Mittwoch, 10. Dezember 2014

Stolex - Ni Mas Ni Menos

Band: Stolex
Album: Ni Mas Ni Menos
Spielzeit: ca. 50 min.
Plattenfirma: keine
Veröffentlichung: 06.11.2014
Homepage: www.facebook.com/pages/STOLEX/239217072826826

WERTUNG: 7,5 von 10

Tracklist:

1. My Direction
2. Bad Boogie
3. Heaven Can Be Hell
4. Bad Boys Town
5. Long Way Down
6. Hot Potato
7. Push
8. Can't Get Enough
9. The Light
10. Tryin' To Get A Grip
11. Sizzlin' Woman
12. Good Nite Y'all

Ich hatte vor nicht all zu langer Zeit bereits die erste Scheibe der Kölner STOLEX besprochen, die sich vor Veröffentlichung des mir nun vorliegenden zweiten Albums allerdings bereits auflösten. Damals konnte ich gut gemeinte 6,5 Punkte vergeben, denn so manche Kleinigkeit störte mich damals an "Demoliendo Hoteles". Die komplette Rezension könnt ihr hier nachlesen. Nun schallt mir also der Nachfolger aus den PC Boxen entgegen, denn STOLEX konnten für "Ni Mas Ni Menos" (auf deutsch etwa: Nicht mehr, nicht weniger) keine Plattenfirma mehr finden und so gibt es die Scheibe nur als Download auf bandcamp. Und das ist ehrlich ein wenig schade, denn der zweite Streich ist tatsächlich besser als der erste und einige meiner Kritikpunkte des Debütalbums wurden behoben (natürlich lange bevor ich Scheibe 1 besprochen habe). So hat Sänger "Baz" Mahle seine Stimme besser unter Kontrolle und gesangliche Ausfälle wie bei "Bring It On" gehören der Vergangenheit an. 


Doch fangen wir von vorne an. Es gibt tatsächliuch mit "Push" und "Long Way Down" zwei richtig geile Songs auf "Ni Mas Ni Menos", die völlig unterschiedlich für Stimmung sorgen. Während "Push" der klassische Partykracher mit interessantem Gitarrenriff und räudigem Refrain darstellt, lebt "Long Way Down" von der gelungenen Mischung aus Ballade, 70s Rock und ganz viel Gefühl. So macht Sleaze Rock anno 2014 Spaß. Das lässige "Can't Get Enough" und das mindestens genauso lässig groovende "Bad Boogie" zählen zu den weiteren Höhepunkten. Gut, an der Produktion könnte noch etwas gefeilt werden, aber das spielt jetzt im Nachhinein keine große Rolle mehr. Des Weiteren habe ich noch drei, vier ordentliche Stücke unter dem Dutzend Songs (u.a. "My Direction", das über 8-minütige "Tryin' To Get A Grip" mit einer richtig guten Melodieführung oder "Sizzlin' Woman", welches zwar spät zündet, dann aber eben doch Feuer gibt) und so steigt die Stimmung tatsächlich nach oben. Gut, zu einer ernsthaften Konkurrenz zu den internationalen Acts werden es STOLEX nun nicht mehr schaffen, aber dafür hätten sie bei Album Nummer Drei auch nochmal eine Schippe drauf legen müssen. Die richtige Richtung hatten sie aber allemal eingeschlagen. 

Und so kann ich guten Gewissens trotz abermals einiger weniger Ausfälle ("Heaven Can Be Hell" und "The Light" zählen dazu) einen glatten Punkt mehr zücken und ehrlich verdiente 7,5 Underground Punkte auf die Ergebnistafel schreiben. Lediglich das Cover für Album Nummero Uno war definitiv besser. Da die Scheibe aktuell für 6€ oder mehr auf der Bandcamp Seite zu haben ist, darf jeder Sleazefan, der wissen möchte, was in der deutschen Szene noch so alles geboten wird, gerne zugreifen. Ach ja die besten Resonanzen bekommen STOLEX übrigens aus Südamerika, also dort wo der Underground noch richtig bebt. Zeigt denen doch bitte, dass auch wir in Mitteleuropa noch gute Musik von der Straße zu schätzen wissen.    

Markus

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