Sonntag, 10. Februar 2013

Crashdiet - The Savage Playground





Band: Crashdiet
Album: The Savage Playground
Spielzeit:   58:48 min.
Plattenfirma: Frontiers Records

Veröffentlichung: 25.01.2013
Homepage: http://www.crashdiet.org
 



WERTUNG: 8,5 von 10

 

Tracklist:


  1. Change The World
  2. Cocaine Cowboys
  3. Anarchy
  4. California
  5. Lickin Dog
  6. Circus
  7. Sin City
  8. Got A Reason
  9. Drinkin Without You

10. Snakes In Paradise
11. Damaged Kid
12. Excited
13. Garden Of Babylon



Crash Diet haben schon so einige Schicksale wegstecken müssen, insbesondere den Freitod ihres ersten Sängers. Aber ihnen ist hoch anzurechnen, dass sie sich trotz vieler Widrigkeiten nie unterkriegen liessen und weiterhin versuchen, den sleazigen Rotz-Rock auch im Jahr 2013 unter die Leute zu bringen. Und mit ihrem neuesten Langeisen ist ihnen das durchaus sehr gut gelungen. 
Die Schweden verstehen es sehr gut, neben den Einflüssen alter Recken wie G N' R und besonders Skid Row und WASP auch moderat modernere Einflüsse in ihren Stil zu mixen, so dass das Ganze zwar oldschool rockig aber keinesfalls altbacken klingt. Mit "Change The World" wird gleich das Taktgefühl für die nächsten 60 Minuten vorgegeben. Ein bedrohliches Intro leitet die CD ein, ehe der schnelle aber höchste melodische Rocker Fahrt aufnimmt und einen an selige Skid Row-Zeiten der 80er Jahre erinnert. "Cocaine Cowboys" setzt nach seinem Country-lastigen Anfang sogar noch einen drauf. Ein wirklicher Ohrwurm und eine gelungene Wahl einer Singleauskopplung.  "Anarchy" ist eine Spur melodischer aber auch herrlich rotzig eingespielt. So macht Sleaze wirklich vorzüglich Laune. "California" geht auch gleich gut ins Ohr wenngleich die Stimme von Simon Cruz sicherlich nicht jederman/fraus Sache ist, da er manchmal doch etwas zu arg schreit. Aber nicht so wild, denn das passt zu der Mucke dann trotzdem recht gut..Auch mit  "Lickin Dog"  ist kein Einbruch zu verzeichnen, ein knochentrockenes riffbetontes Stück der Marke "Appetite...".  "Circus" lässt jede lahme Rockparty erschüttern, das Stück hat einen sehr melodischen Refrain und gut getimeten Chorgesang. Top! "Sin City" ist der erste leichte Durchhänger, der Song ist einfach zu simpel gestrickt trotz der ab und zu vorkommenden Keyboard-Verfremdungen. "Got A Reason" ist auf ähnlichem Niveau und für mich auch eher ein Skip-Track. Mit "Drinking Without You" geht es dann langsam aber sicher wieder bergauf, irgendwie erinnert mich der eher punkige Track an die Ärzte nur eben auf Englisch interpretiert. Mit dem stampfenden "Snakes In Paradise" kommen die Schweden endgültig wieder in die Spur und verlassen diese bis zum Ende auch nicht mehr. Dem schnellen Nackenbrecher "Damaged Kid"  folgen das AOR-lastige "Excited" ehe die orientalisch angehauchte Nummer "Garden Of Babylon" die Scheibe standesgemäß beendet. Abstriche gibt es neben den oben genannten leichten  Durchhängern höchstens noch für die etwas dumpfe Produktion, ansonsten ist alles im grünen Bereich und mir 8,5 Punkte wert. Wer die Schweden live bewundern will hat im Frühjahr Gelegenheit dazu, da sind sie auch in unseren Breitengraden auf Tournee.

Martin 

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