinzugefügt, welche den eh schon tollen "Touch Of Sin 2" Silberling, noch ein Stückchen attraktiver macht.
Der Silberteller lässt keine Wünsche offen und serviert dem Hörer die alten Klassiker wie: "Born To Rock", "Bad Girl", "Germany Rocks", "Emerald" und "Masquerade". Diesem Kraftfutter können die Neukompositionen locker das Wasser reichen. "Don't Believe A Word" (siehe Clip) ist ein flotter, eingängiger Track, welcher sehr stark an die irische, dünne Liesel erinnert. Macht aber überhaupt nichts, der Song geht sehr schön ins Gehör und verfügt über eine saustarke Gitarrenarbeit. Das rockt und macht einfach Spaß satt! Mit einer sehr feinen Melodie ausgestattet spielt sich die Formation durch "Blood On The Sand". Der starke Gesangs-/Refrain Part lassen die Nummer zu einem kleinen Hit wachsen. Flott, flotter ... "Heat Of The City". Schön kernig und mit einem rauen Touch versehen, rockt sich auch dieser Track in mein Fan - Herz.
Das Teil geht einfach nur mächtig ab und macht wahnsinnig viel Spaß!!! Es ist herrlich, wie schön doch eine musikalische Zeitreise ausfallen kann!
"Touch Of Sin 2" ist eine klasse, powervolle und frische Angelegenheit geworden, welche ich jedem Hard Rock Anhänger nur wärmstens empfehlen kann.
Kaufen!!!
Götz
Album: Touch Of Sin 2
Spielzeit: 50:29 min.
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.matsinner.com
WERTUNG: Absolute Kaufempfehlung für alle Hard Rock - und SINNER Fans!!!
Tracklist:
1. Born To Rock
2. Comin' Out Fighting
3. Bad Girl
4. Knife In My Heart
5. Concrete Jungle
6. Don't Believe A Word (Neuer Song)
7. Shout
8. Germany Rocks
9. Danger Zone
10. Emerald
11. Blood On The Sand (Neuer Song)
12. Lost In A Minute
13. Masquerade
14. Heat Of The City (Neuer Song)
Sie waren jung, sie waren schön und eine sehr talentierte und hoffnungsvolle Newcomerband! Leider waren sie aber auch komplett ahnungslos, was das Musikbusiness anging, und dies machte sich ein findiger Geschäftsmann und Plattenfirmenbesitzer zunutze. Mit einem Deal, über dessen zukünftige Auswirkungen sie sich nicht bewusst war, machte sich die junge deutsche Band auf, um etliche Hard Rock Fans eine tolle Scheibe nach der anderen zu kredenzen. Dies machen die Herren von SINNER jetzt schon, die Pause von ca. 5 Jahren eingerechnet, seit 29 Jahreskalendern und gehören zu den besten, deutschen Hard Rock Bands.
Inzwischen sind die '80er Alben "Danger Zone" (1984), "Touch of Sin" (1985), "Comin' Out Fighting" (1986) und "Danger Zone" (1984), nur noch schwer beziehbar bzw. muss der geneigte Fan tief in die Tasche greifen. Da es aber so einige Konfusionen bezüglich der Originalbänder / Aufnahmen gibt, dies ist dem alten Plattenvertrag zu verdanken, und es allerhöchste Zeit wurde, Jung- und alt Fans, eine vernünftige Frühphasen - Compilation anzubieten, hat der Blondschopf, samt aktueller Crew, die Möglichkeit am Schopf gepackt und Material aus dieser Bandphase neu eingespielt. Hard Rock Fans werden es dem Bassisten und seiner Band danken, denn das Endresultat kann sich wirklich hören lassen!!
Mat hat sich die 11 feinsten Perlen, aus der Frühphase der Band, herausgepickt und mit seinen Kollegen neu eingespielt. Dabei wurde an den Arrangements nicht viel geändert, sondern man hält sich stark an den Ursprungsfassungen und hat sie lediglich, mit der zeitgemäßen Power und Frische - dadurch ist der Härtegrad ein wenig gestiegen -, in ein aktuelles Soundgewand gepackt. Als weiteres Leckerchen haben SINNER noch 3 neue Songs auf die "fast early days" Compilation hinzugefügt, welche den eh schon tollen "Touch Of Sin 2" Silberling, noch ein Stückchen attraktiver macht.
Der Silberteller lässt keine Wünsche offen und serviert dem Hörer die alten Klassiker wie: "Born To Rock", "Bad Girl", "Germany Rocks", "Emerald" und "Masquerade". Diesem Kraftfutter können die Neukompositionen locker das Wasser reichen. "Don't Believe A Word" (siehe Clip) ist ein flotter, eingängiger Track, welcher sehr stark an die irische, dünne Liesel erinnert. Macht aber überhaupt nichts, der Song geht sehr schön ins Gehör und verfügt über eine saustarke Gitarrenarbeit. Das rockt und macht einfach Spaß satt! Mit einer sehr feinen Melodie ausgestattet spielt sich die Formation durch "Blood On The Sand". Der starke Gesangs-/Refrain Part lassen die Nummer zu einem kleinen Hit wachsen. Flott, flotter ... "Heat Of The City". Schön kernig und mit einem rauen Touch versehen, rockt sich auch dieser Track in mein Fan - Herz.
Das Teil geht einfach nur mächtig ab und macht wahnsinnig viel Spaß!!! Es ist herrlich, wie schön doch eine musikalische Zeitreise ausfallen kann!
"Touch Of Sin 2" ist eine klasse, powervolle und frische Angelegenheit geworden, welche ich jedem Hard Rock Anhänger nur wärmstens empfehlen kann.
Kaufen!!!
Götz
Samstag, 7. September 2013
Ohrenfeindt - Auf die Fresse ist umsonst.
Album: Auf die Fresse ist umsonst.
Spielzeit: 49:44 min.
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.ohrenfeindt.de
WERTUNG: 8,5 von 10
Tracklist:
Auf die Fresse ist umsonst
Alles oder nichts
Jetzt oder nie
Rock’n’Roll Sexgöttin
Königin der Nacht
Prinzessin
Egal
Prokrastinations-Blues
Durch die Nacht
Rock’n’Roll Show
Ruf mich nicht mehr an
Strom
Heim
Bonustrack Digipak
Turbolader-Liebe
Den Dauer-Repeat-Modus eingeschaltet dreht der Silberling, schon seit einigen Stunden seine Runden und ein Sättigungsgefühl will sich bei mir nicht einstellen. Straight, mit einem gehörigen Schuss Dreck kommt, der rifflastige Down Under - geprägte Heavy Rock, aus den Speakern und lädt zum Mitsingen, feiern, einfach nur zuhören und abrocken ein. Die Lyrics singe ich schon seit dem zweiten Durchlauf textsicher mit und es stört mich überhaupt nicht, dass diese auf Deutsch vorgetragen werden! Das ist schon etwas besonderes bei mir, da ich eigentlich überhaupt nicht auf harten Rock mit deutschen Texten stehe. Doch bei der Hamburger ONE MAN R'N'R SHOW OHRENFEINDT = Chris Laut verhält es sich anders. "Auf die Fresse ist umsonst." ist ein sehr einfallsreiches und voller Abwechslung steckendes Stück cooler Heavy Rock geworden.
Es muss für Chris ein Gefühl, wie ein Schlag in die Fresse gewesen sein, als er sich mit der Tatsache konfrontiert sah, ohne seine zwei langjährigen Wegbegleiter Flash Ostrock und Dennis Henning zu agieren. Er steckte den Kopf nicht in den Sand, sondern, versammelte einige befreundete Musiker um sich und begab sich mit ihnen ins Studio, um das neue Album einzuspielen. Der Bassist konnte auf die Mithilfe seines ex-Schlagzeugers Stefan Lehmann (TORFROCK), ex - THUNDERHEAD'ler Henny Wolter (spielte später bei PRIMAL FEAR und lärmt jetzt bei NITROGODS), UDO LINDENBERG's PANIK ORCHESTER Saitenzupfer Jörg Sander, ex - RUDOLF ROCK UND DIE SCHOCKER Gitarrist Micky Wolf und Bastian Wulff zurückgreifen.
Man hört dem fünften Studioteller die schwierigen Umstände zu keiner Zeit an. Die Herren zimmerten die herrlich kompakten, frischen, rauen und trotzdem einprägsamen Songs im Studio ein und das Material klingt nach dem typischen OHRENFEINDT(EN) Sound. Ich erwische mich sehr oft dabei, dass ich, mit dem rechten Fuß, zu den auffällig vielen Ohrwürmern, mitwippe. Es wird hart gebluest und gerockt, man huldigt den australischen Vorbildern AC/DC, bietet eine klasse Instrumentalnummer, welche sich wunderbar in die restlichen Nummern einfügt, und bietet, dem Zuhörer, gute textliche Ergüsse / Aussagen mit Köpfchen (z.B. "Jetzt oder nie", "Durch die Nacht" und "Prokrastinations-Blues"), was beim Genre Deutsch Rock ja nicht selbstverständlich ist.
"Auf die Fresse ist umsonst" ist der ideale Opener! Chris raues Organ krächzt und der rotzige Riff Rock dröhnt energisch aus den Boxen. Man muss automatisch im Takt mitnicken und die textliche Aussage, zaubert mir ein breites Grinsen ins Gesicht. Cooler Starter in gewohnter Qualität. "Alles oder nichts" ist sehr Rhythmus-Maschinerie betont. Schlagzeug und Bass haben die Durchschlagskraft eines Abrisskommandos und servieren dem Zuhörer einen treibenden Groove. Sehr stark! Danach folgt, mit "Jetzt oder nie", eines der absoluten Highlights - musikalisch und textlich! Die Melodie und der Refrain gehen, ohne Umwege, direkt ins Ohr, die Gitarrenarbeit ist schön druckvoll und die Aussage ist einfach klasse - setzt sich mit dem Thema körperlich benachteiligter Menschen auseinander. Eine gelungene Überraschung ist den Rockern mit dem melodischen und leicht sentimental anmutenden Instrumental "Prinzessin" gelungen. Rau und ungestüm wird es bei "Königin der Nacht". Chris's Gesang klingt noch heiserer als normal und die Gitarren knallen hart und treibend dem Zuhörer entgegen. Ein wirklich schwer rockender, mit leichten Blueselemente angereicherter, Hammersong! Mit "Prokrastinations-Blues" gibt es genau das, was der Titel verspricht! Der coole Blueser wird einfach lässig relaxt vorgetragen und unterstützt dadurch noch die textliche Aussage. Feine Nummer. Wunderschön ist die Ballade "Durch die Nacht" (siehe Clip) ausgefallen. Mehr möchte ich zu dem Track nicht schreiben ... hier ist zuhören angesagt! Für mich ist es ein weiteres großartiges Highlight.
Zur Scheibe hätte auch der Titel "Direkt in die Fresse" gepasst! Hier treffen gradliniger, harter Rock, ein charismatischer Sänger und wirklich gute Texte aufeinander und begeistern! Ich finde die Scheibe einfach nur gnadenlos toll!!
Wer auf kernigen und rotzigen Riff Rock steht und keine Scheu vor deutschem Gesang hat, sollte hier unbedingt zugreifen! Kaufempfehlung!!
Für mich persönlich ist die neue Scheibe eine sehr positive Überraschung und sie ist mir 8,5 Totenkopf - Flaggen wert.
Götz
Jonny Lang - Fight For My Soul
Interpret : Jonny Lang
Album : Fight For My Soul
Spielzeit : 55:50 Min.
Veröffentlichung : 23.08.2013
Plattenfirma : Provogue / Mascot
Homepage : www.jonnylang.com
Wertung : 6 von 10
Tracklist :
Hoppala...Jonny Lang goes Pop goes Soul goes Fahrstuhlmusik, fällt mir nach dem ersten Durchlauf seines aktuellen Albums Fight For My Soul spontan ein. Wo sind die schmutzigen Gitarrenriffs, die groben Songstrukturen und die lässigen Blues-Shuffles nur geblieben ? Sind das Relikte der Vergangenheit, die Jonny Lang nicht mehr mag ? Schaut er deshalb auf dem Cover so nachdenklich drein ?
Fragen über Fragen. Doch er wird sich seine Gedanken gemacht, wird abgewogen haben wie sehr er mit dem nicht von der Hand zu weisenden Trend, Bluesmusik mittels frischer Strömungen aufzufrischen, schwimmen kann. Hinsichtlich dessen hat Jonny Lang immerhin ganze Arbeit geleistet, hat sich quasi auf den Kopf gestellt, den Blues nahezu raus- und vieles andere reingelassen.
Leider, wird manch einer sicher denken, denn mit herkömmlicher Bluesmusik der alten Schule hat das Ganze nichts mehr gemein. Wer aber auf Drumbeats und Handclaps (Blew Up) steht, sich an Seichtem der Marke N-Sync und Konsorten (Breakin' In) nicht stört und damit klarkommt gelegentlich an Jamiroquai (We Are The Same) erinnert zu werden, dürfte durchaus Gefallen an der Scheibe finden. Langs Musik groovt nicht mehr, sondern schmeichelt konsequent dem geneigten Hörer mit allerhand neuen, durch die Bank radiotauglichen Einflüssen.
Ich befürchte allerdings das Jonny Lang sich etwas zu sehr auf sein Trend-Navi verlassen hat und dabei vergessen hat dass es selbst hartgesottene Fans gibt, die nicht alles abnicken was ein Idol präsentiert. Dabei machen Veränderungen durchaus sinn, wenn sie denn dezent vollzogen werden. Mir persönlich ist die Abkehr vom Bekannten, der Stilmix, welchen er auf Fight For My Soul präsentiert, zu radikal und unübersichtlich.
Dabei hat die Platte im intensiven, mit tollen Backing-Vocals versehenen What You're Looking For oder im im 60er Jahre Soul-Pop-Stil gehaltenen River durchaus Höhepunkte, die ins Ohr gehen und zu gefallen wissen. Auch Fight For Your Soul, der tolle Titelsong, gefällt. Die zunächst im Hintergrund agierende Orgel und der feine Chorus passen hier perfekt zusammen. Lang bekommt plötzlich Druck in die Stimme und wirkt einen kurzen Moment lang entfesselt.
Doch dann sind da Songs der Marke The Truth, bei dem man Bryan Adams förmlich vor sich stehen sieht oder All Of A Sudden, die einem wirklich eine Menge abverlangen. Lang zeigt sich darin zwar als vielfältiger Sänger, erreicht stilsicher auch die hohen Tonlagen, doch in ihrer melancholisch-poppigen Seichtheit verleiten diese auch schon mal zum Einschlafen oder Weiterskippen.
Sehr schade, denn ein etwas rauheres, vor allem aber geradlinigeres Konzept und mehr Feuer hätten der Platte sicher mehr als gutgetan. So aber macht mir das nicht besonders viel Spaß. Vielleicht beim nächsten Mal.
Bernd Fischer
Album : Fight For My Soul
Spielzeit : 55:50 Min.
Veröffentlichung : 23.08.2013
Plattenfirma : Provogue / Mascot
Homepage : www.jonnylang.com
Wertung : 6 von 10
Tracklist :
- Blew Up
- Breakin' In
- We Are The Same
- What You're Looking For
- Not Right
- The Truth
- River
- Fight For My Soul
- All Of A Sudden
- Seasons
- I'll Always Be
Hoppala...Jonny Lang goes Pop goes Soul goes Fahrstuhlmusik, fällt mir nach dem ersten Durchlauf seines aktuellen Albums Fight For My Soul spontan ein. Wo sind die schmutzigen Gitarrenriffs, die groben Songstrukturen und die lässigen Blues-Shuffles nur geblieben ? Sind das Relikte der Vergangenheit, die Jonny Lang nicht mehr mag ? Schaut er deshalb auf dem Cover so nachdenklich drein ?
Fragen über Fragen. Doch er wird sich seine Gedanken gemacht, wird abgewogen haben wie sehr er mit dem nicht von der Hand zu weisenden Trend, Bluesmusik mittels frischer Strömungen aufzufrischen, schwimmen kann. Hinsichtlich dessen hat Jonny Lang immerhin ganze Arbeit geleistet, hat sich quasi auf den Kopf gestellt, den Blues nahezu raus- und vieles andere reingelassen.
Leider, wird manch einer sicher denken, denn mit herkömmlicher Bluesmusik der alten Schule hat das Ganze nichts mehr gemein. Wer aber auf Drumbeats und Handclaps (Blew Up) steht, sich an Seichtem der Marke N-Sync und Konsorten (Breakin' In) nicht stört und damit klarkommt gelegentlich an Jamiroquai (We Are The Same) erinnert zu werden, dürfte durchaus Gefallen an der Scheibe finden. Langs Musik groovt nicht mehr, sondern schmeichelt konsequent dem geneigten Hörer mit allerhand neuen, durch die Bank radiotauglichen Einflüssen.
Ich befürchte allerdings das Jonny Lang sich etwas zu sehr auf sein Trend-Navi verlassen hat und dabei vergessen hat dass es selbst hartgesottene Fans gibt, die nicht alles abnicken was ein Idol präsentiert. Dabei machen Veränderungen durchaus sinn, wenn sie denn dezent vollzogen werden. Mir persönlich ist die Abkehr vom Bekannten, der Stilmix, welchen er auf Fight For My Soul präsentiert, zu radikal und unübersichtlich.
Dabei hat die Platte im intensiven, mit tollen Backing-Vocals versehenen What You're Looking For oder im im 60er Jahre Soul-Pop-Stil gehaltenen River durchaus Höhepunkte, die ins Ohr gehen und zu gefallen wissen. Auch Fight For Your Soul, der tolle Titelsong, gefällt. Die zunächst im Hintergrund agierende Orgel und der feine Chorus passen hier perfekt zusammen. Lang bekommt plötzlich Druck in die Stimme und wirkt einen kurzen Moment lang entfesselt.
Doch dann sind da Songs der Marke The Truth, bei dem man Bryan Adams förmlich vor sich stehen sieht oder All Of A Sudden, die einem wirklich eine Menge abverlangen. Lang zeigt sich darin zwar als vielfältiger Sänger, erreicht stilsicher auch die hohen Tonlagen, doch in ihrer melancholisch-poppigen Seichtheit verleiten diese auch schon mal zum Einschlafen oder Weiterskippen.
Sehr schade, denn ein etwas rauheres, vor allem aber geradlinigeres Konzept und mehr Feuer hätten der Platte sicher mehr als gutgetan. So aber macht mir das nicht besonders viel Spaß. Vielleicht beim nächsten Mal.
Bernd Fischer
Freitag, 6. September 2013
Sideburn - Studioalbum - Präsentation zu "Electrify" - Track by Track Episode 1
Hallo Rockeros,
ab dem 25. Oktober gibt es wieder das volle Riff - Rock Buffet in Form des neuen Albums "Electrify" der Eidgenossen SIDEBURN.
Erste Höreindrücke zufolge könnte hier ein richtig kerniges Hämmerchen auf uns zukommen, welches den besseren Scheiben von KROKUS, AIRBOURNE etc. in nichts nachstehen dürfte.
Das Langeisen enthält reguläre 11 Songs, wobei die CD Version um die Tracks “Lazy Daisy Live”, “Never kill the chicken Live” &”Rockstar” aufgestockt wurde. Die Vinyl - Scheibe gibt es mit “Lazy Daisy Live” und wer der Download - Variante dem Vorzug gibt, geht ganz ohne Bonus - Nummern aus.
Die Band stellt die Titel von "Electrify", in Präsentation - Clips, vor und erzählt zum Aufnahmeprozess, Entstehung u. v. a.
Episode 1 befasst sich mit:
Intro: Mr. Clean
The writing process 0:22
Track by track:
1. Bite the bullet 2:47
2. Devil may care 4:25
Nick Thornton - Bass & Lionel Blanc - Drums talk about the recording of the new Sideburn's album: Electrify
Hier könnt Ihr Euch den Teil anschauen:
Viel Spaß mit dem Clip!!
Rock On!
ab dem 25. Oktober gibt es wieder das volle Riff - Rock Buffet in Form des neuen Albums "Electrify" der Eidgenossen SIDEBURN.
Erste Höreindrücke zufolge könnte hier ein richtig kerniges Hämmerchen auf uns zukommen, welches den besseren Scheiben von KROKUS, AIRBOURNE etc. in nichts nachstehen dürfte.
Das Langeisen enthält reguläre 11 Songs, wobei die CD Version um die Tracks “Lazy Daisy Live”, “Never kill the chicken Live” &”Rockstar” aufgestockt wurde. Die Vinyl - Scheibe gibt es mit “Lazy Daisy Live” und wer der Download - Variante dem Vorzug gibt, geht ganz ohne Bonus - Nummern aus.
Die Band stellt die Titel von "Electrify", in Präsentation - Clips, vor und erzählt zum Aufnahmeprozess, Entstehung u. v. a.
Episode 1 befasst sich mit:
Intro: Mr. Clean
The writing process 0:22
Track by track:
1. Bite the bullet 2:47
2. Devil may care 4:25
Nick Thornton - Bass & Lionel Blanc - Drums talk about the recording of the new Sideburn's album: Electrify
Hier könnt Ihr Euch den Teil anschauen:
Viel Spaß mit dem Clip!!
Rock On!
Donnerstag, 5. September 2013
Status Quo "Down Down" Liveclip von Back2SQ1
So ... leicht breitbeinig aufgestellt, den linken Arm vom Oberkörper wegstrecken - am besten wie einen Gitarrenhals - sich geringfügig nach vorne beugen, den Clip starten und rocken, rocken und noch einmal rocken ist angesagt!!
"Down Down" beweist eindrucksvoll, dass die Herren wirklich überhaupt nichts verlernt haben!!!
Am 4. Oktober erscheint das edle Livedokument und dürfte QUO Fans total begeistern!
Rossi, Parfitt, Lancaster und Coghlan fackeln, auf "Back2SQ1" (Rezi folgt bald), ein wahres Rock - Feuerwerk ab.
Wir wünschen Euch viel Spaß mit dem Track und rockt weiterhin schön ab ;-) !
Rock On!
Mittwoch, 4. September 2013
Reverend Black Network - Hell Or Heaven
Band: Reverend Black Network
Album: Hell Or Heaven
Spielzeit: 45:39 min.
Plattenfirma: Bad Reputation
Veröffentlichung: 06.09.2013
Homepage: www.reverend-black-network.com
WERTUNG: 4,5 von 10
Tracklist:
Introduction
Better Days
Back Home
Behind The Black Door
Hello Heaven
Lost In Vegas
Just A Shadow
In This Town
Fading Years
Who Are You?
Gardens Of Stone
East Side Of The City
Das wird die kürzeste Rezi, die ich jemals für die rockenden Jungs geschrieben habe. Das was auf "Hell Or Heaven" geboten wird ist schlicht und ergreifend strunz - einfältiger Beamten Blues Rock der konservativsten und unaufregendsten Machart! Aufgelockert durch Classic-, Country- und Southern Rock versuchen Lionel Raynal und sein Netzwerk, Genrefreunde für sich zu gewinnen. Spätestens nach 5 Minuten geht der tiefe und einseitige Gesang des Reverent, dem Zuhörer so dermaßen auf die Eier, dass dieser einfach nur die Stopptaste drücken möchte.
Wagt man sich durch die gefühlten 24 Stunden erzkonservativer Langeweile, bekommt man gemäßigten / zahmen Blues Rock, ohne musikalische Highlights, geboten. Des weiteren fehlt es der Formation an Ideen. Die Band ist sehr darauf bedacht ihr Material im Midtempo vorzutragen, und darunter leidet auch das Hörvergnügen. Zu gleichströmig tönen die Nummern aus den Boxen und würden sich perfekt als Einschlafmusik, im örtlichen Altersheim, eignen.
REVEREND BLACK NETWORK wären gerne eine Mischung aus ZZ TOP, den ALLMAN BROTHERS und MOLLY HATCHET, sind aber weder starke Songwriter noch haben sie eine solch talentierte Musikerauswahl in ihren Reihen. Die Gitarrenabteilung ist sehr bemüht, so abwechslungsreich wie möglich zu klingen, hat aber nicht die Durchschlagekraft, wie zum Beispiel die Rauschebärte sie besitzen.
Die einzigen Nummern, welchen ich etwas positives abgewinnen kann, sind "Better Days", das drauffolgende "Back Home", beides sind urige Blues Rocker, die einem zum Fußmitwippen animieren und das Southern Rocker-mäßige "Hello Heaven", welches über einen coolen Groove verfügt.
Leute, die gerne mal einen Pollunder und Tennissocken zu Sandalen anziehen, werden diese Scheibe richtig bombig finden, die restlichen Hörer werden in einen komatösen Zustand verfallen.
Neee, dat is mal jarnix für den Papa.
Mehr als 4,5 schmale Punkte ist mir diese pure Langeweile nicht wert! Der Silberling ist weder Himmel oder Hölle, sondern schlicht und ergreifend öde!!
Götz
Album: Hell Or Heaven
Spielzeit: 45:39 min.
Plattenfirma: Bad Reputation
Veröffentlichung: 06.09.2013
Homepage: www.reverend-black-network.com
WERTUNG: 4,5 von 10
Tracklist:
Introduction
Better Days
Back Home
Behind The Black Door
Hello Heaven
Lost In Vegas
Just A Shadow
In This Town
Fading Years
Who Are You?
Gardens Of Stone
East Side Of The City
Das wird die kürzeste Rezi, die ich jemals für die rockenden Jungs geschrieben habe. Das was auf "Hell Or Heaven" geboten wird ist schlicht und ergreifend strunz - einfältiger Beamten Blues Rock der konservativsten und unaufregendsten Machart! Aufgelockert durch Classic-, Country- und Southern Rock versuchen Lionel Raynal und sein Netzwerk, Genrefreunde für sich zu gewinnen. Spätestens nach 5 Minuten geht der tiefe und einseitige Gesang des Reverent, dem Zuhörer so dermaßen auf die Eier, dass dieser einfach nur die Stopptaste drücken möchte.
Wagt man sich durch die gefühlten 24 Stunden erzkonservativer Langeweile, bekommt man gemäßigten / zahmen Blues Rock, ohne musikalische Highlights, geboten. Des weiteren fehlt es der Formation an Ideen. Die Band ist sehr darauf bedacht ihr Material im Midtempo vorzutragen, und darunter leidet auch das Hörvergnügen. Zu gleichströmig tönen die Nummern aus den Boxen und würden sich perfekt als Einschlafmusik, im örtlichen Altersheim, eignen.
REVEREND BLACK NETWORK wären gerne eine Mischung aus ZZ TOP, den ALLMAN BROTHERS und MOLLY HATCHET, sind aber weder starke Songwriter noch haben sie eine solch talentierte Musikerauswahl in ihren Reihen. Die Gitarrenabteilung ist sehr bemüht, so abwechslungsreich wie möglich zu klingen, hat aber nicht die Durchschlagekraft, wie zum Beispiel die Rauschebärte sie besitzen.
Die einzigen Nummern, welchen ich etwas positives abgewinnen kann, sind "Better Days", das drauffolgende "Back Home", beides sind urige Blues Rocker, die einem zum Fußmitwippen animieren und das Southern Rocker-mäßige "Hello Heaven", welches über einen coolen Groove verfügt.
Leute, die gerne mal einen Pollunder und Tennissocken zu Sandalen anziehen, werden diese Scheibe richtig bombig finden, die restlichen Hörer werden in einen komatösen Zustand verfallen.
Neee, dat is mal jarnix für den Papa.
Mehr als 4,5 schmale Punkte ist mir diese pure Langeweile nicht wert! Der Silberling ist weder Himmel oder Hölle, sondern schlicht und ergreifend öde!!
Götz
Donnerstag, 29. August 2013
Stone Diamond - Songs & Videoclip - Vorstellung
Hallo Rockeros,
Die Cologne und New York Connection STONE DIAMOND musiziert zwar schon seit Ewigkeiten gemeinsam, hat bisher aber leider noch kein Album veröffentlicht. Und dabei sind die drei Herren wirklich alles andere als schlecht!!
Dies wird sich Ende Oktober ändern, denn dann veröffentlicht die Formation ihr Debüt "We Stole The Stars From The Black Night" (Rezi folgt zur offiziellen Veröffentlichung!). Neben dem Albumtitel des Jahres erwarten uns 11 wunderbare Tracks, die zwischen Rock, Pop, Blues, ein bisschen Melancholie, fantastischen Gesang- und Instrumentierung - Passagen, hin und her pendeln und jedem aufgeschlossenen Rocker wahnsinnig gut schmecken werden!
Die vier Songs des "Players" werden auch auf dem Debüt vertreten sein.
Dass die drei Jungs eher zur Gattung der Visualisten gehören, beweisen in dem Videoclip zur Single "Love Stays".
Hier könnt Ihr Euch selbst überzeugen:
Rock On!!
Die Cologne und New York Connection STONE DIAMOND musiziert zwar schon seit Ewigkeiten gemeinsam, hat bisher aber leider noch kein Album veröffentlicht. Und dabei sind die drei Herren wirklich alles andere als schlecht!!
Dies wird sich Ende Oktober ändern, denn dann veröffentlicht die Formation ihr Debüt "We Stole The Stars From The Black Night" (Rezi folgt zur offiziellen Veröffentlichung!). Neben dem Albumtitel des Jahres erwarten uns 11 wunderbare Tracks, die zwischen Rock, Pop, Blues, ein bisschen Melancholie, fantastischen Gesang- und Instrumentierung - Passagen, hin und her pendeln und jedem aufgeschlossenen Rocker wahnsinnig gut schmecken werden!
Die vier Songs des "Players" werden auch auf dem Debüt vertreten sein.
Dass die drei Jungs eher zur Gattung der Visualisten gehören, beweisen in dem Videoclip zur Single "Love Stays".
Hier könnt Ihr Euch selbst überzeugen:
Rock On!!
Sonntag, 25. August 2013
The Winery Dogs - The Winery Dogs
Band: The Winery Dogs
Album: The Winery Dogs
Spielzeit: 60:28 min.
Plattenfirma: Loud & Proud
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.thewinerydogs.com
WERTUNG: 9,5 von 10
Tracklist:
1. Elevate
2. Desire
3. We Are One
4. I’m No Angel
5. The Other Side
6. You Saved Me
7. Not Hopeless
8. One More Time
9. Damaged
10. Six Feet Deeper
11. Time Machine
12. The Dying
13. Regret
Für viele Fans des erdigen, frischen und authentischen Rocks dürfte die Scheibe schon fast ein "alter Hut" sein und schon einige Gebrauchsspuren - durch das ständige abspielen - aufweisen. Seit einigen Monaten ist das Debüt, über Online - Händler, als Import zu beziehen und findet jetzt endlich auch offiziell den Weg in die Regale der heimischen Fachmärkte. Wurde aber auch allerhöchste Zeit!!!
Hinter der Formation THE WINERY DOGS verbergen sich ein ehemaliger Poser und Shrapnel Jünger, welcher sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der besten Rock - Solo Artisten gemausert hat, ein Hardrocker, welcher nach einer längeren Durststrecke endlich wieder, mit seiner Hauptband, den wohlverdienten Erfolg hat und ein musikalischer Wanderzirkus, der am liebsten wieder zurück zu seiner, von ihm mitgegründeten, Ex - Band möchte. In Namen: Richie Kotzen, Billy Sheehan und Mike Portnoy.
Diese Band ist ein POWER - TRIO, wie es superselten vorzufinden ist und nicht nur durch exquisite Namen lebt. Wer der Meinung ist es hier mit einer, hastig mal zusammengewürfelten, Formation zutun zu haben, die es auf leicht und schnell verdiente Kohle abgesehen hat, wird ganz schnell enttäuscht sein. Die drei Musiker überzeugen mit ultra - starken und erdigen '70er Jahre-, Blues- und zeitgemäßen Hardrock, der auch genügend Raum für Einflüsse, der einzelnen Protagonisten, lässt.
Sänger und Gitarrist Richie (u. a. POISON und Solo) und Bassist Billy (u. a. TALAS, DAVID LEE ROTH und MR. BIG) kennen sich schon seit etlichen Jahren, haben sie doch, in der Vergangenheit, schon bei Herrn Sheehan's Hauptband musiziert. Man hört es der Scheibe auch an. Der Kotzen / Sheehan Einfluss ist einfach unüberhörbar und das Material, auf dem selbst betitelten Debüt, trägt ganz klar deren Handschrift. So überrascht es keineswegs, dass der singende Gitarrist und der Bassist die Stars auf der Scheibe sind. Kotzen's Gitarrenspiel ist ein extrovertiertes Feuerwerk an grandiosen Soli, tollen, rockigen Riffs, mal mit bluesigen oder auch Funk bzw. Jazz - Einschlag und viel Passion. Er verfügt über ein sehr starkes und aussägekräftiges Organ, das sich sowohl für rockige, bluesige und soulige Rocknummern perfekt eignet und hat eine sehr individuelle Note hat. Bass - Monster Sheehan tut es seinem, sechssaitigen - zupfenden Kollegen gleich und wird für einige offene Münder sorgen. Er wummert einfach alles in den Boden und überzeugt mit sensationell einfallsreichen Soloeinlagen. Die Leistungen der beiden Herren sind auf keinen Fall als Ego - Eskapaden, welche die Songs zerstückeln, zu werten! Ganz im Gegenteil, sie agieren ganz band- bzw. songdienlich und rutschen nie in die selbstverliebte "Griffbrettwichserei" ab. Mike Portnoy agiert sehr zurückhaltend und hat am wenigsten Einfluss auf das Material. Einfach gut und sympathisch zurückhaltend trifft, bezüglich der Leistung des Schlagzeugers, den Nagel auf den Kopf. Er arbeitet auf einem höchst hohen Niveau - einfallsreich und präzise, aber setzt die wenigsten AHA - Momente und es gibt keinen großen Anlass, sich stundenlang, über die dargebotene Performance zu unterhalten.
"The Winery Dogs" startet gleich mit einem Knaller vor dem Herrn! "Elevate" bewegt sich nicht weit, vom MR. BIG Sound, entfernt und kracht, mit einer sehr abwechslungsreichen Instrumentalisierung, aus den Speakern. Schon alleine die "Unterhaltung" zwischen Kotzen und Sheehan, erzeugt eine wohlige Gänsehaut. Die beiden verstehen und ergänzen sich blind! Richie's Stimme versprüht eine coole Wärme und nimmt, den Zuhörer, in seinen Bann. "Desire" (siehe Clip) grooved wie die Hölle, mit einem soulig/funkigen Unterton, und sorgt dafür, dass man nicht mehr still sitzen bleiben möchte. Vermutlich würde die Nummer sehr gut auf einem Soloalbum vom Gitarristen passen. Cool, erdig und einfach fantastisch eingängig! "We Are One" rollt, wie eine Dampflokomotive" und trägt eine deutlich modernere Handschrift. Irgendwie klingt der Track wie eine Mischung aus MR. BIG und SOUNDGARDEN. Liest sich vielleicht sehr strange, trifft es aber ganz gut. Kotzen lässt seinem funkigen Gitarren - Tunes freien Lauf, bietet ein wunderschönes und ausgiebiges Solo und Bass/Schlagzeug überzeugen durch Vielfältigkeit und Präzision. Einem Song, den man auch unbedingt seine Aufmerksamkeit schenken sollte, ist das düstere und grungige "Time Machine". Trotz der Schwerheit und Melancholie ist er der absolute Ohrwurm, bei dem der melodische und eingängige Gesangs- und Refrainpart im krassen Gegensatz zum Sound steht. Der Track geht einfach nicht mehr aus dem Gehörgang!
Auf mehr Titel gehe ich ganz bewusst nicht ein, da sich jeder Rockfan, sein eingenes Urteil über dieses immens starke Debüt, bilden soll.
"The Winery Dogs" wird zum Jahresende, mit Sicherheit, zu den Album - Highlights gehören und dies absolut gerechtfertigt.
JEDER Rock - und MR. BIG / RICHIE KOTZEN Anhänger sollte hier unbedingt zugreifen!
Die Scheibe gehört in den CD Player des qualitätsbewussten Rockers!!!
KAUFPFICHT!
Von meiner Seite gibt es starke 9,5 Punkte.
Götz
Album: The Winery Dogs
Spielzeit: 60:28 min.
Plattenfirma: Loud & Proud
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.thewinerydogs.com
WERTUNG: 9,5 von 10
Tracklist:
1. Elevate
2. Desire
3. We Are One
4. I’m No Angel
5. The Other Side
6. You Saved Me
7. Not Hopeless
8. One More Time
9. Damaged
10. Six Feet Deeper
11. Time Machine
12. The Dying
13. Regret
Für viele Fans des erdigen, frischen und authentischen Rocks dürfte die Scheibe schon fast ein "alter Hut" sein und schon einige Gebrauchsspuren - durch das ständige abspielen - aufweisen. Seit einigen Monaten ist das Debüt, über Online - Händler, als Import zu beziehen und findet jetzt endlich auch offiziell den Weg in die Regale der heimischen Fachmärkte. Wurde aber auch allerhöchste Zeit!!!
Hinter der Formation THE WINERY DOGS verbergen sich ein ehemaliger Poser und Shrapnel Jünger, welcher sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der besten Rock - Solo Artisten gemausert hat, ein Hardrocker, welcher nach einer längeren Durststrecke endlich wieder, mit seiner Hauptband, den wohlverdienten Erfolg hat und ein musikalischer Wanderzirkus, der am liebsten wieder zurück zu seiner, von ihm mitgegründeten, Ex - Band möchte. In Namen: Richie Kotzen, Billy Sheehan und Mike Portnoy.
Diese Band ist ein POWER - TRIO, wie es superselten vorzufinden ist und nicht nur durch exquisite Namen lebt. Wer der Meinung ist es hier mit einer, hastig mal zusammengewürfelten, Formation zutun zu haben, die es auf leicht und schnell verdiente Kohle abgesehen hat, wird ganz schnell enttäuscht sein. Die drei Musiker überzeugen mit ultra - starken und erdigen '70er Jahre-, Blues- und zeitgemäßen Hardrock, der auch genügend Raum für Einflüsse, der einzelnen Protagonisten, lässt.
Sänger und Gitarrist Richie (u. a. POISON und Solo) und Bassist Billy (u. a. TALAS, DAVID LEE ROTH und MR. BIG) kennen sich schon seit etlichen Jahren, haben sie doch, in der Vergangenheit, schon bei Herrn Sheehan's Hauptband musiziert. Man hört es der Scheibe auch an. Der Kotzen / Sheehan Einfluss ist einfach unüberhörbar und das Material, auf dem selbst betitelten Debüt, trägt ganz klar deren Handschrift. So überrascht es keineswegs, dass der singende Gitarrist und der Bassist die Stars auf der Scheibe sind. Kotzen's Gitarrenspiel ist ein extrovertiertes Feuerwerk an grandiosen Soli, tollen, rockigen Riffs, mal mit bluesigen oder auch Funk bzw. Jazz - Einschlag und viel Passion. Er verfügt über ein sehr starkes und aussägekräftiges Organ, das sich sowohl für rockige, bluesige und soulige Rocknummern perfekt eignet und hat eine sehr individuelle Note hat. Bass - Monster Sheehan tut es seinem, sechssaitigen - zupfenden Kollegen gleich und wird für einige offene Münder sorgen. Er wummert einfach alles in den Boden und überzeugt mit sensationell einfallsreichen Soloeinlagen. Die Leistungen der beiden Herren sind auf keinen Fall als Ego - Eskapaden, welche die Songs zerstückeln, zu werten! Ganz im Gegenteil, sie agieren ganz band- bzw. songdienlich und rutschen nie in die selbstverliebte "Griffbrettwichserei" ab. Mike Portnoy agiert sehr zurückhaltend und hat am wenigsten Einfluss auf das Material. Einfach gut und sympathisch zurückhaltend trifft, bezüglich der Leistung des Schlagzeugers, den Nagel auf den Kopf. Er arbeitet auf einem höchst hohen Niveau - einfallsreich und präzise, aber setzt die wenigsten AHA - Momente und es gibt keinen großen Anlass, sich stundenlang, über die dargebotene Performance zu unterhalten.
"The Winery Dogs" startet gleich mit einem Knaller vor dem Herrn! "Elevate" bewegt sich nicht weit, vom MR. BIG Sound, entfernt und kracht, mit einer sehr abwechslungsreichen Instrumentalisierung, aus den Speakern. Schon alleine die "Unterhaltung" zwischen Kotzen und Sheehan, erzeugt eine wohlige Gänsehaut. Die beiden verstehen und ergänzen sich blind! Richie's Stimme versprüht eine coole Wärme und nimmt, den Zuhörer, in seinen Bann. "Desire" (siehe Clip) grooved wie die Hölle, mit einem soulig/funkigen Unterton, und sorgt dafür, dass man nicht mehr still sitzen bleiben möchte. Vermutlich würde die Nummer sehr gut auf einem Soloalbum vom Gitarristen passen. Cool, erdig und einfach fantastisch eingängig! "We Are One" rollt, wie eine Dampflokomotive" und trägt eine deutlich modernere Handschrift. Irgendwie klingt der Track wie eine Mischung aus MR. BIG und SOUNDGARDEN. Liest sich vielleicht sehr strange, trifft es aber ganz gut. Kotzen lässt seinem funkigen Gitarren - Tunes freien Lauf, bietet ein wunderschönes und ausgiebiges Solo und Bass/Schlagzeug überzeugen durch Vielfältigkeit und Präzision. Einem Song, den man auch unbedingt seine Aufmerksamkeit schenken sollte, ist das düstere und grungige "Time Machine". Trotz der Schwerheit und Melancholie ist er der absolute Ohrwurm, bei dem der melodische und eingängige Gesangs- und Refrainpart im krassen Gegensatz zum Sound steht. Der Track geht einfach nicht mehr aus dem Gehörgang!
Auf mehr Titel gehe ich ganz bewusst nicht ein, da sich jeder Rockfan, sein eingenes Urteil über dieses immens starke Debüt, bilden soll.
"The Winery Dogs" wird zum Jahresende, mit Sicherheit, zu den Album - Highlights gehören und dies absolut gerechtfertigt.
JEDER Rock - und MR. BIG / RICHIE KOTZEN Anhänger sollte hier unbedingt zugreifen!
Die Scheibe gehört in den CD Player des qualitätsbewussten Rockers!!!
KAUFPFICHT!
Von meiner Seite gibt es starke 9,5 Punkte.
Götz
Seven Witches - Rebirth
Band : Seven Witches
Album : Rebirth
Spielzeit : 39:13 Min.
Plattenfirma : FrostMetal
Veröffentlichung : 30.08.2013
Homepage : www.cmm-online.de
Wertung : 6 von 10
Tracklist :
- Man In The Mirror (Enemy Within)
- Claustrophobic (No Way Out)
- Nightmare Man
- Stand Or Fall
- Murderer ? (Hang 'em High)
- True Blood
- Head First
- Rebirth
- Riders Of Doom
- Poison All The People
Im Falle von Rebirth wird der Titel der Scheibe denn auch zum Programm: Für Shouter Anthony Cross, Basser Ronnie Parkes und Drummer Johnny Kelly (ehem.Type-O-Negative, Seventh Void, Black Label Society) stellt Rebirth den jeweils ersten Auftritt in der Band dar. Doch, und das muss an dieser Stelle erwähnt werden, hat der Komplettaustausch wohl eher geschadet als geholfen. Oberflächlich betrachtet mag man Sänger Anthony Cross nun den Handschuh hinwerfen, schafft er es doch im Vergleich zu seinen sehr vielseitigen Vorgängern leider nicht, mehrere, insbesondere die höheren Tonlagen oder gar Screams zu singen. Oder es bleibt beim eher kläglichen Versuch, Poison All The People tritt hierfür den Beweis an. Gerade diese Sangekünste, von den Vorgangern James Rivera oder Alan Tecchio perfekt beherrscht, haben aber zum Erfolg der früheren Veröffentlichungen beigetragen.
Es wäre aber wohl mehr als kurzsichtig, einen Metal-Sänger allein auf die hohen Tonlagen zu reduzieren und Anthony Cross allein die Schuld zuzuweisen, denn eine weitere Baustelle namens Songwriting hat sich aufgetan. Für die Kompositionen auf Rebirth ist die ganze Band verantwortlich, und die haben im Vergleich zu den Vorgängern eines leider nicht: Abwechslung. Das Wechselspiel zwischen langsamen und schnellen Passagen, lauten und leisen Momenten, das Hervorheben einzelner Instrumente und erwähnte Sangeskunst fehlen mir einfach zu häufig auf Rebirth.
Stattdessen bohrt die Band 10 kompromisslos-eintönige Bretter, die zwar keinen Zweifel an der Absicht der Band aufkommen lassen, der Welt ein Stückchen harten Metal vor die Füsse zu schmeissen, doch was bleibt nach 39 Minuten hängen ?
Nicht viel um ehrlich zu sein. Ich muss mich ernsthaft bemühen die Songs voneinander zu unterscheiden, aufgrund der angesprochenen "Verfehlungen" hören sich die Stücke oftmals gleich an und sowas mindert meinen Hörgenuss leider sehr. Erwähnenswert ist die gute Gitarren- und Schlagzeugarbeit, schnell merkt man den Musikern Erfahrung und Können an.
Phasenweise erinnert mich die Scheibe ein wenig an Armored Saints '91er Album Symbol Of Salvation, und dieses fand in der Öffentlichkeit ja durchaus Gefallen. Vielleicht liegt Jack Frost mit seiner Einschätzung, eine Kehrtwende vom Altbekannten zu vollziehen, also gar nicht mal so schlecht.
Frost äusserte sich neulich folgendermaßen: "I wrote a bunch of Songs, Johnny demoed the drums for me and we had about 20 Singers to look at, and Anthony hit it out of the park. I sent him a song, he did it, then he wanted another one the next day, the guy was phenomenal. He got what I really was thinking -a lot of guys we were getting tapes from sounded like Alan-, Bobby, Wade, and James, again no disrespect...they have all that Halford-ish kind of thing, the screams and more Dio-ish growls. I wanted more of that Ray Gillen, John Bush, Jeff Keith from Tesla, that gravelly kind of vocal. I was a little apprehensive as I thought fans were going to kill me. This was a Rebirth." (Matt Coe, Dead Rethoric). Es bleibt abzuwarten wie die Fans auf die Veränderungen reagieren werden.
Letztlich sind es zwei, drei Songs, die mich bewegen könnten, Rebirth demnächst noch einmal in den Player zu schieben. Zum einen das schnelle, von John Kelly's Doublebass geprägte Nightmare Man, hier gelingt es Anthony Cross phasenweise aus seiner eingefahrenen Schiene auszubrechen, die eingeschobenen Tempiwechsel runden das Stück angenehm ab. True Blood kann sich ebenfalls hören lassen, der harte Stomper gefällt durch das geil groovende Zusammenspiel von Gitarre und Schlagzeug und einen tollen Refrain.
Zu mehr als 6 Punkten reicht das allerdings nicht. Ich für meinen Teil verzichte im Falle von Seven Witches auf Veränderungen, fordere den nächsten Sänger und höre zur Rehabilitation jetzt erstmal in Deadly Sins rein.
Bernd Fischer
Robin Beck - Underneath
Interpret: Robin Beck
Album: Underneath
Spielzeit: 41:24 min
Plattenfirma: HMMR Cargo Records
Veröffentlichung: 16.08.2013
Homepage: http://www.robinbeckrocks.com/
WERTUNG: 9,5 von 10
01. Wrecking Ball
02. Ain't That Just Like Love
03. Sprain
04. Underneath
05. Catfight
06. Check Your Attitude
07. Burnin' Me Down (feat. James Christian)
08. Perfect Storm
09. Ya Can't Fight Love
10. I Swear The Nights
11. Follow You
Bereits die letzte Robin Beck-CD "The Great Escape" von 2011 war für mich eine der (leider immer spärlicher werdenden) Melodicrock-Highlights seit einiger Zeit. Und die Lady einmal live zu erleben (wenn auch nur mit 5 Songs bei der Rock Meets Classic Tour) hatte auch etwas für sich.
Für "Underneath" wurde eine Vielzahl externe Songwriter angeheuert, was ich persönlich ja nicht immer so prickelnd finde, aber wenn man bedenkt, dass die grössten Hits von Bands aus Fremdfeder stammen ("Living On a Prayer" z.B.), kann man darüber hinwegsehen, denn letztlich kommt es immer noch darauf an, wie der jeweilige Song interpretiert wird.
Dass Robin Beck eine einzigartige Stimme hat sollte ja nunmehr jeder wissen, der sich im Entferntesten für Rockmusik interessiert.
Dass "Underneath" von James Christian produziert wurde verwundert mich angesichts des für meine Begriffe doch sehr guten Sounds etwas, war seine letzte Scheibe zwar gut aber doch von der Produktion her sehr unausgereift wie ich finde (siehe auch hier ).
Mit dem (nicht von Bruce Springsteen stammenden!) "Wrecking Ball" geht die Scheibe druckvoll los, der Sound ist wie erwähnt fast perfekt und Robin Stimme scheint wie guter Wein im Alter immer besser zu werden. Der Refrain des Openers ist zum Abheben gut - so sollte Melodicrock im Jahr 2013 klingen. Nicht angestaubt sondern aktuell, frisch aber dennoch immer mit Reminiszenzen zu den alten Glanzzeiten.
"Ain't That Just Like Love" schlägt etwas in die Kerbe ala "You Give Love A Bad Name" mit schönen "Old Shool - Ahh-oohh" Chören, ohne cheesy oder veraltet zu klingen. Bei dem Stück hatte auch Robins Freundin Fiona ihreHände im Songwriting.
"Sprain" kommt dagegen sehr modern rüber, nichtsdestotrotz ein ebenfalls klasse Song, der die Vielseitigkeit der Frau sowie der Platte unter Beweis stellt. Der Titelsong ist eine Breitwandballade vor dem Herrn, die in den 80ern garantiert zum Nummer-1-Hit geworden wäre.
Die nächsten Überraschungen stehen aber schon ins Haus: "Cat Fight" und "Check Your Attitude" kommen sehr poppig rüber und könnten in dieser Form auch von Pink oder Avril Lavigne (zu ihrer rockigeren Phase) stammen. Was bei anderen Bands als Angebiedere an den momentanen hippen Trend abzutun wäre, funktioniert bei Robin Beck ausgesprochen gut. Trotz der "Poppyness" haben die Songs Druck und machen Laune.
"Burning Me Down" ist Ballade Nr.2 auf dem Album, wieder schön traditionell gehalten aber ohne diesen "Alles schonmal gehört"-Touch wie bei so vielen Melodic-Scheiben in der letzten Zeit. Hier gibt sich auch James Christian die Ehre zum Duett mit seiner Ehefrau! Absolut gelungen.
"Perfect Storm" ist von Robin Beck, Jimi Bell (House Of Lords) und Charlie Mason verfasst worden und stellt auch eine gelungene Uptemponummer dar. Zwar nicht das Highlight der Scheibe aber weit entfernt von einem "Füllsong".
Das von Robin Beck gemeinsam mit Tommy Denander geschriebene""You Can't Fight Love" wäre auch auf ihrem Millionenseller "Trouble Or Nothing "nicht Fehl am Platze gewesen. Was auf "Underneath" vor allem funktioniert und für mich essentiell für eine GUTE Melodicscheibe ist, ist die Tatsache dass die Chorusse durch die Bank funktionieren und sämtliche Songs auf ein anderes Level bringen.Oftmals ist man ja von Songs im Chorus enttäuscht, hier ist jedoch alles im grünen Bereich.
Auf Niveauschwankungen wartet man zum Glück weiterhin vergebens. Im Gegenteil: "I Swear The Nights" ist eine der besten Balladen, die ich seit langem gehört habe. Geht wirklich unter die Haut und Robin's Stimme kommt hierbei am Besten zur Geltung. Gänsehautnummer pur!
Jack Ponti und Glen Burtnick sind ja auch keine Unbekannten und haben die Abschlussnummer "Follow You" verfasst, die ebenfalls zündet und DAS Sommeralbum 2013 abschließt. Die Platte macht von vorne bis hinten gute Laune, ist ansprechend produziert und hat Top-Songs zu bieten.
Bleibt zu hoffen, dass die "Rock Meets Classic" Tour 2012 Robin Beck wieder etwas bekannter gemacht hat und sie "Underneath" auch in unseren Breitengraden betourt. Zu wünschen wäre es ihr auf jeden Fall.
Die 10 zücke ich zwar nicht ganz (manchmal stören die synthetischen Drums etwas) aber trotzdem mit Abstand DIE Melodicrockscheibe 2013 bislang!
Auf jeden Fall zuschlagen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!
Martin
Michael Monroe - Horns And Halos
Interpret: Michael Monroe
Album: Horns And Halos
Spielzeit: 36:31
Plattenfirma: Spinefarm Records
Veröffentlichung: 26.08.2013
Homepage: http://www.michaelmonroe.com
WERTUNG: 7,5 von 10
Tracklist:
1.TNT Diet
2. Ballad Of The Lower East Side
3. Eighteen Angels
4. Saturday Night Special
5. Stained Glass Heart
6. Horns And Halos
7. Child Of The Revolution
8. Soul Surrender
9. Half The Way
10. Ritual
11. Hands Are Tied
Herr Fagerholm, besser bekannt unter seinem Pseudonym Michael Monroe, ist einer der am meisten respektierten aber auch gleichzeitig unbekanntesten Rockstars aller Zeiten. So stehts in der Presseinfo und da ist durchaus etwas dran. Viele Genre-Größen zitieren Monroe und seine ehemalige Combo Hanoi Rocks als Einfluss, leider hat es aber zum internationalen Durchbruch auch nach mehr als 30 Jahren nie gereicht.
Daran wird auch "Horns and Halos" wohl wenig ändern, zu wenig massenkompatibel ist die Mucke.
Mit einem hochkarätigem Line-up (u.a. Ex Hanoi Rocks /New York Dolls oder Backyard Babies-Mitglieder) wird auf dem neuen Monroe-Album dennoch wieder recht hochwertige und rotzige Rockmusik geboten, für die man den Gutsten so liebt.
Die Platte ist ziemlich "cosmopolitan", wurde sowohl in Finnland (u.a. im Studio, in dem die erste Hanoi-Rocks-Platte aufgenommen wurde) als auch in L.A./Stockholm und New York City aufgenommen.
"TNT Diet" stellt - wie es der Titel schon vermuten lässt - einen absolut explosiven Opener dar. Eine Mischung aus alten, noch nicht überproduzierten Guns'N Roses mit einem Schuss Punk. Zudem gibt es auch einige Bläsereinlagen, nicht die letzten auf der Scheibe. Ein fulminanter Einstieg. "Ballad Of The Lower East Side" ist alles andere als eine Ballade, eine locker-flockige und auch hitverdächtige Mitgröhlhymne, die bei den Toten Hosen wohl einen sicheren Hit darstellen würde.
"Eighteen Angels" ist ein relaxter Song wieder mit vermehrten Bläsereinsätzen und einem extracoolen Gitarrenriff Marke Keith Richards-meets-Slash. "Saturday Night Special" hat - genauso wie das nachfolgende "Stained Glass Heart" einen schönen eingängigen Refrain, wobei letzteres ordentlich promoted einen wirklichen Radiohit ergeben könnte, sofern es denn noch Radiostationen gibt, die gute Rockmucke spielen.
Der Titelsong setzt das hohe Niveau vor, wenngleich man auch einräumen muss, dass die Abwechslung nicht grade groß geschrieben wird auf "Horns and Halos", viele Songs haben doch ein ziemlich gleiches Strickmuster und ähneln sich doch etwas.
"Child Of The Revolution" recycelt beim Refrainteil mit "Action" dem gleichnamigen Def Leppard-Song, der an dieser Stelle 1:1 rüberkopiert wurde. Nichtsdetsotrotz ein netter Track.
Auf "Soul Surrender" wird dann doch einmal das etwas enge musikalische Korsett aufgebrochen, indem es in den Versen Reggae-Einlagen gibt, ehe das Gaspedal im Refrain wieder bis zum Bodenblech durchgedrückt wird. Eine sehr coole Nummer, die überrascht!
"Half The Way" ist dann wieder eine im besten Sleaze-Stil verwobene Abgehnummer, während man bei "Ritual" sich etwas gemütlicher zurücklehnen kann.
Mit der Stones-mäßigen Hymne "Hands Are Tight" endet die Scheibe bereits nach gut 36 Minuten, etwas arg kurz zwar aber ohne jeglichen Ausfall.
Was bleibt ist eine kurzweilige Scheibe unseres skandinavischen Freundes, die er sicherlich wieder live präsentieren wird. Und dass dort dann noch mehr die Luzy abgeht als auf Konserve versteht sich von selbst.
Gute 7,5 Punkte ist "Horns and Halos" aber in jedem Fall wert.
Martin
Freitag, 23. August 2013
Little River Band - Cuts Like A Diamond
Band: Little River Band
Album: Cuts Like A Diamond
Spielzeit: 45:03 min.
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 23.08.2013
Homepage: www.littleriverband.com
WERTUNG: 7,5 von 10
Tracklist:
1. The Lost And the Lonely
2. Forever You Forever Me
3. Cuts Like A Diamond
4. You Dream I'll Drive
5. I'm An Island
6. Way Too Good
7. What If You're Wrong
8. Where Do I Run
9. Someone
10. Who Speaks For Me
11. Love Is
"Das ist aber tolle Musik zum Autofahren!" würde mein Vater, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, beim Hören der Scheibe sagen. Ich muss eingestehen, dass er, mit seiner Einschätzung, gar nicht so verkehrt läge. Die kraftvolle und dennoch gefühlvolle Stimme, die wunderschönen melodischen Hooklines und die einprägsamen, ins Ohr einschmeichelnden, Melodien dürften so manche, längere Autofahrt verkürzen und einen gewissen Hauch von Nostalgie versprühen. Vor einigen Jahren hat man genau diese Art von Musik alltäglich im Radio gehört, während man sich im Berufsverkehr, auf Reisen oder einfach nur Zuhause aufhielt.
Mit dem italienischem Melodic Rock Label Frontiers im Rücken melden sich die Pop/Rock Veteranen der LITTLE RIVER BAND zurück, um zu beweisen, dass sie in all den Jahren der Alben - Abstinenz nichts verlernt haben. Zwar musiziert kein einziges Originalmitglied mehr bei dem ehemaligen, australischen Millionenseller (bestehen nunmehr seit 38 Jahre), dies mindert aber nicht die Qualität der gebotenen Musik. Über all die Jahre und Besetzungswechsel hinweg, verfolgt die Band nur ein Ziel und dieses heißt: Mit wunderschön arrangierten, harmonie- und melodiebetonten, mal rockigen oder auch mal melancholischen Rocksongs die Anhängerschaft zu begeistern.
2013 besteht die, aus Melbourne stammende, LRB aus:
Richard Herring – Gitarre und Geang
Greg Hind – Gitarre und Gesang
Stephen Housden – Gitarre
Wayne Nelson – Bass und Gesang
Chris Marion – Keyboard und Geang
Ryan Ricks – Schlagzeug und Gesang
"Cuts Like A Diamond" verfügt über eine glasklare Produktion, welche mir fast schon zu perfekt ausgefallen und ein bisschen zu glatt geraten ist. Ein bisschen mehr "roughness" im Gesamtsound hätte dem kleinen Diamanten durchaus gut zu Gesicht gestanden.
Vielleicht wird es Stimmen geben, die dem neuen Material die Eigenschaft der Harmlosigkeit vorwerfen werden, welches ich aber doch ein bisschen anders sehe. LRB waren immer - und werden es auch immer sein - eine Mischung aus Westcoast Music, Melodic Rock und Pop, die unverblümt und direkt auf die Radiolandschaft abzielt. Und diese breite Hörerschaft hat die Band, in der Vergangenheit erreicht, und dies wird ihr hoffentlich auch mit dem aktuellen Output bzw. den Kompositionen gelingen. Das tolle Gespür für wahnsinnig einprägsame Melodien, rockigen Songs und tollen, mehrstimmigen Gesangspassagen ist der Band nicht abhandengekommen.
Gleich der Opener "The Lost And the Lonely", der auch gleichzeitig als Single veröffentlich wurde (siehe Clip), ist ein starker und eingängiger Rocksong geworden. Die Hooks besitzen eine unwahrscheinlich einprägsame Note, der Gesang und die Chöre brennen sich im Gehörgang fest und die melodische Gitarrenarbeit besitzt einen angenehmen gefühlvollen und ganz leicht rockigen Touch. Natürlich fehlen nicht die Keyboards, die dem Gesamtsound eine noch massenkompatibleren Anstrich verpassen. "Forever You Forever Me" bewegt sich im gleichen Fahrwasser, wobei der Refrain mich noch ein bisschen mehr packt und sich ein wohliges Gefühl, bei mir, breitmacht. Spätestens nach dem zweiten Hördurchgang wird man diesen mitsingen. Mit dem Titelsong hat die LRB wieder einmal bewiesen, das sich gemäßigte Keyboardtunes wunderbar mit rockigen Gitarren vertragen. "Cuts Like A Diamond" brennt sich sehr schnell in der Gehirnrinde fest und lässt einen, aufgrund der schönen Melodie und dem großartigen Gesang/Backings, nicht mehr los. Richtig gut ist das, vom Grundgerüst her, erdigere "You Dream I'll Drive" ausgefallen. Das Tasteninstrument kommt rockig daher, die Gitarren haben einen bluesy Touch und im krassen Kontrast steht der sehr harmonische und eingängige Gesang. Gefällt mir wirklich sehr gut! Die folgenden Nummern bewegen sich auf einem guten, wenn aber auch nicht spektakulärem, Niveau. Es wird halt feine LITTLE RIVER BAND Kost ohne Ausfall geboten. "Where Do I Run" sticht wieder heraus. Die Band bewegt sich wieder auf rockigerem Terrain, überrascht durch erdige, leicht dramaturgische Arrangements und dezenten Streicher-Samples. Das Gitarrensolo ist richtig fetzig ausgefallen und wertet den Song, abermals, auf. Die Nummer ist aber nur ein Vorgeschmack für das, was mit dem 10ten Track folgt. "Who Speaks For Me" ist einfach ein fantastischer Rocker, mit einem brillanten Spannungsaufbau, rockigen Gitarren und starken Keyboardpassagen. Der Song ist ein sehr feiner Melodic Rocker der Güteklasse 1 A geworden und schreit danach, immer und immer wieder, erneut abgespielt zu werden. SACKSTARK!
Die LITTLE RIVER BAND hat mich sehr angenehm und positiv überrascht, denn so ein gutwertiges und abwechslungsreiches Album habe ich nicht erwartet.
Fans werden eh zugreifen und alle Anhänger des Pop / Rock Genres sollten sich "Cuts Like A Diamond" auf den Einkaufszettel schreiben.
Von meiner Seite gibt es 7,5 funkelnde Steine.
Götz
Album: Cuts Like A Diamond
Spielzeit: 45:03 min.
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 23.08.2013
Homepage: www.littleriverband.com
WERTUNG: 7,5 von 10
Tracklist:
1. The Lost And the Lonely
2. Forever You Forever Me
3. Cuts Like A Diamond
4. You Dream I'll Drive
5. I'm An Island
6. Way Too Good
7. What If You're Wrong
8. Where Do I Run
9. Someone
10. Who Speaks For Me
11. Love Is
"Das ist aber tolle Musik zum Autofahren!" würde mein Vater, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, beim Hören der Scheibe sagen. Ich muss eingestehen, dass er, mit seiner Einschätzung, gar nicht so verkehrt läge. Die kraftvolle und dennoch gefühlvolle Stimme, die wunderschönen melodischen Hooklines und die einprägsamen, ins Ohr einschmeichelnden, Melodien dürften so manche, längere Autofahrt verkürzen und einen gewissen Hauch von Nostalgie versprühen. Vor einigen Jahren hat man genau diese Art von Musik alltäglich im Radio gehört, während man sich im Berufsverkehr, auf Reisen oder einfach nur Zuhause aufhielt.
Mit dem italienischem Melodic Rock Label Frontiers im Rücken melden sich die Pop/Rock Veteranen der LITTLE RIVER BAND zurück, um zu beweisen, dass sie in all den Jahren der Alben - Abstinenz nichts verlernt haben. Zwar musiziert kein einziges Originalmitglied mehr bei dem ehemaligen, australischen Millionenseller (bestehen nunmehr seit 38 Jahre), dies mindert aber nicht die Qualität der gebotenen Musik. Über all die Jahre und Besetzungswechsel hinweg, verfolgt die Band nur ein Ziel und dieses heißt: Mit wunderschön arrangierten, harmonie- und melodiebetonten, mal rockigen oder auch mal melancholischen Rocksongs die Anhängerschaft zu begeistern.
2013 besteht die, aus Melbourne stammende, LRB aus:
Richard Herring – Gitarre und Geang
Greg Hind – Gitarre und Gesang
Stephen Housden – Gitarre
Wayne Nelson – Bass und Gesang
Chris Marion – Keyboard und Geang
Ryan Ricks – Schlagzeug und Gesang
"Cuts Like A Diamond" verfügt über eine glasklare Produktion, welche mir fast schon zu perfekt ausgefallen und ein bisschen zu glatt geraten ist. Ein bisschen mehr "roughness" im Gesamtsound hätte dem kleinen Diamanten durchaus gut zu Gesicht gestanden.
Vielleicht wird es Stimmen geben, die dem neuen Material die Eigenschaft der Harmlosigkeit vorwerfen werden, welches ich aber doch ein bisschen anders sehe. LRB waren immer - und werden es auch immer sein - eine Mischung aus Westcoast Music, Melodic Rock und Pop, die unverblümt und direkt auf die Radiolandschaft abzielt. Und diese breite Hörerschaft hat die Band, in der Vergangenheit erreicht, und dies wird ihr hoffentlich auch mit dem aktuellen Output bzw. den Kompositionen gelingen. Das tolle Gespür für wahnsinnig einprägsame Melodien, rockigen Songs und tollen, mehrstimmigen Gesangspassagen ist der Band nicht abhandengekommen.
Gleich der Opener "The Lost And the Lonely", der auch gleichzeitig als Single veröffentlich wurde (siehe Clip), ist ein starker und eingängiger Rocksong geworden. Die Hooks besitzen eine unwahrscheinlich einprägsame Note, der Gesang und die Chöre brennen sich im Gehörgang fest und die melodische Gitarrenarbeit besitzt einen angenehmen gefühlvollen und ganz leicht rockigen Touch. Natürlich fehlen nicht die Keyboards, die dem Gesamtsound eine noch massenkompatibleren Anstrich verpassen. "Forever You Forever Me" bewegt sich im gleichen Fahrwasser, wobei der Refrain mich noch ein bisschen mehr packt und sich ein wohliges Gefühl, bei mir, breitmacht. Spätestens nach dem zweiten Hördurchgang wird man diesen mitsingen. Mit dem Titelsong hat die LRB wieder einmal bewiesen, das sich gemäßigte Keyboardtunes wunderbar mit rockigen Gitarren vertragen. "Cuts Like A Diamond" brennt sich sehr schnell in der Gehirnrinde fest und lässt einen, aufgrund der schönen Melodie und dem großartigen Gesang/Backings, nicht mehr los. Richtig gut ist das, vom Grundgerüst her, erdigere "You Dream I'll Drive" ausgefallen. Das Tasteninstrument kommt rockig daher, die Gitarren haben einen bluesy Touch und im krassen Kontrast steht der sehr harmonische und eingängige Gesang. Gefällt mir wirklich sehr gut! Die folgenden Nummern bewegen sich auf einem guten, wenn aber auch nicht spektakulärem, Niveau. Es wird halt feine LITTLE RIVER BAND Kost ohne Ausfall geboten. "Where Do I Run" sticht wieder heraus. Die Band bewegt sich wieder auf rockigerem Terrain, überrascht durch erdige, leicht dramaturgische Arrangements und dezenten Streicher-Samples. Das Gitarrensolo ist richtig fetzig ausgefallen und wertet den Song, abermals, auf. Die Nummer ist aber nur ein Vorgeschmack für das, was mit dem 10ten Track folgt. "Who Speaks For Me" ist einfach ein fantastischer Rocker, mit einem brillanten Spannungsaufbau, rockigen Gitarren und starken Keyboardpassagen. Der Song ist ein sehr feiner Melodic Rocker der Güteklasse 1 A geworden und schreit danach, immer und immer wieder, erneut abgespielt zu werden. SACKSTARK!
Die LITTLE RIVER BAND hat mich sehr angenehm und positiv überrascht, denn so ein gutwertiges und abwechslungsreiches Album habe ich nicht erwartet.
Fans werden eh zugreifen und alle Anhänger des Pop / Rock Genres sollten sich "Cuts Like A Diamond" auf den Einkaufszettel schreiben.
Von meiner Seite gibt es 7,5 funkelnde Steine.
Götz
Abonnieren
Posts (Atom)














